Armutsrisiko in Deutschland: Zahlen belegen Nord-Süd- und Ost-West-Gefälle

News vom 25. Juli 2019

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Das Armutsrisiko in Deutschland ist im Norden und Osten besonders hoch.
Das Armutsrisiko in Deutschland ist im Norden und Osten besonders hoch.

Bremen ist Spitzenreiter – leider in negativer Hinsicht: Das Armutsrisiko in Deutschland ist dort am höchsten. 22,7 Prozent der dort lebenden Bevölkerung ist dort von Armut gefährdet. Berlin rangiert mit einer Armutsgefährdungsquote von 18,2 Prozent auf Platz vier, während das Risiko in Bayern am geringsten ausfällt und Brandenburg auch eher zum „Speckgürtel“ gehört. Dies belegen aktuelle Zahlen, die das Statistische Bundesamt (Destatis) kürzlich veröffentlicht hat.

Starke Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern

Nach Untersuchungen des Amtes ist das Armutsrisiko in nord- und ostdeutschen Regionen höher und im Süden eher niedriger. Das Bundesamt ermittelte diese Zahlen auf der Grundlage von Daten, die im Rahmen eines sogenannten Mikrozensus („kleine Volkszählung“) für 2018 erhoben wurden. Hierfür wählen die Statistiker anhand bestimmter Kriterien eine eher kleine Anzahl privater Haushalte aus, aus deren Situation sich repräsentative Rückschlüsse auf das Gesamtbild zum Armutsrisiko in Deutschland ziehen lassen.

Dabei kamen die Statistiker zu folgendem Ergebnis:

Bundes­landArmuts­gefähr­dungs­quote
Bremen22,7 %
Mecklenburg-Vorpommern20,9 %
Sachsen-Anhalt19,5 %
Berlin18,2 %
Nordrhein-Westfalen18,1 %
Sachsen16,6 %
Thüringen16,4 %
Saarland16,0 %
Niedersachsen15,9 %
Hessen15,8 %
Rheinland-Pfalz15,4 %
Hamburg15,3 %
Schleswig-Holstein15,3 %
Brandenburg15,2 %
Baden-Württemberg11,9 %
Bayern11,7 %

[Quelle: Pressemitteilung Nr. 282 vom 25.07.2019 des Statistischen Bundesamts]

Für Alleinerziehende ist das Armutsrisiko in Deutschland besonders hoch. So waren im letzten Jahr über 40 Prozent der westdeutschen Alleinerziehenden-Haushalte bedroht und in Ostdeutschland sogar 44 Prozent.

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Armutsrisiko in Deutschland und Überschuldung

Alleinerziehende sind vom Armutsrisiko in Deutschland besonders betroffen.
Alleinerziehende sind vom Armutsrisiko in Deutschland besonders betroffen.

Die Ursachen für drohende Armut sind vielfältig und gehen meistens auch mit dem Risiko einer Überschuldung einher. In Betracht kommen unter anderem folgende Gründe:

  • Arbeitslosigkeit
  • geringes Einkommen, das nicht immer ausreicht, um die Lebenshaltungskosten zu decken
  • Alleinerziehung, Trennung oder Scheidung
  • plötzliche schwere Erkrankung

Tipps, um Schulden zu vermeiden und abzubauen

SchuldenpräventionSchulden abbauenSchuldenregulierungöffentliche Schuldnerberatung

Eine Möglichkeit, um das Armutsrisiko in Deutschland zu senken, ist es, das Einkommen zu erhöhen, beispielsweise durch einen besser bezahlten Job oder eine Nebentätigkeit.

Außerdem können Sie die Kosten ganz einfach senken. Denn oft sind es die alltäglichen kleinen Ausgaben, die unser Geld schlucken. Hierfür gibt es ein paar einfache Regeln, um nicht in der Schuldenfalle zu landen:

  • Legen Sie sich ein festes Budget für jede Woche und jeden Monat zurecht und führen Sie ein Haushaltsbuch über Ihre Einnahmen und Ausgaben.
  • Bezahlen Sie mit Bargeld statt mit der EC- oder Kreditkarte. So merken Sie schneller, wie Ihr Geld abnimmt und behalten besser den Überblick.
  • Kündigen Sie gegebenenfalls unnötige Kredite, Verträge und Abos.
  • Vermeiden Sie Kredite für unnötige Anschaffungen. Nur in Ausnahmesituationen ist ein Darlehen sinnvoll, etwa wenn der alte Kühlschrank den Geist aufgibt.
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