Die Umschuldung als Möglichkeit der Schuldensanierung

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Das Wichtigste zur Umschuldung

  1. Als Umschuldung wird üblicherweise die Tilgung eines alten Kredits mittels eines neuen Kredits mit niedrigeren Zinsen bezeichnet.
  2. Dazu sollten Kreditnehmer entsprechende Angebote vergleichen. Die Kündigung des alten Ratenkredits ist jederzeit möglich.
  3. Bei vorzeitiger Kreditkündigung wird lediglich eine geringe Gebühr fällig.
  4. Die neue Kreditsumme sollte die Restschuld in der Regel nicht übersteigen.
  5. Eine Umschuldung trotz Schufa-Eintrag ist schwierig, aber möglich.
  6. Alternativen zur Umschuldung sind häufig nur die Abbezahlung des alten Kredits oder bei Überschuldung die außergerichtliche Einigung mit den Gläubigern bzw. ein Insolvenzverfahren.

Spezifische Ratgeber zur Umschuldung

Umschuldung trotz Lohnpfändung Schuldnerberatung bei Umschuldung

Was ist die Umschuldung von Schulden? – Definition

Eine Umschuldung kann das Einnahmen-Ausgaben-Verhältnis verbessern.
Eine Umschuldung kann das Einnahmen-Ausgaben-Verhältnis verbessern.

Viele Menschen haben Schulden. Der Hausbau, das neue Auto, eine große Fernreise – nicht alle Aufwendungen des Lebens lassen sich aus Erspartem oder den laufenden Einnahmen ad hoc bezahlen. Sofern die Rückzahlraten angemessen berechnet sind und ein regelmäßiges Einkommen die Tilgung sichert, müssen Schulden zu keinem Problem werden.

Trotzdem kann sich eine Umschuldung lohnen. Das Prinzip ist einfach: Ein neuer, günstigerer Kredit wird aufgenommen, um mit diesem den alten, teureren Kredit zu begleichen. Insbesondere in Zeiten von Niedrigzinsen kann die Umschuldung dafür sorgen, dass die monatliche Belastung sinkt, die Schulden schneller abbezahlt sind und Zinskosten eingespart werden können.

Geeignet ist dieses Verfahren vor allem bei Ratenkrediten, beispielsweise wenn Sie

  • Ihre Baufinanzierung umschulden möchten.
  • Ihren Autokredit umschulden möchten.
  • Ihr Darlehen umschulden möchten.
  • Ihren Immobilienkredit umschulden möchten.
  • Ihre Dispo-Schulden umschulden möchten.
Grundsätzlich lohnt sich ein Umschuldungskredit – beispielsweise zur Umschuldung von Haus, Baufinanzierung oder Autokauf – nur, wenn der neue Kredit niedrigere Zinsen aufweist als der alte. Normalerweise erfolgt die Umschuldung hin zu einer anderen Bank, kann aber bei einem guten Angebot auch bei derselben Bank in Anspruch genommen werden.
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Wann lohnt sich die Umschuldung alter Kredite?

Wer alte Kreditschulden umschulden will, sollte sich zuerst fragen, ob der neue Kredit, mit dem alte Schulden beglichen werden sollen, tatsächlich eine Ersparnis einbringt. Eine pauschale Antwort ist nicht möglich, denn diese hängt maßgeblich von der Art des alten Kredits, der Restlaufzeit, den Zinsen und den Bedingungen des neuen Kredits ab. Prinzipiell sollten aber einige Aspekte beachtet werden:

Wer einen Kredit zum Umschulden aufnehmen will, sollte ein wenig herumrechnen, ob sich das lohnt.
Wer einen Kredit zum Umschulden aufnehmen will, sollte ein wenig herumrechnen, ob sich das lohnt.
  • Restlaufzeit von weniger als einem Jahr: Bei kurzen Restlaufzeiten ist es oft schwierig, einen geeigneten Umschuldungskredit für Haus, Auto o. ä. zu finden. Zudem haben Ratenkredite meist eine Laufzeit von mehr als zwölf Monaten. Ob sich die Umschuldung lohnt, hängt von der Kredithöhe und dem Zins ab.
  • Restschulden kleiner als 1.000 Euro: In diesem Fall lohnt sich die Umschuldung vermutlich weniger, denn die Ersparnis bewegt sich dann meist im Rahmen von zweistelligen Beträgen.

