Insolvenzverfahren: Der Ablauf einfach erklärt!

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Das Wichtigste zum Insolvenzverfahren und seinem Ablauf

  1. Der Ablauf beim Insolvenzverfahren für eine Privatperson bzw. ein Unternehmen ist strikt vorgegeben.
  2. Für Privatpersonen dauert die Insolvenz drei, fünf oder sechs Jahre plus Vorbereitungszeit und endet mit der Restschuldbefreiung.
  3. Im Ablauf der Insolvenz für Unternehmen werden diese entweder saniert oder liquidiert.

Private Insolvenz: Dieser Ablauf ist vorgegeben

Der Ablauf eines Insolvenzverfahrens für Privatpersonen ist ganz klar vorgegeben:

  1. Außergerichtlicher Einigungsversuch
  2. Antrag auf Privatinsolvenz
  3. Gerichtlicher Einigungsversuch
  4. Insolvenzverfahren
  5. Wohlverhaltensperiode
  6. Restschuldbefreiung
Viele Schuldner und Gläubiger fragen sich: „Wie läuft ein Insolvenzverfahren ab?“

Viele Schuldner und Gläubiger fragen sich: „Wie läuft ein Insolvenzverfahren ab?“

Bevor die eigentliche Insolvenz starten kann, muss der Schuldner zunächst einen außergerichtlichen Einigungsversuch unternehmen. Die Gläubiger müssen darüber informiert werden, wie er gedenkt, seine Schulden zu begleichen.

Schlägt dieser Versuch fehl, geht das Insolvenzverfahren in seinem Ablauf in die nächste Phase. Nun kann der Schuldner die Privatinsolvenz beim zuständigen Gericht anmelden. Wird der Antrag angenommen, leitet das Insolvenzgericht einen weiteren Einigungsversuch ein. Sind die Gläubiger auch mit diesem nicht einverstanden, wird das eigentliche Insolvenzverfahren eröffnet.

Zu diesem Zeitpunkt wird ein Insolvenzverwalter vom Gericht eingesetzt, welcher für die Verwertung des pfändbaren Vermögens des Schuldners zuständig ist. Wurde die Insolvenzmasse an die Gläubiger verteilt, folgt der Schlusstermin. Ergeben sich keine Einwände, wird das offizielle Verfahren abgeschlossen.

Nach dem eigentlichen Insolvenzverfahren ist im Ablauf die Wohlverhaltensphase vorgesehen. In diesem Zeitraum muss der Schuldner strenge Regeln befolgen. Unter anderem darf er keine neuen Schulden anhäufen. Kommt diese Phase zu ihrem Ende, kann dann die Restschuldbefreiung erfolgen. Alle noch offenen Forderungen gegen den Schuldner werden ungültig und er kann schuldenfrei in die Zukunft starten.
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Wie lange läuft ein privates Insolvenzverfahren?

Ein Privatinsolvenzverfahren läuft in der Regel sechs Jahre. Hinzuzurechnen ist jedoch immer noch die benötigte Vorbereitungszeit. Unter gewissen Umständen können das Insolvenzverfahren und sein Ablauf jedoch auf drei oder fünf Jahre verkürzt werden:

  • Die Insolvenz endet nach drei Jahren, wenn der Schuldner in dieser Zeit sowohl die Kosten für das Verfahren sowie 35 Prozent der Forderungssumme der Gläubiger begleichen konnte.
  • Eine Restschuldbefreiung ist nach fünf Jahren möglich, wenn in diesem Zeitraum zumindest die Verfahrenskosten bezahlt werden konnten.

Ablauf beim Insolvenzverfahren: Unternehmen oder GmbH

Im Insolvenzverfahren ist beim Ablauf zu unterscheiden: Handelt es sich um eine Privat- oder Regelinsolvenz?

Im Insolvenzverfahren ist beim Ablauf zu unterscheiden: Handelt es sich um eine Privat- oder Regelinsolvenz?

Auch für Unternehmen ist ein Insolvenzverfahren in seinem Ablauf strikt vorgegeben. Eine Insolvenz ist unabwendbar, wenn Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung vorliegt. Grob gefasst durchläuft die Regelinsolvenz drei Phasen:

  1. Eröffnungsverfahren
  2. Eigentliches Insolvenzverfahren
  3. Abschluss des Verfahrens

Zunächst wird der Antrag auf Eröffnung des Verfahrens beim zuständigen Insolvenzgericht gestellt. Es schließt sich das Eröffnungsverfahren der Insolvenz an, wenn das Gericht dem Antrag stattgibt. Noch bevor das eigentliche Verfahren startet, hat das Insolvenzgericht dann die Möglichkeit, Maßnahmen zu treffen, um die Insolvenzmasse zu sichern.

Das Insolvenzverfahren geht im Ablauf in die nächste Phase, wenn es offiziell eröffnet wird. Zu diesem Zeitpunkt wird ein Insolvenzverwalter festgelegt, welcher das Restvermögen des Unternehmens sicherstellt. Dieses wird dazu verwendet, um die Forderungen der Gläubiger zu befriedigen. Nach Sichtung aller Unterlagen wird entschieden, ob das Unternehmen saniert oder liquidiert wird. Sollte eine Sanierung möglich sein, darf der Unternehmer nach Abschluss des Insolvenzverfahrens wieder über die Insolvenzmasse verfügen, insofern diese noch vorhanden ist. Ist jedoch keine Besserung der Lage in Sicht, erfolgt die Liquidation – das Unternehmen wird aufgelöst.

Nach all diesen Schritten im Insolvenzverfahren geht der Ablauf in die letzte Phase. Das Gericht setzt einen Schlusstermin fest, in welchem die Aufhebung des Verfahrens beschlossen wird.
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