Wohlverhaltensphase in der Privatinsolvenz: Bewährungsprobe für Schuldner

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Das Wichtigste zur Wohlverhaltensphase im Insolvenzverfahren

  1. Wann beginnt die Wohlverhaltensphase? Sie startet mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
  2. Die in der Privatinsolvenz für die Wohlverhaltensphase angesetzte Dauer beträgt drei, fünf oder sechs Jahre ab der Eröffnung des Verfahrens.
  3. Schuldner müssen während der Wohlverhaltensphase gewisse Pflichten, Obliegenheiten genannt, erfüllen. Kommen sie diesen nach, schließt sich die Restschuldbefreiung an und das Insolvenzverfahren ist endgültig abgeschlossen.

Detaillierte Infos zur Wohlverhaltensphase

ObliegenheitMotivationsrabatt

Der Ablauf der Privatinsolvenz kurz zusammengefasst

Nach dem Insolvenzverfahren: Die Wohlverhaltensphase dauert bis zu sechs Jahre.

Nach dem Insolvenzverfahren: Die Wohlverhaltensphase dauert bis zu sechs Jahre.

Sind Schuldner zahlungsunfähig, können sie also nicht mehr alle fälligen Zahlungspflichten erfüllen, bleibt als einziger Ausweg aus den Schulden häufig nur die Privatinsolvenz. Dieses Verfahren eröffnet Privatpersonen die Möglichkeit, spätestens nach etwas mehr als sechs Jahren wieder schuldenfrei zu sein und befreit einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

Bevor ein privates Insolvenzverfahren eröffnet werden kann, sind jedoch vorbereitend einige Schritte zu durchlaufen. Zunächst müssen Schuldner einen außergerichtlichen Einigungsversuch mit den Gläubigern unternehmen. Hierbei sollten sie sich von einer geeigneten Stelle, etwa einem Rechtsanwalt oder einer anerkannten Schuldnerberatung, unterstützen lassen. Nur solche Personen dürfen nämlich eine Bescheinigung ausstellen, wenn der Einigungsversuch gescheitert ist, weil die Gläubiger sich nicht auf diesen einlassen wollten.

Nur unter Vorlage dieser Bescheinigung ist es im Anschluss möglich, dass Schuldner beim zuständigen Insolvenzgericht einen Antrag auf Eröffnung des Privatinsolvenzverfahrens stellen können. Im Anschluss strebt das Gericht erneut einen Einigungsversuch mit den Gläubigern an. Ist auch dieser erfolglos, kann das eigentliche Insolvenzverfahren eröffnet werden. Das vorhandene pfändbare Vermögen wird in dessen Zuge an die Gläubiger verteilt.

Gleichzeitig mit der Eröffnung des Verfahrens beginnt die sogenannte Wohlverhaltensphase bzw. -periode, mit welcher wir uns im folgenden Ratgeber näher beschäftigen wollen. Kann diese erfolgreich abgeschlossen werden, erfolgt schließlich die Restschuldbefreiung.

Was ist die Wohlverhaltensphase in der Privatinsolvenz?

Ziel der privaten Insolvenz ist die Restschuldbefreiung. Dank dieser werden Schuldner am Ende des Insolvenzverfahrens schuldenfrei. Damit die restlichen Schulden erlassen werden können, müssen die Betroffenen eine gewisse Zeit lang strenge Regeln befolgen.

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Bei diesem Zeitraum handelt es sich um die Wohlverhaltensphase. Im eigentlichen Insolvenzverfahren wird das pfändbare Vermögen des Schuldners an die Gläubiger verteilt. Während der Wohlverhaltensperiode ist der Betroffene dann dazu verpflichtet, sein pfändbares Einkommen an den Treuhänder bzw. Insolvenzverwalter abzugeben. Dieser verteilt das Geld dann einmal im Jahr an die Gläubiger.

Pflichten des Schuldners in der Wohlverhaltensperiode

Während der Wohlverhaltensphase müssen Schuldner ihr pfändbares Einkommen abgeben.

Während der Wohlverhaltensphase müssen Schuldner ihr pfändbares Einkommen abgeben.

Die während der Privatinsolvenz zu durchlaufende Wohlverhaltensphase ist dadurch gekennzeichnet, dass Schuldner strenge Regeln befolgen müssen. Unter anderem sind Betroffene dazu verpflichtet, eine zumutbare Arbeit auszuüben. Ist ein Schuldner arbeitslos, muss er sich ernsthaft darum bemühen, eine neue Arbeitsstelle zu finden und darf einen neuen, ihm zumutbaren Job nicht ablehnen.