Bei einem alten Kredit, dessen Restsumme über 1.000 Euro liegt und der noch mindestens ein Jahr Laufzeit aufweist, lohnt sich die Umschuldung vom Darlehen jedoch meist und sollte geprüft werden. Doch wie gehen Schuldner am besten vor?

Übrigens: Zwar versprechen Banken immer wieder den Service, insbesondere bei Disposchulden auf ihre Kunden zuzugehen und einen günstigeren Rahmenkredit anzubieten – in der Realität geschieht dies jedoch vermutlich nur selten, denn schließlich verdient die Bank bei einem höheren Zins mehr als bei einem niedrigeren. Kreditschuldner stehen also meist selbst in der Verantwortung, ihre Kredite auf Umschuldung zu überprüfen!

Bestehende Schulden umschulden: Aber wie funktioniert das?

Die Umschuldung ist in der Regel nicht besonders kompliziert, vereinfacht sich jedoch noch einmal, wenn die Bank des neuen Kredits Hilfestellung leistet. Das Recht, einen Ratenkredit vorzeitig zu kündigen und zurückzuzahlen, besteht in der Regel unabhängig der konkreten Konditionen.

Lediglich eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung darf die Bank berechnen. Diese ist gesetzlich auf ein Prozent der noch ausstehenden Kreditsumme begrenzt. Bei Restschulden von bspw. 10.000 Euro ergibt sich so also eine maximale Vorfälligkeitsentschädigung von 100 Euro.

Die Begrenzung der Vorfälligkeitsentschädigung und die vorzeitige Kündigung ist aktuell vor allem bei Ratenkrediten gesetzlich festgelegt. Bei anderen Kreditformen, etwa bei Hypothekendarlehen, kann sich die Bank den Gewinnverlust bei vorzeitiger Kündigung unter Umständen vollständig per Vorfälligkeitsentschädigung zurückholen. Prüfen Sie daher vor der Umschuldung, um welche Art Kredit es sich handelt, welche Kündigungsfristen bestehen und inwiefern eine Entschädigung anfallen würde!

Den Kredit für die Schuldentilgung auswählen: Vorgehensweise

Auch wer einen teuren Baukredit umschulden will, sollte Angebote vergleichen.
Auch wer einen teuren Baukredit umschulden will, sollte Angebote vergleichen.

Am Anfang der Umschuldung steht die Ermittlung der Restschulden eines Ratenkredits. Dabei muss es sich nicht unbedingt um die noch ausstehende Summe eines einzelnen Kredits handeln – es kann sogar vorteilhaft sein, mehrere laufende Kredite zusammenzufassen und so einen besseren Überblick über die Restschulden zu erlangen.

Steht beispielsweise bei Bank A noch eine Restschuld von 5.000 Euro und bei Bank B eine Restschuld von 10.000 Euro aus, so bietet es sich an, die Umschuldung beider Ratenkredite vorzunehmen und den neuen Kredit anhand der Restschuld von 15.000 Euro zu berechnen.

Vergessen Sie jedoch nicht, die Vorfälligkeitsentschädigungen aller Banken zu ermitteln und zur Restschuld hinzuzurechnen. Alternativ können die Vorfälligkeitsentschädigungen aber auch aus Erspartem oder den laufenden Einnahmen beglichen werden.

Vergleich macht klug: Nutzen Sie entsprechende Portale!

