Wie oft kann man die Privatinsolvenz beantragen?

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Das Wichtigste zur Frage „Wie oft kann man die Privatinsolvenz anmelden?“

  1. Die Frage „Wie oft kann man die private Insolvenz anmelden“ muss wie folgt beantwortet werden: Vom Gesetz ist keine Höchstzahl vorgeschrieben. Es gibt jedoch einige Einschränkungen.
  2. Wurde bereits in der Vergangenheit eine Restschuldbefreiung erteilt, kann erst nach zehn Jahren ein erneuter Antrag gestellt werden.
  3. Wurde die Restschuldbefreiung hingegen versagt, muss eine Sperrfrist von drei bzw. fünf Jahren abgewartet werden, bis erneut eine Privatinsolvenz angemeldet werden kann.

Nach erfolgter Restschuldbefreiung: Wie oft kann man einen Insolvenzantrag stellen?

Wie oft kann man die Privatinsolvenz beantragen? Des Gesetz legt keine Obergrenze fest.

Wie oft kann man die Privatinsolvenz beantragen? Des Gesetz legt keine Obergrenze fest.

Die Privatinsolvenz gibt einer überschuldeten Person die Möglichkeit, ihre Schulden durch ein gerichtliches Verfahren loszuwerden. Grundsätzlich besteht das Ziel darin, dass der Betroffene aus seinen Fehlern lernt und seine Finanzen in der Zukunft besser im Griff hat.

Doch nicht immer lässt sich vermeiden, dass eine Person, welche bereits eine Privatinsolvenz hinter sich hat, wieder in eine finanzielle Notlage gerät und erneut Schulden anhäuft. Betroffene stellen sich in einer solchen Situation dann oft folgende Frage: „Wie oft kann man eine Privatinsolvenz überhaupt beantragen?“

Grundsätzlich gilt Folgendes: Das zu beachtende Gesetz – die Insolvenzordnung (kurz InSO) – sieht keine Höchstanzahl von Insolvenzen für eine Person vor. Im Prinzip könnte ein Schuldner also immer und immer wieder das Verfahren durchlaufen.

In diesem Zusammenhang ist jedoch § 287a Abs. 2 ZPO zu beachten. Dieser besagt Folgendes:

Der Antrag auf Restschuldbefreiung ist unzulässig, wenn dem Schuldner in den letzten zehn Jahren vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder nach diesem Antrag Restschuldbefreiung erteilt […] worden ist.

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Wurde einer Person also bereits in der Vergangenheit nach durchlaufener Insolvenz eine Restschuldbefreiung erteilt, so kann sie frühestens zehn Jahre, nachdem das Verfahren beendet wurde, einen neuen Antrag stellen.

Nach Versagung der Restschuldbefreiung: Wann darf ein neuer Antrag gestellt werden?

Bezüglich der Frage "Wie oft kann man die Insolvenz anmelden?" sind gewisse Sperrfristen zu beachten.

Bezüglich der Frage “Wie oft kann man die Insolvenz anmelden?” sind gewisse Sperrfristen zu beachten.

Wie verhält es sich nun, wenn ein Schuldner in der Vergangenheit ein Insolvenzverfahren durchlaufen hat, ihm jedoch die Restschuldbefreiung versagt wurde? Wie oft kann man dann die Privatinsolvenz beantragen? Auch hier gilt wieder, dass gesetzlich kein Maximum vorgegeben ist.

Doch wie auch im bereits erwähnten Fall müssen nach der Versagung der Restschuldbefreiung bestimmte Fristen abgewartet werden, bevor ein neuer Antrag gestellt werden kann. Wurde die Restschuldbefreiung versagt, weil der Betroffene wegen einer Insolvenzstraftat rechtskräftig verurteilt wurde, dann darf er erst nach fünf Jahren wieder die Privatinsolvenz beantragen.

Die Sperrfrist verkürzt sich auf insgesamt drei Jahre, wenn es aus folgenden Gründen zur Versagung der Restschuldbefreiung kam:

  • Der Schuldner hat falsche Angaben über sein Vermögen bzw. Einkommen gemacht.
  • Der Schuldner hat seine Auskunfts- und Mitwirkungspflichten verletzt.
  • Er ist während der Wohlverhaltensphase keiner angemessenen Arbeit nachgegangen bzw. hat im Falle einer Arbeitslosigkeit sich nicht ausreichend um eine zumutbare Erwerbstätigkeit bemüht.
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4 Gedanken zu „Wie oft kann man die Privatinsolvenz beantragen?

  1. Herbert P.

    Ich bin Maler ohne Führerschein.Mir fehlt das Geld dazu.Krankenkasse muss ich selbst bezahlen.habe kleingewe erbe angemeldet.Das Amt hilft mir nicht.Die schulden wachsen und wachsen.Was soll ich machen ???ich bin 55 jahre.Die arbeit faellt mir immer schwerer.Koennen sie mir helfen???

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Herbert,

      Rat und Unterstützung bei Schulden erhalten Sie bei einer Schuldnerberatungsstelle oder einem auf Schulden spezialisierten Anwalt.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten
  2. Sabine T.

    Hallo bei meinem Sohn wurde das Insolvenzverfahren abgelehnt, da er zuständige Anwalt trotz mehrmaliger Aufforderung, fehlende Unterlagen nicht bei Gericht eingereicht hat.
    Was können wir tun? Er hat jetzt 2 Jahre quasi verschenkt?

    Antworten
    1. schuldnerberatung.de Beitragsautor

      Hallo Sabine,

      bei Problemen mit einem Anwalt kann die Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltskammer helfen. Ein anderer Anwalt kann Sie zum weiteren Vorgehen beraten. Ein erneuter Antrag sollte in der Regel möglich sein.

      Ihr Team von schuldnerberatung.de

      Antworten

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