Schulden-Soforthilfe von Bund und Ländern im Rahmen der Corona-Krise

Von schuldnerberatung.de, letzte Aktualisierung am: 16. Februar 2021

Das Wichtigste zur Schulden-Soforthilfe während der COVID-19-Pandemie

Welche wirtschaftlichen Folgen hat die Corona-Pandemie für die deutsche Wirtschaft?

Die aufgrund der Corona-Pandemie geltenden Beschränkungen haben weite Teile des Wirtschaftslebens lahmgelegt. Zahlreiche Geschäfte, Unternehmen, Restaurants etc. mussten schließen, sodass deren Einnahmen wegbrechen. Infolgedessen fürchten sehr viele Beschäftigte, Selbstständige und Freiberufler um ihren Job und ihre Existenz. Verbraucher geben weniger Geld aus, was sich ebenfalls negativ auf die Konjunktur auswirkt.

Was tut der Bund, um diese wirtschaftlichen Folgen abzuschwächen?

Der Bund hat eine gigantische Neuverschuldung beschlossen, um daraus eine Schulden-Soforthilfe für kleinere Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler zu finanzieren. Mit diesem Geld sollen die Betroffenen infolge der Coronakrise entstehende oder drohende Schulden abbauen bzw. vermeiden. Näheres können Sie hier nachlesen. Zur Rettung großer Unternehmen dient ein milliardenschwerer „Wirtschaftsstabilisierungsfonds“ mit Krediten und Bürgschaften.

Bieten auch die Bundesländer Finanzhilfen an?

Ja. Das Hilfsprogramm des Bundes soll lediglich die Schulden-Soforthilfe der Bundesländer ergänzen. Welche Maßnahmen die einzelnen Bundesländer vorsehen, können Sie im unteren Abschnitt nachlesen, indem Sie dort auf das jeweilige Bundesland klicken.

Soforthilfe vom Bund zur wirtschaftlichen Corona-Krise

Bund und Länder stellen aufgrund der Corona-Krise eine Schulden-Soforthilfe zur Verfügung, um Unternehmen vor dem Aus zu bewahren.
Bund und Länder stellen aufgrund der Corona-Krise eine Schulden-Soforthilfe zur Verfügung, um Unternehmen vor dem Aus zu bewahren.

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und zu verlangsamen, greifen Bund und Länder zu drastischen Maßnahmen, die das öffentliche und wirtschaftliche Leben sehr stark einschränken. Arbeitnehmer, Freiberufler, Selbstständige und Unternehmen treffen diese Vorkehrungen sehr hart. Viele bangen um ihren Job, einige stehen bereits mit einem Bein in der Insolvenz.

Nun will der Bund selbst Schulden machen und Soforthilfe für Betroffene bereitstellen, um deren wirtschaftliche Existenz zu retten. Zu diesem Zweck setzt er die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse aus. Denn geplant sind eine Neuverschuldung in Höhe von 156 Milliarden Euro und Garantien in Höhe von 600 Milliarden Euro.

Zuschüsse für kleine Unternehmen und Selbstständige

Der Bund stellt 50 Milliarden Euro für kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige zur Verfügung. Diese Schulden-Soforthilfe dient insbesondere dazu, laufende Kosten wie Miete und Pacht sowie Betriebskosten und dergleichen zu bestreiten. Dieses Programm wird von den Bundesländern ausgeführt und kann auch mit deren Hilfsmaßnahmen kombiniert werden.

Voraussetzung für eine derartige Schulden-Soforthilfe sind finanzielle Schwierigkeiten des Antragstellers aufgrund der Corona-Pandemie. Das können Liquiditätsprobleme oder eine Existenzbedrohung sein. Wichtig ist, dass das jeweilige Unternehmen vor März 2020 noch „wirtschaftlich gesund“ war und die finanziellen Schäden erst nach dem 11.03.2020 eingetreten sind.

Die Anträge zur Corona-Soforthilfe des Bundes werden von den Bundesländern bearbeitet. Diese werden noch bekanntgeben, welche Behörde jeweils hierfür zuständig ist.

