Insolvenzeröffnung – Der eigentliche Beginn eines Insolvenzverfahrens?

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Das Wichtigste zur Insolvenzeröffnung

  1. Nach einem Antrag auf Insolvenzeröffnung erfolgt eine Prüfung durch das Insolvenzgericht, ob für ein Insolvenzverfahren genügend gesetzliche Gründe vorliegen.
  2. Die Zeit zwischen Antrag und Eröffnung wird als Insolvenzeröffnungsverfahren bezeichnet.
  3. Wird der Antrag nach der Prüfung zugelassen, erfolgt die eigentliche Insolvenzeröffnung und das Insolvenzverfahren kann stattfinden.

Was ist ein Insolvenzeröffnungsverfahren?

Vor der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wird der Antrag vom Insolvenzgericht geprüft.

Vor der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wird der Antrag vom Insolvenzgericht geprüft.

Finanzielle Schwierigkeiten können sowohl im Geschäftsleben auftreten als auch Privatpersonen treffen. Können Ausgaben nicht mehr gedeckt und Schulden nicht mehr beglichen werden, ist eine Insolvenz oftmals die einzige Möglichkeit, sich von diesen Lasten befreien zu können. Doch wenige können sich vorstellen, wie so ein Insolvenzverfahren abläuft.

Wann genau findet die Eröffnung von einem Insolvenzverfahren statt und ist dies der Beginn des eigentlichen Verfahrens oder ein eigenständiger Bereich des Ganzen? Im Alltag beschäftigen sich eher weniger Menschen mit diesen Fragen oder damit, wie ein Insolvenzverfahren abläuft.

Grundsätzlich setzt sich ein solches Verfahren aus zwei Teilen zusammen. Zum einen findet zunächst die Eröffnung des Insolvenzverfahrens statt. Zum anderen folgt dann erst das eigentliche Insolvenzverfahren. Dabei muss auch zwischen natürlichen Personen (Privatinsolvenz) und juristischen Personen (Firmeninsolvenz) unterschieden werden. Bei einer Privatinsolvenz folgt den beiden Teilen des Verfahrens die Wohlverhaltensperiode bis eine sogenannte Restschuldbefreiung möglich ist.

Eine Insolvenz kann vom Schuldner oder von einem Gläubiger beantragt werden. Geht ein Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim zuständigen Amtsgericht (Insolvenzgericht) ein, prüft dieses zunächst, ob rechtlich wirksame Gründe bzw. die Voraussetzung für eine Insolvenzeröffnung vorliegen.

Wann wird ein Insolvenzverfahren eröffnet?

Der Antrag für die Eröffnung von einem Insolvenzverfahren stellt zunächst die Behauptung auf, dass gesetzliche Gründe bestehen, die eine Insolvenz rechtfertigen. Folgende Voraussetzungen können als gesetzliche Gründe gelten:

  1. (Drohende) Zahlungsunfähigkeit bei natürlichen Personen §§ 17, 18 Insolvenzordnung (InsO)
  2. (Drohende) Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung bei juristischen Personen §§ 17,18,19 InsO
Eine Person ist zahlungsunfähig, wenn Zahlungspflichten nicht mehr erbracht werden können. Nach einem Antrag auf Insolvenzeröffnung, wird geprüft, ob dies beim Schuldner der Fall ist. Sind die gesetzlichen Gründe gegeben, wird die Insolvenz eröffnet. Der Zeitraum für die Prüfung kann je nach Einzelfall unterschiedlich lang sein. Diese Zeit zwischen dem Insolvenzantrag und der Eröffnung wird als Insolvenzeröffnungsverfahren bezeichnet.

Was passiert bei einer Insolvenzeröffnung?

Wie beschrieben, werden im Eröffnungsverfahren die Voraussetzungen für eine Insolvenzeröffnung geprüft. Die Schuldner müssen demnach gemäß §§ 11, 12 InsO insolvenzfähig sein. Wurde der Antrag von einem Gläubiger gestellt, muss dieser seine Ansprüche glaubhaft machen können und ein rechtliches Interesse an einer Insolvenzeröffnung haben.

Im Insolvenzverfahren kann die Dauer bis zur Eröffnung nicht pauschal bestimmt werden.

Im Insolvenzverfahren kann die Dauer bis zur Eröffnung nicht pauschal bestimmt werden.

Wird dem Antrag des Gläubigers entsprochen, muss das Insolvenzgericht auf den Schuldner anhören, um zu klären, ob die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens erfolgen kann. Der Schuldner ist laut § 20 Abs. 1 InsO verpflichtet, alle erforderlichen Auskünfte zu erteilen und dem Gericht jegliche notwendigen Informationen zukommen zu lassen. Auch deshalb kann bei einem Insolvenzeröffnungsverfahren die Dauer nicht pauschal festgelegt werden.

Während des Verfahrens zu einer Insolvenzeröffnung muss das Insolvenzgericht alle möglichen Maßnahmen treffen, um eine negative Veränderung des Vermögens des Schuldners zu verhindern. Dazu gehört es zum Beispiel einen vorläufigen Insolvenzverwalter zu benennen, ein Verfügungsverbot zu erlassen, bzw. dass Verfügungen nur mit Zustimmung des Verwalters möglich sind oder das Insolvenzeröffnungsverfahren durch Bekanntmachungen festzulegen. Bei einer Insolvenzeröffnung kann eine Bekanntmachung online, per Aushang oder im Amtsblatt erfolgen. Fallen die Gründe weg, kann auch nach der Eröffnung vom Insolvenzverfahren eine Veröffentlichung zurückgenommen werden. Ebenso kann eine Zahlung des Schuldners nach einer Insolvenzeröffnung, die zuvor bestehenden Gründe negieren.

Beschließt das Insolvenzgericht, dass der Insolvenzantrag zulässig ist, erfolgt die eigentliche Insolvenzeröffnung und das Insolvenzverfahren beginnt. Die Eröffnung geschieht durch einen Eröffnungsbeschluss gemäß §§ 27, 5 Abs. 3 InsO.
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