Überschuldung in den Bundesländern: Neue Zahlen aus dem SchuldnerAtlas 2018

News vom 13. November 2018

Was ist für Sie der beste Weg aus den Schulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Der SchuldnerAtlas 2018 zeigt, wie es um die Überschuldung in den Bundesländern bestellt ist.

Der SchuldnerAtlas 2018 zeigt, wie es um die Überschuldung in den Bundesländern bestellt ist.

Eine Person gilt laut Insolvenzrecht dann als überschuldet, wenn ihr Vermögen ihre bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt. Jedes Jahr untersucht die Wirtschaftsauskunftei Creditreform, wie es um die Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland bestellt ist. Die Ergebnisse werden im sogenannten SchulderAtlas veröffentlicht. Dessen neueste Ausgabe zeigt, dass die Überschuldung in den Bundesländern sehr unterschiedlich ausgeprägt ist.

Bayern führt, Bremen ist das Schlusslicht

Laut dem SchuldnerAtlas 2018 sind seit 2014 stetig mehr Menschen in die Überschuldung gerutscht. Am 1. Oktober 2018 waren über 6,9 Millionen Personen im Alter über 18 Jahre in Deutschland überschuldet. Im Vergleich zum Vorjahr stellt das einen Anstieg um 0,3 Prozent dar. Die Überschuldungsquote lag 2018 bei rund 10,04 Prozent.

Wie auch schon in den letzten sieben Jahren ist die Überschuldungsquote in den neuen deutschen Bundesländern höher als in den alten. Im Osten liegt die Quote bei 10,40 Prozent, im Westen bei 9,98 Prozent. Hier ist jedoch zu beachten, dass die Zahl der Überschuldungsfälle im Osten im Vregleich zum Vorjahr abnahm, während sie im Westen zunahm.

Besonders auffällig sind Unterschiede bezüglich der Überschuldung in den einzelnen Bundesländern zu erkennen. Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen sind bereits seit einigen Jahren die Länder mit den niedrigsten Überschuldungquoten, während Privatpersonen in Bremen im Vergleich besonders stark von Überschuldung betroffen sind.

Die folgende Tabelle zeigt genau, wie es um die Überschuldung in den Bundesländern bestellt ist:

BundeslandÜber­schul­dungs­quote 2018 (in Pro­zent)Ab­wei­chung ggü. 2017 (in Pro­zent­punkten)
Bayern7,43- 0,04
Baden-Württemberg8,31± 0
Thüringen9,30+ 0,05
Sachsen9,92- 0,05
Brandenburg9,94- 0,08
Hessen10,04+ 0,06
Rheinland-Pfalz10,10+ 0,01
Niedersachsen10,34+ 0,01
Mecklenburg-Vorpommern10,53+ 0,03
Hamburg10,62+ 0,01
Schleswig-Holstein10,90- 0,05
Saarland11,36+ 0,10
Nordrhein-Westfalen11,69+ 0,06
Berlin12,42- 0,20
Sachsen-Anhalt12,73+ 0,01
Bremen13,94- 0,03

Quelle: SchuldnerAtlas 2018

Was tun bei einer Überschuldung?

Überschuldung in den Bundesländern: München und der Rest Bayerns sind weniger stark betroffen.

Überschuldung in den Bundesländern: München und der Rest Bayerns sind weniger stark betroffen.

Wie die Tabelle zur Überschuldung in den Bundesländern zeigt, haben viele Privatpersonen in Deutschland Schulden. Doch was können Betroffene tun, wenn Kredite nicht mehr bedient sowie Rechnungen nicht mehr bezahlt werden können und Zwangsvollstreckungsmaßnahmen drohen?

Stellen der Schuldnerberatung bieten Personen Hilfe an, die alleine keinen Weg mehr aus ihren Schulden finden.

Ziel ist es, die wirtschaftliche Situation des Betroffenen zu analysieren und eine Einigung mit den Gläubigern bezüglich des Schuldenabbaus zu erreichen.

Sollte dies nötig sein, werden jedoch zunächst existenzsichernde Maßnahmen – beispielsweise ein Antrag auf Leistungen der Grundsicherung (Hartz 4) – getroffen.

Ist eine außergerichtliche Einigung mit den Gläubigern nicht möglich, hilft häufig nur noch die Privatinsolvenz. Nach spätestens sechs Jahren ist der Schuldner dann schuldenfrei.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (35 Bewertungen, Durchschnitt: 4,70 von 5)
Loading...
Was ist für Sie der beste Weg aus den Schulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.