Corona-Soforthilfe vom Bund: Der Antrag ist beim jeweiligen Bundesland zu stellen.
Corona-Soforthilfe vom Bund: Der Antrag ist beim jeweiligen Bundesland zu stellen.
  • Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) erhalten aufgrund der Corona-Krise 9.000 Euro Soforthilfe. Diese Einmalzahlung muss nicht zurückgezahlt werden.
  • Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) bekommen eine einmalige Schulden-Soforthilfe von 15.000 Euro, die ebenfalls nicht zurückerstattet werden muss.
  • Zusätzlich erhalten Selbstständige einen leichteren Zugang zur Grundsicherung, sodass sie trotz ihres Verdienstausfalls die Wohnung bezahlen und den Lebensunterhalt bestreiten können. Hierfür ist weder eine Offenlegung der Vermögensverhältnisse erforderlich noch müssen die Betroffenen ihr Privatvermögen antasten. Diese Ausnahmen gelten für sechs Monate.
  • Weiterhin stellt der Bund über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Hilfskredite zur Verfügung.

Weitere Schutzmaßnahmen des Bundes

Neben der soeben erwähnten Schulden-Soforthilfe für kleine Unternehmen und Selbstständige sieht der Schutzschirm des Bundes für die Wirtschaft folgende Maßnahmen vor:

  • Liquiditätshilfen für Unternehmen in unbegrenzter Höhe
  • Wirtschaftsstabilisierungsfonds mit Staatsgarantien in Höhe von 600 Milliarden Euro für große Unternehmen und Start-ups
  • Kurzarbeitergeld zur Vermeidung von Massenarbeitslosigkeit

Hilfsprogramme der Bundesländer

Nicht nur der Bund unterstützt gefährdete Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler finanziell. Auch die Bundesländer bieten finanzielle Schulden-Soforthilfe aufgrund der Corona-Pandemie.

Corona-Soforthilfe in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg unterstützt Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler mit einer Schulden-Soforthilfe, die nicht zurückgezahlt werden muss.
Baden-Württemberg unterstützt Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler mit einer Schulden-Soforthilfe, die nicht zurückgezahlt werden muss.

Baden-Württemberg bietet für folgende Wirtschaftsbeteiligte Schulden-Soforthilfe aufgrund der Corona-Pandemie:

  • gewerbliche und soziale Unternehmen
  • Solo-Selbstständige
  • Freiberufler sowie Künstler

Diese Gruppen sind antragsberechtigt, wenn sie bis zu 50 Beschäftigte haben und ihr Hauptsitz in Baden-Württemberg liegt.

Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen, die weniger als fünf Beschäftigte angestellt haben, können diese Schulden-Soforthilfe nur beantragen, wenn sie …

  • mit ihrer Selbstständigkeit ihr Haupteinkommen bestreiten oder
  • damit wenigstens ein Drittel des Nettoeinkommens eines Haushalts finanzieren

Achtung! Wer bereits vor dem 11. März mit Liquiditätsengpässen zu kämpfen hatte, kann keine Corona-Soforthilfe beanspruchen.

Das Antragsformular für die Soforthilfe Corona Baden-Württemberg können Sie direkt auf der Website dieses Bundeslandes herunterladen. Dort finden Sie auch eine genaue Anleitung zum Antragsverfahren.

Die Höhe der Schulden-Soforthilfe ist wie folgt gestaffelt:

  • Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten: 9.000 Euro für 3 Monate
  • Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten: 15.000 Euro für 3 Monate
  • Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten: 30.000 Euro für 3 Monate

Die Corona-Soforthilfe muss nicht zurückgezahlt werden.

Des Weiteren ist ein sogenannter „branchenoffener Härtefallfonds“ für Selbstständige sowie Klein- und Kleinstunternehmen mit höchstens 50 Angestellten vorgesehen. Mit diesen Zahlungen von bis zu 15.000 Euro sollen die Antragsberechtigten ihren kurzfristigen Finanzbedarf für Miete, Strom, Gehälter etc. decken.

Soforthilfe für Selbstständige und Freiberufler in Bayern

In Bayern setzt der Antrag auf Soforthilfe voraus, dass der Betroffene zuvor sein Privatvermögen eingesetzt hat, um Verbindlichkeiten zu bezahlen.
In Bayern setzt der Antrag auf Soforthilfe voraus, dass der Betroffene zuvor sein Privatvermögen eingesetzt hat, um Verbindlichkeiten zu bezahlen.

