Jugendliche haben wenig Finanzwissen – BdB-Jugendstudie 2018

News vom 26. Juli 2018, von schuldnerberatung.de

Laut der Jugendstudie 2018 des Bankenverbands haben Jugendliche zu wenig Finanzwissen.

Laut der Jugendstudie 2018 des Bankenverbands haben Jugendliche zu wenig Finanzwissen.

Was ist eine Rendite? Was passiert an der Börse? Wie hoch ist zur Zeit die Inflationsrate? Junge Menschen wissen das oft nicht. Jugendliche brauchen mehr Finanzwissen, um dieses später aktiv sowohl privat als auch beruflich anwenden zu können. Das fand der Bundesverband deutscher Banken (BdB) in seiner aktuellen Jugendstudie 2018 heraus. Danach bemängeln 71 Prozent der jungen Deutschen, dass sie in der Schule „nicht viel“ bis „so gut wie gar nichts“ über wirtschaftliche und finanzielle Themen lernen. Dabei wünschen sie sich mehr Informationen.

Zwei Drittel der Befragten fordern: Wirtschaft soll ein Schulfach werden

Andreas Krautscheid, der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands erläutert hierzu:

„Die Jugendlichen stellen der Wirtschaftsbildung an deutschen Schulen ein schlechtes Zeugnis aus. Sie wünschen sich eindeutig mehr Informationen über Wirtschaft. Das ist ein klarer Appell an die Politik.“

An Interesse mangelt es den Befragten nicht. Jugendliche wollen Finanzwissen in der Schule vermittelt bekommen. 80 Prozent der 650 befragten 14- bis 24-jährigen wollen sich dort mehr mit wirtschaftlichen Zusammenhängen auseinandersetzen. Zwei Drittel fordern gar, dass Wirtschaft als Schulfach eingeführt wird. Zwar gebe es laut Krautscheid diesbezüglich schon Fortschritte in einzelnen Bundesländern. Ein eigenständiges, flächendeckendes Schulfach existiere aber noch nicht.

Überschuldung bei den Befragten kein Problem

Obwohl laut dieser Studie Jugendliche nicht genug Finanzwissen haben, kommen sie doch gut mit ihrem Geld aus. 42 Prozent der befragten Studienteilnehmer hätten am Ende des Monats noch Geld übrig. Knapp die Hälfte aller Befragten (48 Prozent) spart sogar regelmäßig:

  • Bei den 14- bis 17-jährigen sind das im Schnitt 83 Prozent.
  • Die 18- bis 24-jährigen legen über 200 Euro monatlich zur Seite.
Überschuldung ist bei den jungen Menschen kaum ein Problem. Lediglich 8 Prozent der Befragten gaben an, Schulden zu haben. Diese Verschuldung Jugendlicher sei jedoch meist gering. Sie hätten sich bei ihren Verwandten, Eltern oder Freunden Geld geliehen.


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