Schuldner müssen nicht als Angestellte beschäftigt sein, sie können sich auch selbstständig machen. In der Wohlverhaltensphase müssen dann gemäß § 295 Abs. 2 InsO die Zahlungen an den Treuhänder so erfolgen, als wenn der Betroffene in einem angemessenen Dienstverhältnis stehen würde. Grundsätzlich muss dem Treuhänder außerdem jeder Arbeitsplatzwechsel sowie ein Umzug gemeldet werden.

Zusätzlich sind Schuldner dazu verpflichtet, den pfändbaren Teil ihres Arbeitseinkommens an den Treuhänder zu entrichten. Eine weitere wichtige Regelung betrifft eine während der Privatinsolvenz erhaltene Erbschaft. In der Wohlverhaltensphase muss diese zur Hälfte an den Treuhänder herausgegeben werden.

Schuldner müssen außerdem beachten, dass während der Wohlverhaltensphase neue Schulden in unangemessener Höhe zur Versagung der Restschuldbefreiung führen können. Zwar ist es je nach Einzelfall und Bank durchaus möglich, dass Schuldner einen neuen Kredit in der Wohlverhaltensphase aufnehmen, trotzdem sollten Betroffene im Zweifel lieber darauf verzichten.

Doch welche Folgen hat es, wenn ein Schuldner während der sich an die Insolvenz anschließenden Wohlverhaltensphase seine obengenannten Obliegenheiten nicht erfüllt? Laut § 296 Abs. 1 InsO kann das zuständige Insolvenzgericht die Restschuldbefreiung versagen, wenn der Schuldner seine Pflichten verletzt und dadurch die Befriedigung der Gläubiger beeinträchtigt. Das gesamte Insolvenzverfahren wäre damit umsonst gewesen. Gegen die Versagung der Restschuldbefreiung können Betroffene jedoch sofort eine Beschwerde einlegen.

Wohlverhaltensphase: Mit welcher Dauer müssen Schuldner rechnen?

Ein Umzug während der Wohlverhaltensphase muss dem Treuhänder gemeldet werden.

Ein Umzug während der Wohlverhaltensphase muss dem Treuhänder gemeldet werden.

Das Ende des Insolvenzverfahrens verspricht, was Schuldner so sehnlich erwarten: Mit der Restschuldbefreiung werden – bis auf einige Ausnahmen – die noch bestehenden Schulden erlassen. Angesichts der doch strengen Regeln, die Betroffene in der Zwischenzeit befolgen müssen, fragen sich viele Schuldner „Wie lange dauert die Wohlverhaltensphase eigentlich?“

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In der Regel erfolgt die Restschuldbefreiung sechs Jahre nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Im Juli 2014 hat es jedoch in diesem Zusammenhang wichtige gesetzliche Veränderungen gegeben. Seit diesem Zeitpunkt ist bei der Privatinsolvenz eine Verkürzung der Wohlverhaltensphase auf drei oder fünf Jahre möglich. Doch wann ist dies genau der Fall?

  • Die Dauer der Wohlverhaltensphase wird auf drei Jahre verkürzt, wenn der Schuldner während dieses Zeitraums sowohl die entstandenen Verfahrenskosten als auch 35 Prozent der Forderungssumme der Gläubiger bezahlen kann.
  • Die Restschuldbefreiung kann bereits nach fünf anstatt sechs Jahren erfolgen, wenn der Schuldner zumindest die Verfahrenskosten selbst abgezahlt hat.

Damit die Wohlverhaltensphase vorzeitig enden und die Restschuldbefreiung erfolgen kann, müssen Schuldner beim zuständigen Insolvenzgericht einen entsprechenden Antrag stellen. Dies ist in einigen Fällen sogar schon vor Ablauf von drei Jahren möglich. Hierzu müssen die Verfahrenskosten sowie die sonstigen Masseverbindlichkeiten getilgt sein. Des Weiteren besteht eine Voraussetzung darin, dass kein Gläubiger eine Forderung angemeldet hat oder aber alle angemeldeten Forderungen befriedigt wurden.

