Insolvenzverfahren aufgehoben – Wann kommt es dazu?

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Das Wichtigste zum Thema „Insolvenz aufgehoben“

  1. Bei der Privatinsolvenz wird das Insolvenzverfahren aufgehoben, nachdem beim Schlusstermin die Schlussrechnung des Insolvenzverwalters erörtert wurde.
  2. Es ergeht ein Aufhebungsbeschluss und die Wohlverhaltensphase beginnt, welche mit der Restschuldbefreiung endet.
  3. Die Regelinsolvenz kann irregulär enden, wenn es zur Einstellung mangels Masse kommt bzw. Masseunzulänglichkeit festgestellt wird.

Was bedeutet die Aufhebung des Insolvenzverfahrens bei der Privatinsolvenz?

Insolvenzverfahren aufgehoben: Welche Bedeutung hat der Aufhebungsbeschluss?

Insolvenzverfahren aufgehoben: Welche Bedeutung hat der Aufhebungsbeschluss?

Die private Insolvenz können nur Personen durchlaufen, welche noch nie selbstständig waren bzw. welche in der Vergangenheit selbstständig tätig waren, weniger als 20 Gläubiger haben und gegen die keine offenen Forderungen aus Arbeitsverhältnissen mehr bestehen.

Die Privatinsolvenz folgt stets dem gleichen Ablauf: Zunächst muss nachweislich ein außergerichtlicher Einigungsversuch mit den Gläubigern erfolgt sein. Im Anschluss kann die Insolvenz angemeldet werden und nach Prüfung aller Unterlagen und einem weiteren gerichtlichen Schuldenbereinigungsversuch kommt es dann zum eigentlichen Insolvenzverfahren. Im Zuge dessen wird das pfändbare Vermögen des Schuldners verwertet.

Das Insolvenzverfahren endet mit dem Schlusstermin. In dieser abschließenden Gläubigerversammlung erörtert der Insolvenzverwalter seine Schlussrechnung und die Gläubiger haben die Chance, Einwendungen gegen das Schlussverzeichnis zu erheben. Sie endet damit, dass das Insolvenzverfahren aufgehoben wird – die Verwertung der Insolvenzmasse gilt also als beendet. Es ergeht ein entsprechender Aufhebungsbeschluss im Insolvenzverfahren.

Mit der Aufhebung vom Insolvenzverfahren beginnt die Wohlverhaltensphase. In dieser Zeit müssen Schuldner strenge Regeln befolgen. Wurde das Insolvenzverfahren aufgehoben, findet die Restschuldbefreiung nach drei, fünf oder sechs Jahren statt.
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Insolvenz aufgehoben nach Bestätigung des Insolvenzplans

Die Regelinsolvenz kommt für Unternehmen, Selbstständige & Co in Frage und folgt einem anderen Ablauf als die private Insolvenz. Bei dieser besonderen Form der Insolvenz kann unter anderem ein Insolvenzplan erstellt werden. Dabei handelt es sich um einen Sanierungsplan, mit welchem das Unternehmen wieder fit gemacht werden soll.

Das Insolvenzverfahren wird aufgehoben, wenn die Voraussetzungen gemäß § 258 der Insolvenzordnung (InsO) erfüllt sind. Dazu gehört es, dass die Bestätigung des Insolvenzplans rechtskräftig sein muss. Des Weiteren muss der Verwalter die fälligen Masseansprüche berichtigen.

Regelungen der InsO: Einstellung mangels Masse und Masseunzulänglichkeit

Auf die Aufhebung vom Insolvenzverfahren folgen Wohlverhaltensphase und Restschuldbefreiung.

Auf die Aufhebung vom Insolvenzverfahren folgen Wohlverhaltensphase und Restschuldbefreiung.

Wir haben bereits erklärt, wie das Insolvenzverfahren regulär endet: Die Insolvenzmasse wird verwertet und das Insolvenzverfahren gilt als aufgehoben, wenn die Schlussverteilung vollzogen wurde.

Es kann jedoch in gewissen Fällen auch dazu kommen, dass das Insolvenzverfahren irregulär und ohne Schlussverteilung endet. In diesem Fall ergeht ein Einstellungsbeschluss. Zum einen geschieht dies laut § 207 InsO, wenn eine Massearmut vorliegt. Das bedeutet, dass die Insolvenzmasse nicht ausreicht, um die Verfahrenskosten zu decken.

Des Weiteren wird das Insolvenzverfahren nicht regulär aufgehoben, wenn eine Masseunzulänglichkeit vorliegt. Laut § 208 Abs. 1 InsO gilt Folgendes bezüglich des Insolvenzverfahrens:

Sind die Kosten des Insolvenzverfahrens gedeckt, reicht die Insolvenzmasse jedoch nicht aus, um die fälligen sonstigen Masseverbindlichkeiten zu erfüllen, so hat der Insolvenzverwalter dem Insolvenzgericht anzuzeigen, daß Masseunzulänglichkeit vorliegt. Gleiches gilt, wenn die Masse voraussichtlich nicht ausreichen wird, um die bestehenden sonstigen Masseverbindlichkeiten im Zeitpunkt der Fälligkeit zu erfüllen.

Es kommt zur Fortführung des Insolvenzverfahrens, allerdings können die Insolvenzgläubiger nicht mehr befriedigt werden, da dafür kein Geld mehr zur Verfügung steht. Der Insolvenzverwalter ist vielmehr nur noch dafür zuständig, die Verfahrenskosten zu bezahlen und die Massegläubiger zu befriedigen. Zum Schluss wird das Verfahren eingestellt.

Bei der Privatinsolvenz gelten andere Regeln für Schuldner. Reicht die Insolvenzmasse nicht aus, um damit die Verfahrenskosten zu decken, haben Schuldner die Möglichkeit, eine Stundung der Kosten zu beantragen. Die private Insolvenz kann dann regulär weiterlaufen und nachdem das Insolvenzverfahren aufgehoben wurde, kommt es zur Wohlverhaltensphase und Restschuldbefreiung.
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