Zunehmende Obdachlosigkeit ist ein deutschlandweiter Trend

News vom 17. Oktober 2018

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Die zunehmende Obdachlosigkeit betrifft auch immer mehr Kinder und Familien.

Die zunehmende Obdachlosigkeit betrifft auch immer mehr Kinder und Familien.

52.000 Menschen leben derzeit bundesweit ohne jede Unterkunft auf der Straße, schätzt die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. (BAG W). 2014 waren es noch 39.000 – wohnungslose Flüchtlinge nicht mit einberechnet. Die zunehmende Obdachlosigkeit ist ein deutschlandweiter Trend. Die Zahl der Wohnungslosen schätzte die BAG W für 2016 auf 860.000 Menschen und prognostizierte für 2018 einen Anstieg auf 1,2 Millionen. Und alle Jahre wieder stellt sich dieselbe traurige und dringende Frage: Wo finden Obdachlose einen warmen Schlafplatz?

Ursachen für die zunehmende Obdachlosigkeit

Finden Obdachlose keine warme Unterkunft für die Nacht, kann das für sie lebensbedrohlich werden. Dennoch sollen laut den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) Menschen ohne Unterkunft in nicht länger in den Berliner U-Bahnhöfen schlafen, sondern nur noch in ungenutzten Stationen oder an toten Gleisen. Doch nicht nur in der Hauptstadt wird die Frage nach Übernachtungs- und Unterbringungsmöglichkeiten heiß diskutiert. Auch Kassel, Stuttgart, Köln und Frankfurt am Main kämpfen mit Wohnungsnot und Obdachlosigkeit.

Die Ursachen für diesen deutschlandweiten Trend sind laut BAG W mannigfaltig, z. B.:

  • Wohnungsmangel, insbesondere bei Ein- und Zweizimmerwohnungen trotz hoher Nachfrage
  • kaum bezahlbare Mieten
  • Verarmung
  • verfehlte Wohnungspolitik
  • unzureichende Armutsbekämpfung

Die Zuwanderung ist zwar ein Grund für die zunehmende Obdachlosigkeit, ist aber nicht deren wesentliche Ursache.

Die BAG Wohnungshilfe unterscheidet zwischen Obdachlosen, die auf der Straße leben, und Wohnungslosen. Letztere sind akut von der Obdachlosigkeit bedroht. Sie schlafen bei Freunden oder finden anderweitig Unterschlupf. Die Schätzungen der BAG W beruhen auf statistischen Quellen, qualitativen Einschätzungen und Erfahrungen in ihren Anlaufstellen. Eine bundesweite offizielle Wohnungslosen-Statistik gibt es derzeit nicht. Dennoch ist die zunehmende Obdachlosigkeit ein eindeutiger Trend.

Hilfe bei Wohnungs- und Obdachlosigkeit

Eine Ursache für die zunehmende Obdachlosigkeit sind steigende Mieten und zu wenig bezahlbarer Wohnraum.

Eine Ursache für die zunehmende Obdachlosigkeit sind steigende Mieten und zu wenig bezahlbarer Wohnraum.

Für Menschen, denen die Obdachlosigkeit droht, gibt es verschiedene Hilfsangebote. Mieter können sich bei einer öffentlichen Schuldnerberatungsstelle zu Fragen rund um den Erhalt der Wohnung beraten und unterstützen lassen:

Städte und Kommunen bieten Hilfe bei akuter Obdachlosigkeit an. Gemeinnützige Einrichtungen wie die Caritas helfen betroffenen Menschen mit Beratungsangeboten, medizinischer Versorgung und der Möglichkeit für Tagesaufenthalte. Während der kalten Jahreszeit werden in vielen Städten Winternotunterkünfte angeboten. In einigen Großstädten ist zwischen November und März ein Kältebus unterwegs, der Obdachlose aufsucht und ihnen Hilfe in Form von heißen Getränken, Kleidung und einem Schlafsack anbietet.

Bürgerinnen und Bürger werden vor allem im Winter um Mithilfe gebeten. Wenn sie einen wohnungslosen, augenscheinlich hilflosen Menschen antreffen, sollen sie den Notruf 112 oder den Kältebus verständigen.
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