Die meisten Schuldner erreichen diese Ziele jedoch nicht. Für sie endet die Wohlverhaltensphase regulär nach sechs Jahren mit der Restschuldbefreiung. Beachtet werden sollte außerdem Folgendes: Bei Insolvenzverfahren, die vor dem 1. Juli 2014 beantragt wurden, ist keine Verkürzung der Wohlverhaltensphase möglich.

Ende der Privatinsolvenz: Was passiert nach der Wohlverhaltensphase?

Ende der Privatinsolvenz: Auf die Wohlverhaltensphase folgt die Restschuldbefreiung.

Ende der Privatinsolvenz: Auf die Wohlverhaltensphase folgt die Restschuldbefreiung.

Im Ablauf der Privatinsolvenz folgt der Wohlverhaltensphase nur noch ein letzter entscheidender Schritt. Hierbei handelt es sich um die Restschuldbefreiung. Diese erfolgt jedoch nicht automatisch, sondern muss im Vorhinein beantragt werden. Der richtige Zeitpunkt hierfür ist entweder gleichzeitig mit dem Antrag auf ein Insolvenzverfahren oder kurz darauf.

In gewissen Fällen kann die Restschuldbefreiung jedoch versagt werden. Dies ist unter anderem der Fall, wenn die Obliegenheiten während der Wohlverhaltensphase nicht erfüllt wurden. Auch wenn der Betroffene innerhalb der vergangenen fünf Jahre wegen einer Insolvenzstraftat rechtskräftig verurteilt wurde, entfällt die Restschuldbefreiung durch das Insolvenzgericht.

Selbstständigen steht die vereinfachte Privatinsolvenz nicht offen. Sie müssen stattdessen die sogenannte Regelinsolvenz durchlaufen. Doch auch sie haben die Chance auf Erteilung der Restschuldbefreiung, wenn sie ihre Obliegenheiten in der sich an die Regelinsolvenz anschließenden Wohlverhaltensphase erfüllen.
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65 Gedanken zu „Wohlverhaltensphase in der Privatinsolvenz: Bewährungsprobe für Schuldner

  1. Katrin D.

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich habe eine Frage an sie.
    Wenn ich in der Wohlverhaltensphase ein Haus erbe, kann ich es dann auch realistisch bei einer Bank beleihen, damit ich dann das Geld dem Treuhänder geben kann, oder wie verhält es sich bei einem Haus und das ja kein Bargeld ist, was man dann erbt?

    Herzlichen Dank für eine Antwort

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Katrin,

      erben Sie während der Wohlverhaltensphase, müssen Sie die Hälfte des Erbes an den Insolvenzverwalter abgeben. Durch die Insolvenz dürfen Sie nicht frei über Ihr Vermögen verfügen. Wie Sie nun vorgehen können, ist mit dem Insolvenzverwalter abzusprechen.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  2. Chrissoula P.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    am 30.11.2018 endet meine Privatinsolvenz.
    Nun ist mein Vater gestern verstorben und es gibt etwas zu erben. Wenn ich mein Erbe antrete wieviel muss ich hier
    weggeben und wenn ich es ablehne wirkt sich das negativ auf die Restschuldbefreiung au?

    Über eine Rückmeldung bitte ich schnell. Vielen Dank.

    Antworten
  3. David

    Brauch ich in der wohlverhaltensphase noch ein P-konto oder kann ich es Bedenkenlos in ein normales Konto wieder umwandeln oder ist es ratsam es so zu lassen wie es ist

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo David,

      zwar können im eröffneten Insolvenzverfahren keine Kontopfändungen mehr stattfinden. Trotzdem ist es in der Regel empfehlenswert, das P-Konto zu behalten.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  4. Michael G.

    Meine wohlverhaltensphase endete am 08.08.2018,trotzdem wird noch Geld zum Verwalter überwiesen,bekomme ich das zurück?

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Michael,

      nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Insolvenzverwalter.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  5. Matthias

    Hallo

    Ich befinde mich in der Wohlverhaltensphase und habe ein P Konto. Wenn ich am ersten des Monats meinen Freibetrag bei der Bank anfrage wird mir nehmen wir mal an 1600,-Euro angesagt über die ich dann Frei verfügen kann. Am 02 des Monats wird meine Miete Überweisen.
    Wenn ich jetzt wieder meinem Freibetrag anfrage habe ich immer noch 1600,- zur freien Verfügung?
    Wird die Miete nicht von Freibetrag belastet?
    Vielen Dank