Im Freistaat Bayern können Selbstständige und Freiberufler einen Antrag auf Schulden-Soforthilfe stellen:

  • gewerbliche Unternehmen und Freiberufler mit bis zu 250 Beschäftigten
  • mit einer Betriebs- oder Arbeitsstätte in Bayern
  • die aufgrund von Schulden und Liquiditätsengpässen Soforthilfe benötigen

Bedingung für die finanzielle Unterstützung ist, dass der Antragsteller laufende Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen kann und sich aufgrund dessen in einem akuten Liquiditätsengpass befindet. Außerdem muss vor der Beantragung eigenes vorhandenes Privatvermögen eingesetzt werden.

Das Antragsformular für die Soforthilfe zur Corona-Krise finden Sie auf der Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Energie und Landesentwicklung.

Die finanziellen Leistungen müssen nicht zurückgezahlt werden. Die Höhe der Schulden-Soforthilfe liegt bei:

  • 5.000 Euro für bis zu 5 Erwerbstätige
  • 7.500 Euro für bis zu 10 Erwerbstätige
  • 15.000 Euro für bis zu 50 Erwerbstätige
  • 30.000 Euro für bis zu 250 Erwerbstätige

Berlin: Schulden-Soforthilfe I und II

Berlin unterstützt Unternehmer, Selbstständige und Freiberufler mit den Programmen Schulden-Soforthilfe I und II.
Berlin unterstützt Unternehmer, Selbstständige und Freiberufler mit den Programmen Schulden-Soforthilfe I und II.

Berlin bietet Corona-Soforthilfen für kleine bis mittlere Unternehmen und Selbstständige mit Betriebsstätte in Berlin (Soforthilfe I). Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern erhalten einen zinslosen Überbrückungskredit von bis zu 500.000 Euro für höchstens zwei Jahre. In Ausnahmefällen gewährt das Land auch einen Kredit von maximal 2,5 Millionen bei einem Zinssatz von 4,0 % p. a.

Der Antrag auf die Schulden-Soforthilfe I ist bei der Investitionsbank Berlin zu stellen.

Darüber hinaus ist auch ein Antrag auf Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige vorgesehen (Soforthilfe II). Antragsberechtigt sind hier:

  • Freiberufler
  • Kleinst- und Kleinunternehmer mit höchstens 10 Beschäftigten sowie
  • Solo-Selbstständige

Achtung! Das Programm “Soforthilfe II” wurde ausgesetzt. Die Hilfen des Landes Berlin werden höchstwahrscheinlich wegfallen, sodass Betroffene nur noch die Hilfeleistungen des Bundes beantragen können.

Brandenburgs Soforthilfeprogramm

Gewerbliche Unternehmen und Freiberufler mit bis zu 100 Erwerbstätigen, die eine Arbeits- bzw. Betriebsstätte in Brandenburg haben, können aufgrund der wirtschaftlichen Corona-Krise einen Antrag auf Soforthilfe stellen.

In Brandenburg können Unternehmer, Selbstständige und Freiberufler bei der ILB eine Soforthilfe aufgrund der Corona-Krise beantragen.
In Brandenburg können Unternehmer, Selbstständige und Freiberufler bei der ILB eine Soforthilfe aufgrund der Corona-Krise beantragen.

Vorgesehen sind folgende Zahlungen:

  • 9.000 Euro für bis zu 5 Erwerbstätige
  • 15.000 Euro für bis zu 15 Erwerbstätige
  • 30.000 Euro für bis zu 50 Erwerbstätige
  • 60.000 Euro für bis zu 100 Erwerbstätige

Die Schulden-Soforthilfe muss nicht zurückgezahlt werden. Der Antrag ist bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) zu stellen.

Corona-Soforthilfeprogramm der Freien Hansestadt Bremen

Bremen bietet aufgrund der Corona-Krise Hilfe für Solo-Selbstständige und Freiberufler sowie Kleinstunternehmen, die weniger als 10 Mitarbeiter beschäftigen und deren Jahresumsatz unter 2 Millionen Euro liegt. Antragsberechtigte sind Unternehmer aus Bremen und Bremerhaven.

