Erhebung: Viele Studenten erhalten keinen Mindestlohn

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Gerade für diejenigen Studenten, die das Elternhaus verlassen, stellt sich die Frage, wie sie Leben und Studium finanzieren sollen. Grundlage ist meist Unterhalt durch die Eltern oder das BAföG (Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz). Häufig reichen diese Finanzspritzen jedoch nicht aus. Aus diesem Grund haben viele Studenten einen Nebenjob – es wird davon ausgegangen, dass rund zwei Drittel neben dem Studium arbeiten. Eine bundesweite Erhebung, die im Rahmen der Studienreihe „Fachkraft 2030“ von Studitemps und der Masstricht University erstellt wurde, zeigt nun, dass viele Studenten unter dem Mindestlohn beschäftigt werden.

Durchschnittsverdienst in Gastronomie und Einzelhandel am geringsten

Rund 4,4 Prozent der Studenten erhalten keinen Mindestlohn.
Rund 4,4 Prozent der Studenten erhalten keinen Mindestlohn.

Seit dem 1. Januar 2017 haben die meisten Arbeitnehmer in Deutschland Anspruch auf den Mindestlohn in Höhe von 8,84 Euro. Trotzdem wird davon ausgegangen, dass zwischen einer und zwei Millionen Menschen in Deutschland weniger als diese Summe pro Stunde erhalten. Betroffen sind laut einer aktuellen Erhebung auch viele Studenten. Mindestens 87.000 der erwerbstätigen Studenten erhalten keinen Mindestlohn – das sind 4,4 Prozent.

Dabei fällt auf: Weibliche Studierende sind häufiger unterbezahlt als männliche. Bei den Studentinnen erhalten 4,8 Prozent weniger als den Mindestlohn, während es bei den Studenten nur 3,7 Prozent sind.

Der durchschnittliche Stundenlohn für Studenten im Sommersemester 2017 gestaltete sich für die genannten Branchen wie folgt:

  • IT und Software: 11,60 Euro
  • Soziales: 10,95 Euro
  • Büro: 10,78 Euro
  • Logistik & Produktion: 10,77 Euro
  • Marketing und Marktforschung: 10,75 Euro
  • Kundenbetreuung und Support: 10,38 Euro
  • Gastronomie: 9,86 Euro
  • Einzelhandel: 9,84 Euro
Nicht in allen Situationen müssen Studenten zwingend den Mindestlohn erhalten. Gesetzlich wurden einige Ausnahmen festgelegt. So besteht kein Anspruch auf den Mindestlohn, wenn Studenten ein Praktikum im Rahmen ihres Studiums oder ein Orientierungspraktikum mit einer Dauer von ein bis drei Monaten absolvieren.

Jung und verschuldet – Wenn die Ausgaben die Einnahmen übersteigen

Laut einer Umfrage der GfK für den Bundesverband Deutscher Banken hatten im Jahr 2015 rund 31 Prozent der 14- bis 24-jährigen bereits einmal Schulden. Studenten, die keinen Mindestlohn erhalten, oder nur wenig finanzielle Unterstützung bekommen, sind oft von Schulden betroffen.

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Über den Autor

Meike
Meike Z.

Meike erwarb ihren Master-Abschluss im Fach Linguistik an der Universität Paderborn und ist seit 2016 Teil des schuldnerberatung.de-Teams. Ihr thematischer Fokus liegt insbesondere auf unterschiedlichsten Fragestellungen rund ums Schulden- und Insolvenzrecht.

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