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Matthias,

      die Miete führt nicht dazu, dass sich der Freibetrag erhöht. Wird die Miete überwiesen, haben Sie also weniger Geld zur Verfügung.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  6. Jacqueline

    Mein Partner und ich wollen zusammen ziehen und das ins Eigenheim. Er stellt den Kreditantrag, ich will aber mit tilgen und mit ins Grundbuch. Ist das möglich oder belaste ich damit das Haus? Mfg

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Jaqueline,

      das sollte von einem Experten geprüft und analysiert werden.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Tobias,

      nach dem Beginn der Wohlverhaltensperiode können Sie eine Steuererstattung in der Regel behalten, wenn auch der Steuersachverhalt in die Wohlverhaltensphase gefallen ist (BFH, Urteil vom 28. Februar 2012 VII R 36/11).

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
      1. P.

        Hallo schluldnerberatungs Team,
        bei mir ( INV eröffnung 2013 ) behält Finanzamt die Steuerrückerstattung, mit dem Verweis auf Gesetz – Erstattung wird verrechnet mit Steuerschulden, auch wenn die zu Tabele angemeldet wurden. Meine Argumente, dass die Erstattung, nur durch hohe Fahrtkosten zur Arbeit erstanden sind, wurden ignoriert…

        P.

        Antworten
  7. Emma

    Sehr geehrte Damen und Herren

    Beginn Insolvenzverfahren war 30.11.2015 und am 10 juni 2018 habe ich Rechnung i.H.v 1650€ von Händler bekommen die ich zahlen soll, wir haben vereinbart das ich ihm das so abzahlen als Bekannte, ersten teil würde bereit gezahlt nun hat er Creditreform eingeschaltet weil er sich dadurch absichern möchten.
    Darf ich mit Creditreform Ratenzahlung vereinbaren eingehen, bzw. Auskunft erteilen ohne meine Insolvenz zu gefährden? Oder wird das Problem?

    mit Freundlichen grüßen

    Emma

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Emma,

      laut § 290 Abs. 1 Nr. 4 InsO gilt, dass die Restschuldbeferiung versagt werden kann, wenn “der Schuldner in den letzten drei Jahren vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder nach diesem Antrag vorsätzlich oder grob fahrlässig die Befriedigung der Insolvenzgläubiger dadurch beeinträchtigt hat, daß er unangemessene Verbindlichkeiten begründet oder Vermögen verschwendet oder ohne Aussicht auf eine Besserung seiner wirtschaftlichen Lage die Eröffnung des Insolvenzverfahrens verzögert hat”. Ein Anwalt kann Sie zum weiteren Vorgehen beraten.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  8. Fritz

    Hallo,

    ich bin seit 13.12.2013 in der Privatinsolvenz. Meine Insolvenzverwalterin teile mir kürzlich mit, dass mein Verfahren bis zur Erteilung der Restschuldbefreiung läuft – ohne dass es jemals eine Wohlverhaltensphase gibt. Ist das korrekt. Was heißt das für mich?

    LG

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Fritz,

      die Wohlverhaltensphase wird grundsätzlich durchlaufen. Sie beginnt mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  9. Maja

    Es heißt, dass man das erste Mal nach 3 Jahren die Restschuldnefreiung beantragen kann. Geht das auch nach 3,5 Jahren, also wenn ich die 35% der Schulden erst dann zusammen habe oder gilt das Angebot dann nicht mehr, dh ich muss 5 Jahre durchhalten ?

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Maja,

      haben Sie 35 Prozent der Forderungssumme sowie die kompletten Verfahrenskosten abbezahlt, ist eine Restschuldbefreiung nach frühestens drei Jahren möglich. Nähere Informationen erhalten Sie beim Insolvenzgericht.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  10. Kurt

    Mein Insolvenzverfahren hat am 01.01.2016 angefangen. Ich und meine Frau. Ich verdiene ungefähr 3000€ Netto. Habe ein Kind ,meine Frau arbeitet nicht.
    Wann ist meine Privatinsolvenz zu Ende ?

    Antworten
  11. Peter M.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich möchte Sie bitten, eine grundsätzliche Frage zur Steuerpflicht in der Privatinsolvenz zu beantworten: Ich war von 2008 bis 2015 im privaten Insolvenzverfahren, die Restschuldbefreiung wurde mit dem Insolvenzantrag eingereicht und genehmigt. Der Insolvenzverwalter hatte somit auch ab dem Jahr 2008 die Steuerpflichten mit dem zuständigen Finanzamt geklärt. Nun fordert eben dieses Finanzamt aber eine Einkommens-Steuernachzahlung für den Zeitraum 2008 bis 2015, in dem mir nachweislich nur der Pfändungsfreibetrag durch den Insolvenzverwalter freigegeben war. Was tun? Und: Ist diese Nachforderung grundsätzlich gerechtfertigt ?