Je nach Höhe des Liquiditätsengpasses bzw. der bestehenden Schulden wird eine Soforthilfe in Höhe von bis zu 5.000 Euro gewährt. Wer entsprechende Nachweise erbringt, erhält unter Umständen maximal 20.000 Euro. Dies ist aber nur in begründeten Einzelfällen möglich.

Der Antrag ist bei der Bremer Aufbau-Bank GmbH einzureichen. Die Soforthilfe muss nicht zurückerstattet werden. Allerdings ist eine anteilige Rückzahlung vorgesehen, wenn der Antragsteller anderweitige Förderungen, z. B. vom Bund oder Versicherungs- oder Entschädigungsleistungen erhalten hat.

Hamburger Corona Soforthilfe (HSC)

In Hamburg ist die Schulden-Soforthilfe gestaffelt - ähnlich wie in anderen Bundesländern.
In Hamburg ist die Schulden-Soforthilfe gestaffelt – ähnlich wie in anderen Bundesländern.

Antragsberechtigt sind „kleine und mittlere Betriebe und Freiberufler […], die als Adressaten der städtischen Corona-Allgemeinverfügungen unmittelbar in eine existenzbedrohende Schieflage oder existenzgefährdende Liquiditätsengpässe geraten sind.“

Die gestaffelte Schulden-Soforthilfe beträgt:

  • Solo-Selbstständige: 2.500 Euro von Hamburg (und 9.000 Euro vom Bund)
  • 1 – 5 Beschäftigte: 5.000 Euro (und 9.000 Euro vom Bund)
  • 5 – 10 Beschäftigte: 5.000 Euro (und 15.000 Euro vom Bund)
  • 10 – 50 Beschäftigte: 25.000 Euro vom Land Hamburg
  • 50 – 250 Beschäftigte: 30.000 Euro vom Land Hamburg

Bei dieser Schulden-Soforthilfe handelt es sich um echte Zuschüsse. Die Betroffenen müssen sie demnach nicht zurückerstatten.

Das Antrags- und Bewilligungsverfahren funktioniert digital, indem Sie sich online registrieren und anschließend den Antrag ausfüllen und versenden. Nähere Informationen können Sie auf der Webseite der Hansestadt Hamburg nachlesen.

Corona-Soforthilfe in Hessen

Die hessische Schulden-Soforthilfe baut auf dem Hilfspaket des Bundes auf und stockt dieses auf. Seit dem 30.03.2020 sind Anträge nur noch online beim Regierungspräsidium Kassel zu stellen.

Hessen zahlt Zuschüsse in Höhe von:

  • 10.000 Euro (0 – 5 Arbeitnehmer)
  • 20.000 Euro (6 – 10 Arbeitnehmer)
  • 30.000 Euro (11 – 50 Arbeitnehmer)

Antragsberechtigte müssen diese Zuschüsse nicht zurückzahlen.

Liquiditätshilfen für Freiberufler und KMU in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern gewährt Unternehmen und Freiberuflern eine Schulden-Soforthilfe, die aufgrund der Corona-Krise in einen Liquiditätsengpass geraten sind.
Mecklenburg-Vorpommern gewährt Unternehmen und Freiberuflern eine Schulden-Soforthilfe, die aufgrund der Corona-Krise in einen Liquiditätsengpass geraten sind.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt eine Schulden-Soforthilfe für Kleinstbetriebe und Freiberufler in folgender Form:

  • zinsfreie Darlehen bis zu 20.000 Euro für eine Laufzeit von höchstens 5 Jahren
  • Darlehen von bis zu 200.000 Euro, die im 1. Jahr zinsfrei sind und danach mit 3,69 % p. a. verzinst werden
  • Sollte die Existenz des Unternehmens gefährdet sein, ist eine Restschuldbefreiung nach 36 Monaten möglich.

Der Antrag auf Schulden-Soforthilfe zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen kann auf der Website des Landes-Förderinstituts (LFI) Mecklenburg-Vorpommern heruntergeladen werden.

Zuschüsse und Schulden-Soforthilfe in Niedersachsen

Das Land Niedersachsen bezuschusst Solo-Selbstständige und Freiberufler (einschließlich Künstler und Kulturschaffende) sowie Unternehmen. Junge Start-ups, die noch keine 5 Jahre existieren, können ebenfalls eine Schulden-Soforthilfe zur Corona-Krise beantragen. Die Beantragung erfolgt über die NBank.