Nicht jeder Kreditanbieter hat dieselben Konditionen für Ratenkredite. Der für die Umschuldung benötigte Kredit will daher gut ausgewählt werden. Dafür bietet es sich an, entsprechende Online-Vergleichsportale zu nutzen, um einen Überblick zu erlangen.

Dafür ist es normalerweise nötig, entsprechende Angaben zum alten Kredit und Ihrer finanziellen Situation zu machen, damit das Programm ein passendes Angebot berechnen kann. Wenn möglich sollte als Verwendungszweck die Umschuldung bzw. „Kreditablösung“ oder ähnliches genutzt werden.

Konfrontieren Sie die Bank des alten Kredits!

Haben Sie verschiedene Angebote gesichtet und eventuell bereits einen Favoriten ausgemacht, bietet es sich an, die Bank, bei der der alte Kredit besteht, damit zu konfrontieren. Möglicherweise macht Ihnen Ihr Kundenberater ein vergleichbar gutes oder gar besseres Angebot, sodass Sie sich den Bankwechsel sparen können.

Ist kein Angebot der aktuellen Bank in Sicht, können Sie den alten Kredit innerhalb der Frist (meist drei Monate) kündigen und diesen mit dem neuen bezahlen. Damit ist die Umschuldung, etwa vom Hauskredit, abgeschlossen.

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Tabus: Was Sie nicht tun sollten

Zum Umschulden wird ein Kredit benötigt, um die alten Schulden abzubauen. Bedenken Sie jedoch, dass Ihre neue Bank den Umschuldungskredit nicht aus reiner Nächstenliebe vergibt. Daher sollte bei der Umschuldung Folgendes beachtet werden:

Übernehmen Sie sich nicht! Der Umschuldungskredit sollte idealerweise der Restschuld entsprechen.
Übernehmen Sie sich nicht! Der Umschuldungskredit sollte idealerweise der Restschuld entsprechen.
  • Die Kreditsumme sollte möglichst der Restschuld plus der Vorfälligkeitsentschädigung(en) entsprechen. Eine höhere Kreditsumme ist in der Regel unnötig, denn die Umschuldung soll schließlich der Verringerung der monatlichen Belastung bzw. der schnelleren Rückzahlung und damit der vorzeitigen Schuldenfreiheit dienen – nicht jedoch erneut Schulden anzuhäufen!
  • Begrenzen Sie die Anzahl Ihrer Kredite! Fassen Sie mehrere Darlehen nach Möglichkeit zusammen, denn zu viele Kredite bergen die Gefahr, den Überblick zu verlieren.
  • Lassen Sie sich nicht überstürzt eine Restschuldversicherung verkaufen! Diese dient als Sicherheitsnetz, sollten beispielsweise eine Krankheit oder Arbeitslosigkeit die Rückzahlung des Ratenkredits unmöglich machen. Sie ist jedoch auch entsprechend teuer und kann die Einsparung durch die Umschuldung mitunter zunichtemachen. Überlegen Sie sich daher gut und vor allem in Ruhe, ob Sie eine solche Versicherung benötigen und abschließen wollen. Meist sind bankunabhängige Versicherungen auch günstiger und provisionsfrei zu bekommen.

Umschuldung trotz Schufa-Eintrag?

Die Schufa ist eine Wirtschaftsauskunftei, mittels der Kreditgeber die Bonität, d. h. die Kreditwürdigkeit eines potentiellen Kreditnehmers prüfen können. Wer einen negativen Schufa-Eintrag vorzuweisen hat, bekommt oftmals keine neuen Kredite mehr.

Bei einer neuen Bank dürfte es daher sehr schwierig werden, trotz negativem Eintrag den Hauskredit o. ä. umschulden zu können. Unter Umständen lässt jedoch die Bank, bei der der Ratenkredit besteht, mit sich reden, denn eine Überschuldung mit anschließender Zahlungsunfähigkeit des Schuldners ist für die Bank ein ausnehmend schlechtes Szenario.

