Stromsperren – knapp 300.000 Haushalte im Jahr 2018 ohne Licht

News vom 25. Oktober 2019

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Knapp 300.000 Haushalte saßen 2018 aufgrund von Stromsperren vorübergehend im Dunkeln.
Knapp 300.000 Haushalte saßen 2018 aufgrund von Stromsperren vorübergehend im Dunkeln.

Im vergangenen Jahr mussten knapp 300.000 Haushalte vorübergehend ohne Elektrizität auskommen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen hervor. Der Grund dafür waren Stromsperren für nicht bezahlte Stromrechnungen.

Stromsperren nach Auffassung der Grünen oft unverhältnismäßig

Zu einer Sperre kann es relativ schnell kommen: Hat der Versorger diese entsprechend angekündigt, darf er bereits vier Wochen nach einer Mahnung den Strom abstellen – vorausgesetzt, die Schulden betragen mindestens 100 Euro.

Der sozialpolitische Sprecher der Grünen, Sven Lehmann, kritisiert diese Praxis scharf:

„Das ist ein Armutszeugnis für ein reiches Land wie Deutschland. Knapp 300.000 Stromsperren widersprechen der Würde des Menschen.“

[Quelle: zdf.de – “Wenn das Licht ausgeht“]
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Anteil für Stromkosten reicht bei Hartz IV nicht aus

Die Stromsperren betreffen vor allem Bezieher von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) und Menschen, die aufgrund plötzlich eintretender einschneidender Ereignisse vor einer völlig neuen Lebenssituation stehen. Das ist etwa bei schweren Erkrankungen, dem Tod eines Angehörigen oder der Geburt eines Kindes der Fall.

Hartz-IV-Empfänger stehen dabei vor dem Dilemma steigender Strompreise, während der Regelsatz sich kaum verändert. Die Preise für Strom stiegen zwischen 2008 und 2018 um 40 Prozent. Der Regelsatz zur Grundsicherung wurde in diesen zehn Jahren jedoch nur um 27 Prozent angehoben.

Sowohl die Grünen als auch die Verbraucherzentrale fordern die Bundesregierung angesichts der vielen Stromsperren zum Handeln auf. Die Grünen haben aufgrund dessen einen Gesetzesantrag in den Bundestag eingebracht. Dieser wird am 25.10.2019 diskutiert. Sie fordern darin unter anderem die Einführung einer Stromkostenpauschale bei der Grundsicherung.

Was tun, wenn das Geld für Miete und Strom nicht reicht?

Wenden Sie sich frühzeitig an eine Schuldnerberatung, um Stromsperren von vornherein zu vermeiden und Ihre Schulden zu regulieren.
Wenden Sie sich frühzeitig an eine Schuldnerberatung, um Stromsperren von vornherein zu vermeiden und Ihre Schulden zu regulieren.

Stromschulden gehören neben Mietschulden zu den sogenannten Primärschulden. Diese sind besonders gefährlich, weil sie die Existenz eines Verbrauchers unmittelbar betreffen. Wer seine Miete nicht bezahlen kann, muss mit einer Kündigung rechnen und rutscht unter Umständen die Obdachlosigkeit. Bei Stromschulden kann der Versorger Stromsperren verhängen. Damit wird nicht nur die Aufbewahrung von Lebensmitteln schwierig.

Wegen dieser existentiellen Bedrohung sollten Betroffene schnell handeln und es möglichst gar nicht zu Stromsperren kommen lassen:

  • Öffnen Sie alle Briefe immer sofort, auch Rechnungen und Mahnungen.
  • Setzen Sie sich mit Ihrem Versorger in Verbindung. Erläutern Sie ihm Ihr Problem und zeigen Sie sich zahlungswillig. Möglicherweise gewährt er Ihnen eine Ratenzahlung. Ggf. unterstützt Sie eine Schuldnerberatungsstelle bei den Verhandlungen.
  • Wenn Sie Leistungen vom Jobcenter oder Sozialamt beziehen, können Sie die Übernahme der Energieschulden als Darlehen beantragen.
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