Die Zuschüsse sind wie folgt gestaffelt:

  • 3.000 Euro (bis zu 5 Beschäftigte)
  • 5.000 Euro (bis zu 10 Beschäftigte)
  • 10.000 Euro (bis zu 30 Beschäftigte)
  • 20.000 Euro (bis zu 49 Beschäftigte)

Wenn die Antragsteller einen Mehrbedarf an der Schulden-Soforthilfe begründen können, dürfen sie ergänzend eine weitere Hilfszahlung vom Bund beantragen. Es darf dadurch aber nicht zur Überförderung kommen.

Sofortige Hilfen für Kleinunternehmen und freischaffende Künstler in Nordrhein-Westfalen

Auch Künstler können in Nordrhein-Westfalen Schulden-Soforthilfe beanspruchen, wenn sie aufgrund von Corona in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind.
Auch Künstler können in Nordrhein-Westfalen Schulden-Soforthilfe beanspruchen, wenn sie aufgrund von Corona in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind.

Das Hilfsprogramm von NRW baut auf dem des Bundes auf und stockt dessen Leistungen auf. Vom Landesprogramm profitieren …

  • kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen mit 10 – 50 Beschäftigten
  • Solo-Selbstständige
  • Freiberufler

Die Schulden-Soforthilfe, die nicht zurückgezahlt werden muss, beträgt:

  • 9.000 Euro für bis zu 5 Beschäftigte (Leistung des Bundes)
  • 15.000 Euro für bis zu 10 Beschäftigte (Leistung des Bundes)
  • 25.000 Euro für bis zu 50 Beschäftigte (Leistung des Landes)

Künstler, die aufgrund der Corona-Krise Aufträge verloren haben und mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen haben, erhalten ebenfalls finanzielle Unterstützung vom Land. Hierfür ist eine Einmalzahlung von 2.000 Euro zur Existenzsicherung vorgesehen, die nicht zurückerstattet werden muss.

Das Antragsformular zur Künstler-Soforthilfe wegen Corona für NRW erhalten Sie bei der jeweiligen Bezirksregierung. Der Antrag ist dort abzugeben.

Schulden-Soforthilfe in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz erweitert die Schulden-Soforthilfe des Bundes um ein Darlehen, das zurückgezahlt werden muss.
Rheinland-Pfalz erweitert die Schulden-Soforthilfe des Bundes um ein Darlehen, das zurückgezahlt werden muss.

In Rheinland-Pfalz ist eine Erweiterung des Bundes-Hilfspakets durch ein Sofort-Darlehen vorgesehen. Dieses muss jedoch zurückgezahlt werden, während der Zuschuss des Bundes nicht zurückzuerstatten ist:

  • bis zu 5 Mitarbeiter: 9.000 Euro Bundes-Hilfe und bei Bedarf 10.000 Euro Sofort-Darlehen
  • bis zu 10 Mitarbeiter: 15.000 Euro Zuschuss vom Bund und bei Bedarf 10.000 Euro Sofort-Darlehen
  • bis zu 30 Mitarbeiter: 30.000 Euro Sofort-Darlehen vom Land NRW plus Zuschuss des Landes in Höhe von 30 % der Darlehenssumme

Eine Beantragung erfolgt bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz.

Saarland: Schulden-Soforthilfe für Kleinunternehmer, Kulturschaffende und Künstler

Das Saarland zahlt Zuschüsse an kleine und mittlere Unternehmen, …

  • die höchstens 10 sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter beschäftigten,
  • höchstens einen Umsatz von 700.000 Euro erzielen oder
  • eine Bilanzsumme von 350.000 Euro jährlich aufweisen.

Darüber hinaus können Kulturschaffende und freiberufliche Künstler eine Hilfszahlung in Höhe von 3.000 – 10.000 Euro beanspruchen.

Der Zuschuss muss voraussichtlich nicht zurückerstattet werden. Den Antrag auf Corona-Soforthilfe können Sie hier herunterladen.

Darlehen im Freistaat Sachsen

Sachsen verweist auf die Schulden-Soforthilfe des Bundes. Sächsische Unternehmer können bei der Sächsischen Aufbaubank zinslose Darlehen in Höhe von 5.000 bis 50.000 Euro beantragen.

