Privatinsolvenz: Wie lange wird mein Einkommen gepfändet?

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Das Wichtigste zur Insolvenz und der Frage: Wie lange wird gepfändet?

  1. Privatinsolvenz: Wie lange erfolgt die Pfändung meines Einkommens? Der Zeitraum richtet sich nach der Dauer der Abtretungsfrist (Wohlverhaltensphase).
  2. Für diesen Zeitraum muss der Schuldner den pfändbaren Anteil seines Einkommens an einen vom Insolvenzgericht bestimmten Treuhänder abtreten.
  3. Ich habe Privatinsolvenz beantragt – wie lange wird mein Einkommen gepfändet, wenn ich das Verfahren verkürzen will? Fünf Jahre, wenn Sie die Verfahrenskosten tilgen und drei Jahre, wenn Sie zusätzlich 35 Prozent Ihrer Schulden abbauen.

Bedeutung der Abtretungsfrist in der Privatinsolvenz

Ich habe Privatinsolvenz beantragt. Wie lange wird mein Gehalt gepfändet?
Ich habe Privatinsolvenz beantragt. Wie lange wird mein Gehalt gepfändet?

Die Privatinsolvenz dient der gleichmäßigen Befriedigung der Gläubiger und damit einer geordneten Schuldenregulierung. Dabei verwertet der Insolvenzverwalter das pfändbare Schuldnervermögen (Insolvenzmasse) und verteilt den Erlös an die Gläubiger. Hierfür wird auch das Einkommen des Schuldners bis zur Höhe der jeweils geltenden Pfändungsfreigrenze gepfändet. Der Schuldner muss also für eine gewisse Zeit auf einen Teil seiner Einkünfte verzichten – bis zum Ende seiner Privatinsolvenz.

Doch wie lange wird überhaupt gepfändet? Die Antwort auf diese Frage hängt mit der sogenannten Abtretungsfrist zusammen. Was es damit auf sich hat, erklärt § 287 II Insolvenzordnung (InsO). Diese Vorschrift verlangt von demjenigen Schuldner, der eine Restschuldbefreiung anstrebt, einen entsprechenden Antrag. Diesem Antrag muss er eine Erklärung beifügen, dass er …

„seine pfändbaren Forderungen auf Bezüge aus einem Dienstverhältnis oder an deren Stelle tretende laufende Bezüge für die Zeit von sechs Jahren nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens (Abtretungsfrist) an einen vom Gericht bestimmten Treuhänder abtritt.“

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Die Antwort auf die Frage zur Privatinsolvenz „Wie lange wird gepfändet?“ lautet also im Regelfall sechs Jahre ab Verfahrenseröffnung. Hierbei gelten dieselben Pfändungsfreigrenzen wie bei einer Zwangsvollstreckung per Lohnpfändung. Sprich: Sie haben während des Insolvenzverfahrens nicht weniger Geld zur Verfügung als bei einer Gehaltspfändung.

Die Abtretungsfrist ist ein fachlicher Begriff aus dem Insolvenzrecht und den meisten Verbrauchern eher unter dem Begriff der Wohlverhaltensphase bekannt. Diese beginnt mit der Eröffnung der Insolvenz. In dieser Zeit sind übrigens Zwangsvollstreckungen durch einzelne Insolvenzgläubiger unzulässig.

Verkürzung der Privatinsolvenz – wie lange wird gepfändet?

Ich möchte die Privatinsolvenz verkürzen. Wie lange dauert die Pfändung in diesem Fall?
Ich möchte die Privatinsolvenz verkürzen. Wie lange dauert die Pfändung in diesem Fall?

Normalerweise dauert das Insolvenzverfahren sechs Jahre. Seit Juli 2014 können Schuldner den Zeitraum erheblich verkürzen. Diese Möglichkeit sieht § 300 I 2 Nr. 2 und Nr. 3 InsO vor:

  • Begleicht der Schuldner alle Verfahrenskosten, so kann er auf entsprechenden Antrag schon nach fünf Jahren der Abtretungsfrist die Restschuldbefreiung erlangen.
  • Schafft er es, neben den Verfahrenskosten innerhalb von drei Jahren auch noch 35 Prozent seiner Schulden zu tilgen, kann er bereits nach dieser Zeit von seinen restlichen Verbindlichkeiten befreit werden.
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