    Im Voraus besten Dank für Ihre Info.

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Peter,

      wir dürfen an dieser Stelle keine kostenlose Rechtsberatung anbieten. Ein Steuerberater oder ein versierter Anwalt kann die Unterlagen prüfen und Sie zum weiteren Vorgehen beraten.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  12. Rocco S.

    Hallo ,
    ich befinde mich in der Wohlverhaltensphase und wurde von meinem Arbeitgeber gekündigt .
    Ich bekomme eine Abfindung von 3600 € brutto , muß ich diese komplett an den Insolvenzverwalter
    zahlen.
    MfG
    Rocco

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Rocco,

      grundsätzlich wird eine Abfindung als Bestandteil des Arbeitseinkommens angesehen. Damit geht der pfändbare Betrag an den Insolvenzverwalter. Sind Sie nach der Kündigung arbeitslos, haben Sie aber unter Umständen die Möglichkeit, zu beantragen, dass Ihnen ein Teil der Abfindung überlassen wird.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  13. iris

    Hallo, ich bin seit fast 5 Jahren in Wohlverhaltensphase und möchte nun wissen, wie es sich verhält mit Sparen!?
    Ich bin Erwerbsunfähigkeitsrentnerin mit gut 600€ Rente, liege damit ja unter dem pfändbaren Einkommen,
    und möchte davon was auf ein Sparbuch anlegen. Dürfte das gepfändet werden?

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Iris,

      in der Regel kann dies möglich sein, wenn Sie Geld aus Ihrem pfändungsfreien Einkommen ansparen. Genaue Informationen erhalten Sie bei einer Schuldnerberatungsstelle oder einem Anwalt.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  14. Javadi

    Hallo
    Meine wohlverhaltenphase ist am Dec 2018 vorbei sein, bin ich danach ganz schulden frei, muss ich mein bankkonto ändern, wie ist mit schufa ergrbniss.?
    Danke

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo M.,

      grundsätzlich ist zu beachten, dass der Insolvenzverwalter die Steuererklärung unterschreiben muss.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  15. Martin H.

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich bin seid November 2017 in der Privatinsolvenz! Meine Insolvenzverwalterin teilte mir jetzt mit, das ich ab März in der Wohlverhaltensphase bin! Ich dachte man muss 3,5 Jahre bezahlen oder mindestens 35%??? Habe ich das jetzt nach gerade mal 16 Monaten schon getan??? Blicke da ehrlich gesagt nicht so ganz durch!!!

    Für Ihre Mühe, besten Dank im Vorraussetzung!

    Mfg Martin H.

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Martin,

      wie Sie dem oben stehenden Text entnehmen können, bedeutet die Wohlverhaltensphase nicht, dass die Privatinsolvenz abgeschlossen werden kann. Vielmehr schließt sich die Wohlverhaltensphase an das eigentliche Insolvenzverfahren an. Während der Wohlverhaltensphase müssen Sie Ihr pfändbares Einkommen an den Insolvenzverwalter abtreten. Die Wohlverhaltensphase dauert in der Regel sechs Jahre, kann jedoch auf 3 oder 5 Jahre verkürzt werden.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  16. Guido

    Hallo,
    ich bin in der Wohlverhaltensphase und mitte Juli mit der Insolvenz durch. Nach der neuen Regelung kann man die Einkommensteuererklärung für das letzte Jahr bis zum 31.7.19 abgeben.
    Kann ich die Abgabe der Steuererklärung bis nach der Insolvenz hinauszögern und somit die Erstattung kassieren? Problem ist, dass es einen Beschluß zur Nachtragsverteilung der Steuererstattung gibt, und dass ich Steuerschulden habe! Meine letzte Steuererstattung gingen an den Treuhänder und das Finanzamt.

    Grüße
    Guido

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Guido,

      inwiefern ein Hinauszögern möglich oder erlaubt ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Eine verbindliche Rechtsberatung erhalten Sie bei einem Anwalt.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  17. Ingo S.

