Privatinsolvenz für Rentner – Was müssen Senioren beachten?

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Das Wichtigste zur Privatinsolvenz bei Rentnern

  1. Jede Privatperson kann unabhängig von ihrer Einkommenssituation eine Privatinsolvenz anmelden. Als Rentner ist dies genauso möglich wie als Hausfrau oder Hartz-4-Empfänger.
  2. Ist die Rente pfändbar? Bei einer Privatinsolvenz ist zu beachten, dass auch die Altersrente als Einkommen gilt. Damit kann sie gepfändet werden.
  3. Allerdings gilt auch für Rentner die Pfändungsfreigrenze. Diese liegt bei 1.140 Euro (Stand Januar 2018). Liegt das Einkommen (netto) unter dieser Grenze, kann es nicht gepfändet werden.

Können Rentner die Privatinsolvenz beantragen?

Die Privatinsolvenz ist für Rentner, die Schulden angehäuft haben, eine Option.

Die Privatinsolvenz ist für Rentner, die Schulden angehäuft haben, eine Option.

Alle Privatpersonen, die über kurz oder lang nicht dazu in der Lage sind, ihre Schulden abzubezahlen, können eine Privatinsolvenz durchlaufen. Hierbei ist nicht von Bedeutung, ob sie ein Einkommen erzielen. Damit ist eine Privatinsolvenz auch für Rentner, die verschuldet sind, eine Option.

Immer mehr Rentner nehmen diese Möglichkeit wahr. Laut Angaben der Wirtschaftsauskunftei Bürgel haben im Jahr 2016 rund 0,9 Prozent mehr Menschen im Alter über 61 Jahren eine private Insolvenz angemeldet. Bereits zum fünften Mal in Folge hat es damit einen Anstieg in dieser Altersklasse gegeben, während die Zahl der Privatinsolvenzen an sich seit sechs Jahren stetig abnimmt.

Doch woran kann es liegen, dass so viele ältere Menschen Schulden anhäufen und eine Privatinsolvenz für Rentner häufig den letzten Ausweg darstellt? Im höheren Alter kommt es häufig zu gesundheitlichen Problemen. Die Kosten für nötige Medikamente oder Krankenhausaufenthalte können teilweise so hoch sein, dass diese allein aus der Rente nicht mehr finanziert werden können. Diese und weitere Gründe führen dazu, dass immer mehr Rentner in die Schuldenfalle tappen.

Arbeitslose, welche die Privatinsolvenz durchlaufen, sind während der Wohlverhaltensphase dazu verpflichtet, sich ernsthaft darum zu bemühen, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Rentner müssen dieser Pflicht jedoch nicht nachkommen. Ausnahmen bestehen allerdings beim Vorruhestand.
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Wie hoch ist der Selbstbehalt bei einer Privatinsolvenz für Rentner?

Die Rente ist pfändbar bei der Privatinsolvenz, wenn sie über der Freigrenze liegt.

Die Rente ist pfändbar bei der Privatinsolvenz, wenn sie über der Freigrenze liegt.

Grundsätzlich müssen Schuldner einen Teil von ihrem Einkommen während des Verfahrens an den Insolvenzverwalter abtreten. Dieser verteilt das Geld dann gerecht an die Gläubiger. Wie verhält es sich aber nun bei einer Privatinsolvenz für Rentner, die kein Einkommen mehr aus einer Erwerbstätigkeit erzielen?

In diesem Zusammenhang lässt sich zunächst feststellen, dass die Rente als Einkommen gewertet wird – sie ist somit pfändbar. Ein Schuldner muss während der Privatinsolvenz jedoch nicht sein vollständiges Einkommen bzw. seine komplette Rente abgeben. Damit er weiterhin seinen Lebensunterhalt und weitere Kosten bestreiten kann, darf er einen Teil davon behalten.

Die entsprechende Freigrenze liegt während der Privatinsolvenz für Rentner bei 1.140 Euro netto (Stand Januar 2018). Liegt die Rente darüber, wird das zusätzliche Einkommen gepfändet. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Grenze erhöht wird, wenn Unterhaltspflichten bestehen. Die genauen Zahlen können einer aktuellen Pfändungstabelle entnommen werden.

Wie verhält es sich mit der Altersvorsorge, wenn jüngere Schuldner vor der Insolvenz stehen? Während der Privatinsolvenz ist eine Rentenversicherung vor der Pfändung geschützt, wenn diese erst zu Beginn des gesetzlichen Rentenalters an die jeweilige Person ausgezahlt wird. Des Weiteren darf kein Recht auf eine Kapitalauszahlung bestehen. Das führt dazu, dass etwa die Riester-Rente bei der Privatinsolvenz geschützt ist.
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