Überschuldung privater Verbraucher laut SchuldnerAtlas 2019 leicht gesunken

News vom 15. November 2019, von schuldnerberatung.de

Nach dem aktuellen SchuldnerAtlas Deutschland 2019 gelten 6,9 Millionen Bürger als überschuldet.
Nach dem aktuellen SchuldnerAtlas Deutschland 2019 gelten 6,9 Millionen Bürger als überschuldet.

Laut dem aktuellen SchuldnerAtlas Deutschland 2019 der Wirtschaftsauskunftei Creditreform sind 6,9 Millionen Verbraucher überschuldet oder zeigen „nachhaltige Zahlungsstörungen“. Am 1. Oktober 2019 lag die Überschuldungsquote demnach bundesweit bei genau 10 Prozent. Damit ist die Überschuldung im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen.

Überschuldung betrifft alle Schichten und Milieus

Während die Überschuldung in den alten Bundesländern stagniert (aktuell etwa 5,8 Millionen Verbraucher), hat sich die Lage im Osten nach dem SchuldnerAtlas Deutschland 2019 etwas verbessert. Dort sind derzeit circa 1,1 Millionen Bürger überschuldet.

Des Weiteren belegen Sonderauswertungen Folgendes:

  • Die steigende Überschuldung hängt auch mit der Einkommens- und Vermögensungleichheit in Deutschland zusammen.
  • Dennoch betrifft diese finanzielle Notlage nicht nur jene Schichten, die besonders von Armut betroffen sind. Vielmehr sind alle Milieus davon betroffen.

Die Creditreform erläutert dies in ihrer Pressemitteilung zum SchuldnerAtlas Deutschland 2019 wie folgt:

„Der langjährige Konjunkturboom in Deutschland hat offensichtlich nicht dazu beigetragen, dass die Armutsgefährdungs- und Überschuldungsquoten zurückgegangen sind. Angesichts eingetrübter konjunktureller Rahmenbedingungen ist wohl nicht mit einer nachhaltigen Entspannung der privaten Überschuldungslage in Deutschland zu rechnen.“

[Quelle: Pressemitteilung der Creditreform zum SchuldnerAtlas 2019 vom 14.11.2019]

Wie Menschen langsam in eine Überschuldung geraten können

Eine Ursache für die Überschuldung sind laut SchuldnerAtlas 2019 dauerhaft niedrige Einkommen.
Eine Ursache für die Überschuldung sind laut SchuldnerAtlas 2019 dauerhaft niedrige Einkommen.

Auf den ersten Blick klingt der leichte Rückgang der Überschuldungsquote positiv. Aber der Schein trügt. Denn die Verschuldung ist vor allem deswegen zurückgegangen, weil aufgrund von Migration und Zuwanderung mehr Menschen in Deutschland leben.

Als Ursache für eine Überschuldung kommen vor allem drei Dinge in Betracht:

  • Krankheit, Sucht oder ein Unfall
  • übertriebenes Konsumverhalten
  • langfristig niedriges Einkommen

Nach dem SchuldnerAtlas 2019 sind Haushalte ohne Ersparnisse oder mit nur geringem Einkommen oft gezwungen sich zu verschulden, um notwendige Anschaffungen wie einen Kühlschrank bezahlen zu können. Hier besteht die Gefahr, in eine schleichende Überschuldung zu geraten. Selbst Menschen mit mittleren Einkommen können insbesondere angesichts steigender Mieten oder bei einem Wohnungswechsel in die Überschuldung geraten.

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Doch wie werden überschuldete Verbraucher wieder Herr der Lage? Jede Schuldensituation muss genau analysiert und anschließend eine individuell passende Lösung erarbeitet werden. Hierbei helfen vor allem staatliche, öffentliche bzw. gemeinnützige Schuldnerberatungsstellen.

Die folgende Infografik verdeutlicht Ihnen, wie Sie sich auf den ersten Beratungstermin vorbereiten.

Richtige Vorbereitung auf die Schuldnerberatung: Unsere Tipps als Infografik. (Für größere Ansicht auf das Bild klicken.)
Richtige Vorbereitung auf die Schuldnerberatung: Unsere Tipps als Infografik. (Für größere Ansicht auf das Bild klicken.)

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Überschuldung privater Verbraucher laut SchuldnerAtlas 2019 leicht gesunken
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Ein Gedanke zu „Überschuldung privater Verbraucher laut SchuldnerAtlas 2019 leicht gesunken

  1. Klaus-Peter

    Guten Abend,
    ich bin schon der Meinung, dass oftmals Banken Mit Verursacher oder besser gesagt Steigbügel Halter für Überschuldung sind. Ich selber habe leider diese Erfahrung machen müssen. Man hat mir Kredite viel zu leicht gegeben. Alten Kredit abgelöst, Schulden stiegen und stiegen, parallel zum Einkommen. Quasi bis zum Limit. Dann Krankheit und dann……… Fast das Ende. Die Bank machte dicht, hat mich hängen lassen, ich war finanziell fast fertig.
    Die Bank hat mir nicht geholfen, ich wäre fast in die Insolvenz gerutscht. Nur wem hätte das geholfen? Mir nicht und meinen Gläubigern selbstverständlich auch nicht. Ein guter Bekannter hat mir geholfen. Wir haben Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt, Schulden addiert. Die Schulden wurden dann innerhalb kürzester Zeit bezahlt. Ich bezahle meinem Bekannten, in erträglichen Monatsraten und Zinsen, Bei meiner Bank war ich sofort ohne Schulden und habe bei einem anderen Geldinstitut ein Girokonto eröffnet und das Bankkonto geschlossen. Warum hat mir meine Bank keine Möglichkeit gegeben es im gegenseitigen Interesse, ähnlich meiner Lösung, im konstruktiven Gespräch zur Lösung zu bringen. Nein, die Bank ist voll auf Konfrontation gegangen. Erst Vorschub zur Überschuldung leisten und dann den Kunden hängen lassen, trotz der Gefahr von Verlust. In meinen Augen totaler Schwachsinn. Meine Lösung hat gezeigt, dass man Jemandem mit regelmäßigen Einkommen, sagen wir mal in 4 Jahren, aus diese Misere führen kann. Geldgeber und Kunde müssen es nur wollen. Bei mir hat es funktioniert. Vielleicht kann man hier ansetzen und Banken wie auch Kunden beraten. Es geht auch Gläubiger mit Schuldner an einem Tisch. Lösung erarbeiten und fertig. Bei sehr vielen unglücklichen Familien könnte dieses Konzept wirken. Die Verluste der Gläubiger würden absolut minimiert.
    Mit freundlichen Grüßen
    Klaus-Peter

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