    Hallo
    Ich bin seit 2014 in der Privatinsolvenz.
    Nu habe ich meine Direktversicherng gekündigt Der Kündigung wurde vom Arbeitgeber bereits zugestimmt von meinem Insolvenzverwalter steht die Zustimmung noch aus. Meine Frage ist muss den gesamten Rückkaufwert an meinen Insolvenzverwalter antreten da ich beabsichtige von dem Geld meine Verfahrensgebüren zu begleichen.
    Mfg.
    Imgo

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Ingo,

      eine Kündigung der Direktversicherung ist nur unter gewissen Voraussetzungen möglich. In der Regel sollte bei der Auflösung eine Pfändung möglich sein. Wie hoch diese ausfällt, entzieht sich unserer Kenntnis.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  18. Michael

    Hallo,

    ich bin Moment in der Wohlverhaltensphase. Leider ist mir ein grober Fehler während des Antarges passiert. Ein Privater gläubiger wurde von mir nicht angegebn, dies geschah nicht bewusst. Wie kann oder muss ich mich jetzt verhalten? Kann mir dieser Gläubiger was oder wie soll ich mich verhalten.

    Gruß
    Michael

    Antworten
  19. Guido

    Hallo,
    wie lange wird das Gehalt gepfändet? bis zum Ende der Insolvenz (nach 6 Jahren) oder bis zum gerichtlichen Beschluss der Restschuldbefreiung? Bei meiner Frau hat es fast 3 Monate bis zum Gerichtsbeschluß gedauert! (sie war allerdings unterhalb der Pfändungsgrenze)
    Grüße
    Guido

    Antworten
  20. Nicole

    Hallo liebes Schuldnerberatunsteam,
    mein Partner befindet sich noch bis zum Sommer 2022 in der Wohlverhaltensphase.
    Meine Frage ist, was passiert mit meinem Einkommen und meinem Besitz, wenn wir uns entschließen zu heiraten? Werde ich für die Schulden meines Partners aufkommen müssen? Was passiert mit dem Guthaben aus einer gemeinsamen Einkommensteueerklärung?
    Vielen Dank im Voraus.

    Antworten
  21. Martin

    Hallo und guten Tag,

    Ich gehe jetzt ins Insolvenzverfahren und habe einen Insolvenzverwalter zugewiesen bekommen. Meine Frage ist darf ich weiterhin selbst über mein konto verfügen oder teilt mir der Insovenzverwalter mein Geld ein?

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Martin,

      in der Regel dürfen Sie selbst über Ihr pfändungsfreies Einkommen verfügen.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  22. Frank M.

    Hallo,
    meine Wohlverhaltenszeit ist am 06.02.18 abgelaufen.
    Was aber bedeutet es, wenn das Gericht dem Gläubiger hinterher die Gelegenheit auf Äußerung geben und Möglichkeit der Versagung der Restschuldbefreiung beantragen können?

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Frank,

      das ist das reguläre Vorgehen, bevor über die Restschuldbefreiung entschieden wird.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  23. Mathilda

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    meine Frage betrifft die Obliegenheit, in der Wohlverhaltensphase keine weiteren Schulden in unangemessener Höhe anhäufen zu dürfen.
    Die Privatinsolvenz läuft seit drei Jahren und nun haben sich schon vor einiger durch eine Unachtsamkeit neue Schulden gebildet, die gerade erst entdeckt wurden.
    Können Sie mir sagen, ab wann man von Schulden in unangemessener Höhe sprechen kann und welche Folgen es haben kann, wenn diese dem Insolvenzverwalter bis jetzt noch nicht mitgeteilt wurden?
    Gibt es in Ausnahmefällen eine andere Möglichkeit als die Versagung der Restschuldbefreiung?

    Mit freundlichen Grüßen

    Antworten
  24. Ronny

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    meine Wohlverhaltensphase endete am 25.03.2019. Wie geht es nun weiter? Wann bekomme ich einen Bescheid vom Gericht bzgl. der Restschuldbefreiung? Bekomme ich noch Post von meinem Insolvenzverwalter?
    Vielen Dank im Voraus

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Ronny,

      in der Regel findet ein Schlusstermin statt, über den Sie entsprechend informiert werden. Dann wird eine Entscheidung hinsichtlich der Restschuldbefreiung gefällt.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  25. Thomas

    Hallo,
    ich habe vor ca einer Woche (zusammen mit meiner Schuldnerberaterin) den Insolvenzantrag gestellt.
    Sobald dieser durch ist, können Gläubiger ja keinen Gerichtsvollzieher mehr zu meiner Wohnung schicken, welcher sich dort umschaut.
    1. Wird mit der Stellung des Involvenzverwalters dieser berechtigt zu mir in die Wohnung zu kommen und sich nach Wertgegenständen umzusehen?
    2. Falls ja: Muss er dies auch mit ein paar Tagen Vorlauf ankündigen oder kann er dies auch “spontan” machen.

