Bonitätsbewertung durch Social Scoring stößt bei Mehrheit auf Skepsis

News vom 9. Mai 2018

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Die Mehrheit der Deutschen steht der Bonitätsbewertung durch Social Scoring skeptisch gegenüber.

Die Mehrheit der Deutschen steht der Bonitätsbewertung durch Social Scoring skeptisch gegenüber.

Die Mehrheit der Deutschen steht einer Bonitätsbewertung durch Social Scoring skeptisch gegenüber. Dies geht aus einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Sie befragte hierzu 1.000 deutsche Bürger zwischen 18 und 70 Jahren. Danach sahen 56 % der Befragten in dieser Methode eher eine Gefahr für ihre Bonität. Nur 11 Prozent der Befragten glaubten, dass sie durch diese Art des Scoring einfacher an Kredite gelangen können. Mithilfe der neuen Methode zur Beurteilung der Bonität wird die Kreditwürdigkeit anhand von Social-Media-Aktivitäten ermittelt.

Noch keine Anwendung des Social Scoring in Deutschland

Bei der Bonitätsbewertung durch Social Scoring werden gewöhnlich bis zu 1.000 Einzelparameter des Online-Verhaltens analysiert. Andreas Hufenstuhl, Experte für Data & Analytics im Bereich Financial Services bei PwC Deutschland, erklärt diese Methode wie folgt:

„Beim Social Scoring wird die Kreditwürdigkeit eines Kunden nicht mehr allein anhand seiner Einkommenssituation oder seines Schufa-Eintrags ermittelt, sondern auf Basis von Informationen, die der Antragssteller über sich selbst in den sozialen Medien hinterlässt.“

In Deutschland findet die Bonitätsbewertung durch Social Scoring – auch aufgrund seiner Ablehnung bei den Kunden – jedoch noch keine Anwendung. Die Bedenken der Befragten beruhen unter anderem darauf, dass Finanzdienstleister falsche Schlussfolgerungen aus den im Internet gewonnenen Informationen ziehen könnten. 71 % von ihnen teilten diese Befürchtungen.

Wie funktioniert die Bonitätsbewertung in Deutschland?

Bei der Bonitätsbewertung durch Social Scoring wird das Online-Verhalten der Nutzer analysiert.

Bei der Bonitätsbewertung durch Social Scoring wird das Online-Verhalten der Nutzer analysiert.

Die wohl bekannteste Auskunftei in Sachen Bonität ist derzeit die SCHUFA. Sie sammelt und verwaltet aktuell 800 Millionen Einzeldaten von über 66 Millionen Deutschen. Für Banken, Vermieter und Dienstleistungsunternehmen ist sie der erste Ansprechpartner, wenn diese sich über die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden informieren möchten.

  • bestehende Konten und Kreditkarten
  • Handy- und Leasingverträge
  • Daten über laufende, abbezahlte oder gekündigte Kredite
  • Zahlungsstörungen und vertragswidriges Verhalten
  • Insolvenzdaten, wie z. B. die Abgabe einer Vermögensauskunft, eine laufende Privatinsolvenz, die (bevorstehende) Restschuldbefreiung
  • Die Wirtschaftsauskunftei bezieht diese Daten einerseits von ihren Vertragspartnern. Hierzu gehören z. B. Banken und Telekommunikationsanbieter. Diese geben die Daten ihrer Kunden an die SCHUFA weiter. In der Regel unterschreiben Kunden zuvor eine entsprechende Einverständniserklärung hierzu, die sogenannte SCHUFA-Klausel. Außerdem kann die Auskunftei Daten über öffentliche Register, Verzeichnisse und Insolvenzbekanntmachungen der Gerichte abrufen.

    Die SCHUFA versichert, dass sie derzeit keine Bonitätsbewertung mithilfe von Social Scoring durchführt. Genau dies wollte die Auskunftei allerdings Im Jahr 2012 tun – Daten bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken sammeln. Sie sagte dieses Projekt jedoch aufgrund massiver Kritik recht schnell wieder ab.
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