Daher sollten sich Schuldner, die ihre Schulden umschulden wollen, trotz Schufa-Eintrag und Zahlungsunfähigkeit nicht entmutigen lassen und mit der Bank verhandeln. Vor allem, wenn die Umschuldung maßgeblich dazu beitragen würde, die Zahlungsfähigkeit wiederherzustellen, geht die Bank möglicherweise auf den Vorschlag ein.

Sie sind überschuldet oder zahlungsunfähig? Wenden Sie sich unbedingt an eine anwaltliche oder staatliche Schuldnerberatung! Für die Umschuldung stärkt diese zudem Ihre Position gegenüber Ihrer Bank und kann Ihnen nicht nur beratend helfen!

Was passiert, wenn die Umschuldung misslingt?

Wenn die Umschuldung bei Sparkasse und Co. nicht funktioniert, können evtl. Freunde und Verwandte helfen.
Wenn die Umschuldung bei Sparkasse und Co. nicht funktioniert, können evtl. Freunde und Verwandte helfen.

Verschiedene Szenarien sind denkbar. Im besten Fall konnte kein günstigerer Ratenkredit gefunden werden, gleichzeitig besteht jedoch nicht die unbedingte Notwendigkeit zur Umschuldung. Dann kann der Schuldner wie gehabt seinen alten Kredit abbezahlen und ist nach Ende der Vertragslaufzeit idealerweise schuldenfrei.

Die Inanspruchnahme von Finanzvermittlern wird ebenfalls manchmal vorgeschlagen. Diese vergeben in der Regel jedoch bloß geringe Kredite von wenigen tausend Euro und nur, wenn es sich um Schufa-Einträge handelt, die nicht als Merkmale einer Insolvenz gelten. Außerdem sind Kredite von Finanzvermittlern meist sehr hoch verzinst, was sie für eine Umschuldung ungeeignet machen.

Eine gute Möglichkeit, die Umschuldung vorzunehmen, ist hingegen das Privatdarlehen von Freunden oder Verwandten, das auch bei Zahlungsunfähigkeit noch funktionieren kann.

Außergerichtliche und gerichtliche Schuldenbereinigung

Besteht hingegen eine Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit, ist die Umschuldung manchmal eines der Werkzeuge, mit der die Zahlungsfähigkeit wiederhergestellt werden soll. Misslingt dies, sollte sich der Schuldner spätestens dann an eine Schuldnerberatung wenden. Diese kann professionell mit den Gläubigern verhandeln und einen realistischen Zahlungsplan unter Wahrung der wirtschaftlichen Existenz des Schuldners ausarbeiten. Während die Umschuldung normalerweise keine Kosten verursacht, ist die Schuldnerberatung eventuell nicht kostenlos.

Misslingt auch dieser außergerichtliche Einigungsversuch mit den Gläubigern, bleibt dem Schuldner oftmals nur der Weg in die Insolvenz. Die gerichtliche Schuldenregulierung bietet die Möglichkeit der Restschuldbefreiung nach einer drei- bis sechsjährigen Wohlverhaltensphase, in der der Schuldner bestimmte Pflichten einzuhalten hat (etwa die Erwerbsobliegenheit). Danach ist er oftmals schuldenfrei.

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2 Gedanken zu „Die Umschuldung als Möglichkeit der Schuldensanierung

  1. Heike W.

    Guten morgen,
    ich habe bei der Bank einen Kredit von 30.000 euro und ein Dispokredit von 8000 euro,
    Für das Dahrlehn bezahle ich 500 euro im Monat. Für das dispo 17 Prozent Zinsen.
    Ich habe ein Einkommen von 1400 Euro, Miete von 500 Euro und diverse Versicherungen.Was kann ich tun da ich den Kredit nicht mehr bezahlen kann.

    Danke für ihre Hilfe

    Heike W.

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