    Danke

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Thomas,

      in der Regel kommt es zu keiner Wohnungsbesichtigung.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  26. Tina

    Hallo,
    meine Insolvenz endete am 03.082016.Nun bekam ich aber gestern einen Brief vom Inkasso Dienst.Ich soll von 2003 eine Rechnung begleichen.Ist dies nicht schon verjährt?

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Tina,

      war der Gläubiger als Insolvenzgläubiger vermerkt, so wirkt die Restschuldbefreiung auch dann, wenn der Gläubiger die Forderung nicht angemeldet hat.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  27. Peter H.

    Hallo Schuldnerberatungsteam, ich hab auch ein Anliegen, bei welchem sie vielleicht einen Rat geben können.
    Ich habe etwa 45.000 bis 50.000 Euro Schulden bei insgesamt etwa 60 Stellen. Die Vorbereitung zur Insolvenz wurde von der D. gemacht, nun läuft die Insolvenz eigentlich. ABER bei allen Gläubigern, die sich nicht gemeldet bzw. reagiert haben, stehen nun in der Liste an Schulden 1,- Euro (sozusagen wohl als Platzhalter. Dadurch steht als Gesamt-Schuldensumme nun ein Betrag von etwa 12500,- Euro.
    1. Frage. Können die Gläubiger, die nicht reagiert haben, die ganzen Jahre bis zum Ende der Insolvenz noch ihre Summe nachmelden?
    2. Frage. Kann ich irgendwie errechnen, wie hoch wohl ungefähr die Höhe der Kosten sein wird für Gericht und Insolvenzverwalter, um vielleicht nach 5 Jahren schon beenden zu können?

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Peter,

      Gläubiger können auch nach Ablauf der Anmeldefrist noch nachträglich Forderungen anmelden. Diese werden dann genau geprüft. Das ist bis zum Schlusstermin möglich. Um die Privatinsolvenz nach fünf Jahren zu beenden, müssen Sie die kompletten Verfahrenskosten bezahlt haben. Wie hoch diese ausfallen, hängt unter anderem von der Insolvenzmasse ab. Nähere Informationen erhalten Sie auf https://www.schuldnerberatung.de/insolvenzkosten/.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  28. Dieter

    Hallo,
    -kann ich während der Wohlverhaltenszeit kleinere Artikel bis zb 100€ bei Ebay Verkaufen ohne meinen Insolvenzverwalter zu Informieren?
    – kann ich während der Wohlverhaltenszeit mir neben meinem Auto ein altes Motorrad für bis 500€( welche ich mir jetzt angespart habe ) kaufen und zulassen

    Antworten
  29. Hans

    Hallo,
    ich habe durch eine 100% Befriedung aller Schulden und Kosten die vorzeitige Restschuldbefreiung nach Inso 300 erlangt. Beschluss liegt vor. Es besteht noch ein THK mit Guthaben über 10.000€. Der Treuhänder reagiert weder auf schriftliche oder telefonische Anfrage wann das THK an mich ausgekehrt wird. Wie lange muss ich noch warten? Der Beschluss liegt seit 3 Wochen vor.

    Danke.

    Antworten
  30. Maria

    Was kann mir passiert wenn mein insolvenzverwalter nicht um meine Steuererklärung 2017, 2018 kümmern.? Ich weiss dass ich an Finanzamt nachzahlen muss.
    LG.

    Antworten
  31. Frank

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ich habe eine Frage an sie.
    Ich habe den Fehler gemacht, in meinen P-Konto Geld abzuhaben, um das später wieder einzuzahlen. Jetzt habe ich leider erfahren, dass alle Einzahlungen über der Freibetrag abgezogen werden. Nagut, selber schuld würde ich selber behaupten. Nur wenn ich demnächst Privatinsolvenz anmelde, ist das Geld dann über der Freibetrag dann futsch bzw. ist dann Gläubigermasse ?
    Herzlichen Dank für eine Antwort

    Antworten

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