Wenn die Schuldenfalle zuschnappt – Wie kommt es zur Überschuldung?

Das Wichtigste zur Schuldenfalle

  1. Wenn ein Schuldner nicht mehr pünktlich seinen finanziellen Verbindlichkeiten nachkommen kann, dann wird von einer Überschuldung gesprochen.
  2. Es gibt viele Situationen, bei denen Personen in eine Schuldenfalle geraten können, z. B. durch verpasste Kündigungsfristen, eine überzogene Kreditkarte oder die monatliche Ratenzahlung fürs Auto.
  3. Wichtig: Verschaffen Sie sich einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben. Wie viel Geld steht Ihnen wirklich zur Verfügung?

Schuldenfalle – Allgemein

Schuldenfalle vermeiden: Stellen Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben gegenüber.

Schuldenfalle vermeiden: Stellen Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben gegenüber.

Miete, Versicherungen, die Raten für das Auto und den Laptop, der Monatsbeitrag für das Fitnessstudio: All diese Verbindlichkeiten können zusammengerechnet eine hohe Summe betragen. Oftmals machen sich Personen keine Gedanken, wenn alles in geordneten Bahnen läuft und sämtliche Rechnungen pünktlich bezahlt werden können.

Doch was geschieht, wenn jemand plötzlich arbeitslos wird, schwer erkrankt oder sein Partner verstirbt? In solchen Fällen ist es oft unmöglich, weiterhin alle Posten zu bezahlen. In einem solchen Fall wird von der Überschuldung gesprochen. Betroffene landen in der Schuldenfalle, ein Ausweg scheint oft meilenweit entfernt zu sein.

Was ist eine Schuldenfalle? – Eine Definition

Von einer Überschuldung wird gesprochen, wenn ein Schuldner nicht mehr pünktlich seinen finanziellen Verbindlichkeiten nachkommen können. Die Summe der Ausgaben übersteigt dabei die Einnahmen. Zu den bestehenden Schulden kommen Zinsen und gegebenenfalls Zinseszinsen, welche die Belastungen immer weiter erhöhen. Der Schuldner ist dann in der sogenannten Schuldenfalle gefangen.

Dass Jugendliche in der Schuldenfalle landen, kommt häufiger vor, als viele vielleicht denken mögen. Laut Angaben des Schuldneratlas hat sich die Zahl der verschuldeten Jugendlichen in den letzten zehn Jahren verdreifacht. Junge Menschen verfügen häufig über ein geringes Einkommen. Gepaart mit gesteigerten Konsumwünschen, die von der Werbung angefacht werden, entwickelt sich dann schnell ein Teufelskreis, aus dem Betroffene oft nur schwer alleine herauskommen.

Welche Schuldenfallen gibt es?

Viele verschiedene Ausgangssituationen können in einer Überschuldung münden. Vor allem für Jugendliche gilt als Einstieg in die Schuldenfalle das Handy. Viele Verträge sind überteuert, vor allem wenn sie schon seit längerer Zeit laufen kosten sie zu viel Geld. Wird die Kündigungsfrist verpasst, ist der Betroffene dann weiterhin an den Vertrag gebunden.

Schuldenfalle Haus: Hohe Zinsen und Nebenkosten können zur Überschuldung führen.

Schuldenfalle Haus: Hohe Zinsen und Nebenkosten können zur Überschuldung führen.

Eine weitere Schuldenfalle kann das Auto darstellen. Kleine monatliche Raten verlocken Käufer dazu, ein hochpreisiges Fahrzeug zu erwerben. Doch gerade bei langen Laufzeiten steigen die zu zahlenden Zinsen, was den Gesamtpreis erhöht. Des Weiteren ist der Betroffene lange an den Vertrag gebunden.

Auch bei der Bank droht die Überschuldung. Als Schuldenfalle ist die Kreditkarte bekannt. Diese verleitet den Besitzer häufig dazu, mehr Geld auszugeben, als er es sich erlauben kann. Schnell verliert er den Überblick über seine Ausgaben. Eine weitere Schuldenfalle ist der Dispo-Kredit. Dieser erscheint zwar auf den ersten Blick praktisch, allerdings fallen sehr hohe Zinsen dafür an, dass der Kontoinhaber mehr Geld bekommt, als er auf dem Konto hat.

Möchten Sie das Abrutschen in die Schuldenfalle vermeiden, bevor es zu spät ist? Sie sollten Ihre Einnahmen und Ausgaben genau analysieren und gegenüberstellen. Überlegen Sie genau, welche Ausgaben Sie sich leisten können und ob Sie Ratenzahlungen oder Beiträge für Versicherungen auch dann noch bezahlen können, wenn Sie etwa arbeitslos werden. Bauen Sie, wenn möglich, Ersparnisse auf, um solche Notlagen ohne Schulden zu machen zu überstehen.

Gefangen in der Schuldenfalle: Was können Betroffene tun?

Für Schuldner ist es besonders wichtig, sich einen Überblick über ihre Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen. Viele Menschen mit Schulden neigen jedoch dazu, Rechnungen gar nicht erst zu öffnen. Dies bringt aber nur weitere Probleme mit sich.

Betroffene sollten sich klar machen, dass eine offensive Herangehensweise meist die beste ist. Sie sollten das Gespräch mit den Gläubigern suchen, um eine Lösung für das Problem zu finden. Viele lassen sich auf eine Ratenzahlung ein.

In vielen Fällen hilft nur eine professionelle Schuldnerberatung Menschen weiter, die in die Schuldenfalle hineingerutscht sind. Gemeinnützige Stellen bieten ihre Hilfe kostenlos. Sie können Betroffene dabei unterstützen, mit den Gläubigern zu verhandeln. Außerdem können sie Tipps dazu geben, was dabei hilft, die Ausgaben zu reduzieren.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (47 Bewertungen, Durchschnitt: 4,40 von 5)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.