Hilfsprogramm in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt wird die Schulden-Soforthilfe von der dortigen Investitionsbank ausgegeben.
In Sachsen-Anhalt wird die Schulden-Soforthilfe von der dortigen Investitionsbank ausgegeben.

Das Bundesland Sachsen-Anhalt stellt 150 Millionen Euro Schulden-Soforthilfe für Kleinstunternehmer und Solo-Selbstständige zur Verfügung, um Insolvenzen zu vermeiden. Dieses in Anlehnung an die Hilfen des Bundes erlassene Programm sieht folgende gestaffelte Zahlungen vor:

  • 9.000 Euro (bis zu 5 Mitarbeiter)
  • 15.000 Euro (6 – 10 Mitarbeiter)
  • 20.000 Euro (11 – 25 Mitarbeiter)
  • 25.000 Euro (26 – 50 Mitarbeiter)

Die Soforthilfen werden von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt ausgereicht. Auf deren Webseite finden sich neben dem Antrag auch weitere Informationen zu den Zuschüssen.

Des Weiteren ist eine Corona-Soforthilfe für Künstler vorgesehen, die im Bereich Musik, der darstellenden oder bildenden Kunst freischaffend oder lehrend tätig sind. Auch Schriftsteller sind antragsberechtigt.

Voraussetzung für eine Schulden-Soforthilfe ist außerdem, dass …

  • es sich um eine erwerbsmäßige, nicht nur vorübergehende Tätigkeit handelt und
  • der Wohnsitz in Sachsen-Anhalt liegt.

Künstler und Schriftsteller erhalten auf Antrag für zunächst zwei Monate einen Zuschuss von 400 Euro, der nicht zurückgezahlt werden muss.

Soforthilfen für existenzbedrohte Unternehmen in Schleswig-Holstein

Unter den folgenden Bedingungen können Unternehmer eine Schulden-Soforthilfe in Schleswig-Holstein beantragen:

  • Es handelt sich um Kleinstunternehmer, Solo-Selbstständige oder kleine Gewerbetreibende
  • in einer existenzbedrohlichen finanziellen Situation,
  • die keinen Anspruch auf die Bundeshilfe in Höhe der Soforthilfe haben.
Die IB SH zahlt eine Corona-Soforthilfe an kleinere Betriebe und Selbstständige, die sich in einer existenzbedrohlichen finanziellen Situation befinden.
Die IB SH zahlt eine Corona-Soforthilfe an kleinere Betriebe und Selbstständige, die sich in einer existenzbedrohlichen finanziellen Situation befinden.

Die nicht zurückzuzahlenden Zuschüsse sind wie folgt gestaffelt:

  • Solo-Selbstständige: 2.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten: 5.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten: 10.000 Euro

Das Antragsformular können Sie auf der Webseite der Investitionsbank Schleswig-Holstein herunterladen. Dort finden Sie auch ein Erklärvideo zum Ausfüllen und weitere Informationen zum Schulden-Soforthilfe Programm.

Corona-Soforthilfe vom Freistaat Thüringen

Der Freistaat Thüringen hält Zuschüsse bereit für folgende Antragsberechtigte, die ihre Betriebsstätte in Thüringen und bis zu 50 Beschäftigte haben:

  • gewerbliche Unternehmen einschließlich Einzelunternehmer
  • Unternehmen im Gesundheitswesen, die keine Gewerbeanmeldung vorzuweisen haben (Branche 86.9)
  • Kreativwirtschaft und wirtschaftsnahe Freiberufler

Die thüringische Schulden-Soforthilfe beträgt:

  • 5.000 Euro (1 – 5 Beschäftigte)
  • 10.000 Euro (6 – 10 Beschäftigte)
  • 20.000 Euro (11 – 25 Beschäftigte)
  • 30.000 Euro (26 – 50 Beschäftigte)

Die Zuschüsse für Kleinstunternehmen können mithilfe des Bundes-Programms wie folgt aufgestockt werden:

  • auf maximal 9.000 Euro bei höchstens 5 Mitarbeitern
  • auf maximal 15.000 Euro bei höchstens 10 Mitarbeitern

Weitere Informationen und der Antrag zum thüringischen Hilfsprogramm sind auf der Website der Thüringer Aufbaubank abrufbar.

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Quellen und weiterführende Links

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