Hälfte der baldigen Rentner kann Lebensstandard im Ruhestand kaum halten

News vom 20. September 2018, von schuldnerberatung.de

Laut dem DIW kann die Hälfte der baldigen Rentner ihren Lebensstandard im Ruhestand nicht halten.

Laut dem DIW kann die Hälfte der baldigen Rentner ihren Lebensstandard im Ruhestand nicht halten.

Mehr als 50 Prozent der derzeit 55- bis 64-jährigen Erwerbstätigen werden als Rentner ihren bisherigen Lebensstandard nicht vollständig decken können. Ihre gesetzlichen Renten und erworbene Rentenanwartschaften reichen hierfür nicht aus. Selbst private Versicherungen können diese Differenz nicht komplett ausgleichen. Das fand das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer Untersuchung heraus.

DIW errechnet potentielle Versorgungslücke von 700 Euro

Das Institut rechnete im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung aus, dass diese Versorgungslücke im Durchschnitt bei 700 Euro bzw. 44 Prozent läge, wenn die Betroffenen jetzt in Rente gehen würden.

Auch mithilfe privater Versicherungen können die künftigen Rentner ihren Lebensstandard nicht decken. Denn die Riester- und die Rürup-Rente senken die potentielle Lücke nur um 2 Prozent. Und selbst wenn die rentennahen Erwerbstätigen im Ruhestand ihr Privatvermögen nutzen, könnten sie 40 Prozent ihres aktuellen Konsums nicht bezahlen.

Die Studienautorin Anita Tiefensee erläutert:

„Eine potentielle Versorgungslücke haben vor allem diejenigen, die nur Anwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung haben: 69 Prozent wären nicht in der Lage, ihren aktuellen Konsum vollständig zu decken. Bestehen auch Ansprüche aus Betriebsrenten, so sinkt dieser Anteil auf 50 Prozent.“

Rentennahe Beamte hingegen blicken auf eine bessere Zukunft. Sie könnten als Rentner ihren Lebensstandard halten, weil das Versorgungsniveau der Pensionen überdurchschnittlich sei.

[Quelle: http://www.dasinvestment.com/700-euro-fehlen-pro-monat-bald-rentner-steuern-auf-grosse-luecke-im-lebensstandard-zu/]

Schuldnerberatung hilft bei Schulden wegen Altersarmut

Wenn das Einkommen der Rentner den Lebensstandard nicht mehr deckt, hilft ein Haushaltsplan, um Einsparungsmöglichkeiten zu finden.

Wenn das Einkommen der Rentner den Lebensstandard nicht mehr deckt, hilft ein Haushaltsplan, um Einsparungsmöglichkeiten zu finden.

Schon heutzutage ist das Budget vieler Rentner sehr knapp bemessen. Jede zweite Rente liegt bereits unter 800 Euro, sodass die Befürchtungen der Bevölkerung zur Altersarmut nicht ganz unbegründet sind.

Häufig sind durch den Renteneintritt veränderte Lebens- und Einkommensverhältnisse die Ursache dafür, dass ältere Menschen sich mit finanziellen Problemen und Schulden auseinandersetzen müssen. Vor allem Ausgaben für gesundheitliche Beeinträchtigungen zehren einen wesentlichen Anteil des Einkommens auf. Eine weitere Gefahr sind Konsumschulden, die entstehen können, wenn Rentner ihren gewohnten Lebensstand nicht mehr decken können. Hier helfen zum Beispiel Schuldnerberatungsstellen mit ihrem Beratungsangebot.

Wenn das Einkommen plötzlich nicht mehr reicht, um den bisherigen Standard zu halten, dann heißt es zunächst, den Überblick über Einnahmen und Ausgaben zu bewahren. Mit in einem Haushaltsplan können Sie schnell feststellen, wo das Geld bleibt und wo Sie Kosten einsparen können. Setzen Sie Prioritäten bei Ihren Ausgaben und bezahlen Sie wichtige Verbindlichkeiten wie Miete und Strom immer zuerst.


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