Mehr Rentner von Altersarmut betroffen als bisher angenommen

News vom 27. Februar 2019

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Eine aktuelle Analyse belegt: Es sind mehr Rentner von Altersarmut betroffen, als bisher angenommen.
Eine aktuelle Analyse belegt: Es sind mehr Rentner von Altersarmut betroffen, als bisher angenommen.

Auch wenn die meisten Deutschen momentan zufrieden sind mit ihrer finanziellen Situation, so sorgen sie sich doch um ihre Zukunft im Alter. Das belegen Zahlen einer Umfrage des Beratungsunternehmens Ernst & Young und das aktuelle Politikbarometer. Und das nicht ganz unbegründet, wie es scheint, denn schon jetzt leben mehr Rentner in Altersarmut, als bisher angenommen, wie eine erneute Auswertung der Statistik zur Armutsgefährdung ergab. Statt den 2017 angenommenen 16 Prozent aller Rentnerhaushalte seien 19,5 Prozent hiervon betroffen, also fast jeder fünfte.

Neue, tiefgründigere Analyse zur Armutsgefährdung

Die bisherige Erhebung des Statistischen Bundesamtes hat einen Haken: Sie fasst Rentner und Pensionäre, d. h. ehemalige Beamte, zu einer Gruppe zusammen. Dadurch kommt es zu einer Verzerrung der Ergebnisse, weil die Pensionäre die Armutsgefährdungsquote drücken. Denn sie haben gewöhnlich deutlich höhere Alterseinkünfte als Rentner. Eigene Zahlen zu der Frage, wie stark ausschließlich Rentner von Altersarmut betroffen sind, gab es bisher nicht.

Matthias Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, beantragte deshalb eine gesonderte Auswertung der Daten nur im Hinblick auf die Armutsgefährdung für Rentner. Während 2017 16 Prozent der Rentnerhaushalte als arm galten, sind es nach der neuen Auswertung 19,5 Prozent. Demgegenüber seien nur 0,9 Prozent der Pensionärshaushalte armutsgefährdet.

„Wer in Zukunft Altersarmut verhindern oder bekämpfen will, kommt an den neuen Zahlen nicht mehr vorbei“

… meint Birkwald hierzu. Schon heute müssten Rentner teilweise mit weniger als 999 Euro klarkommen. Betroffene Paare hätten weniger als 1.499 Euro zur Verfügung.

Der Erhebung zur Armutsgefährdung liegt ein sogenannter Mikrozensus zugrunde. Das ist eine regelmäßige Befragung von circa 400.000 Haushalten in Deutschland. Nach der Definition ist derjenige gefährdet, als Rentner in Altersarmut leben zu müssen, wer unter 60 Prozent des Medianeinkommens verdient. Gemeint ist damit das Einkommen, das genau in der Mitte aller Einkommen liegt.

[Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 21.02.2019]

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Altersarmut als Risikofaktor für Überschuldung

Überschuldete Rentner, die von Altersarmut betroffen sind, können sich an eine Schuldnerberatung wenden.
Überschuldete Rentner, die von Altersarmut betroffen sind, können sich an eine Schuldnerberatung wenden.

Wenn Rentner in Altersarmut leben müssen oder davon gefährdet sind, steigt auch die Gefahr der Überschuldung. Dann reicht das Einkommen nicht mehr aus, um sämtliche Lebenshaltungskosten abzudecken. Mietschulden und andere Schwierigkeiten können die Folge sein.

Auch Senioren sollten sich nicht davor scheuen, sich rechtzeitig an eine Schuldnerberatungsstelle zu wenden, wenn die finanziellen Probleme überhand nehmen. Schuldenberater helfen z. B. in folgenden Bereichen:

  • Prüfung von Ansprüchen auf staatliche Hilfe
  • Analyse der Finanzen und Aufstellung eines Haushaltsplans
  • Ermittlung von Einsparmöglichkeiten
  • Unterstützung bei der Schuldenregulierung
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