Erfährt der Arbeitgeber von der Privatinsolvenz? – Tipps für Arbeitnehmer

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Das Wichtigste zum Thema „Privatinsolvenz und Arbeitgeber“

  1. In vielen Fällen ist damit zu rechnen, dass Ihr Arbeitgeber davon erfährt, wenn Sie ein Insolvenzverfahren angemeldet haben.
  2. Möchten Sie dies verhindern, müssen Sie den Insolvenzverwalter darum bitten, den pfändbaren Teil Ihres Einkommens direkt von Ihnen und nicht vom Arbeitgeber einzufordern.
  3. Gut zu wissen: Erfährt der Arbeitgeber von der Privatinsolvenz, stellt dies laut Arbeitsrecht keinen Kündigungsgrund dar.

Nach der Anmeldung der Privatinsolvenz Ihren Arbeitgeber nicht informieren – Hat das Folgen?

Private Insolvenz: Den Arbeitgeber darüber zu informieren ist nicht nötig.

Private Insolvenz: Den Arbeitgeber darüber zu informieren ist nicht nötig.

Sind die Schulden so erdrückend, dass ein Betroffener keinen Ausweg mehr findet, ist die private Insolvenz in der Regel der einzige Ausweg. Das Insolvenzverfahren endet mit der Restschuldbefreiung. Alle noch bestehenden Schulden werden dann, bis auf wenige Ausnahmen, erlassen und der ehemalige Schuldner kann befreit in einen neuen Lebensabschnitt starten.

Schulden sind jedoch immer noch ein Thema, welches Betroffene lieber verschweigen. Vor der Anmeldung stellen sich viele Schuldner deshalb die Frage „Erfährt der Arbeitgeber von einer Privatinsolvenz?“ Sie befürchten etwa, dass eine Kündigung folgen könnte.

Grundsätzlich lässt sich zunächst festhalten, dass Sie laut Arbeitsrecht nicht dazu verpflichtet sind, Ihren Arbeitgeber zu informieren, wenn Sie eine private Insolvenz anmelden. Und selbst wenn Sie es tun, darf Ihnen dies nicht zum Nachteil gereichen. Ihr Arbeitgeber darf Ihnen nicht kündigen, nur weil Sie eine Privatinsolvenz durchlaufen.

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Gut zu wissen: Der Grundsatz, dass Sie bei laufender privater Insolvenz Ihren Arbeitgeber nicht informieren müssen, gilt auch für Bewerbungsgespräche. Sie sind nicht dazu verpflichtet, einem zukünftigen Arbeitgeber Auskunft über Ihre finanzielle Situation oder bestehende Schulden zu geben. Das gilt auch, wenn im Gespräch explizit nach einer Privatinsolvenz gefragt wird.

Warum erhält der Arbeitgeber häufig doch Kenntnis über die Insolvenz?

Erfährt der Arbeitgeber von der Privatinsolvenz, ist das kein Kündigungsgrund.

Erfährt der Arbeitgeber von der Privatinsolvenz, ist das kein Kündigungsgrund.

Bezüglich der Frage „Erfährt der Arbeitgeber von meiner Privatinsolvenz“ lautet also ein Teil der Antwort wie folgt: Sie selbst müssen keine Auskunft geben. Trotzdem ist es häufig der Fall, dass entsprechende Informationen den Arbeitgeber erreichen. Wie kommt es dazu?

Während der Wohlverhaltensphase sind Sie dazu verpflichtet, einen Teil Ihres Einkommens an den Insolvenzverwalter abzugeben. Häufig wendet sich dieser direkt an Ihren Arbeitgeber und erfragt dort die Höhe Ihres Einkommens. Zudem weist der Insolvenzverwalter ihn an, den pfändbaren Betrag direkt zu überweisen. So erhält der Arbeitgeber also Kenntnis über Ihre Privatinsolvenz.

Möchten Sie dies umgehen, haben Sie nur die Möglichkeit, den Insolvenzverwalter darum zu bitten, den pfändbaren Teil Ihres Einkommens bei Ihnen und nicht beim Arbeitgeber einzufordern. Grundsätzlich ist diese Vorgehensweise möglich. Allerdings liegt es im Ermessen des Insolvenzverwalters, ob er Ihrer Bitte tatsächlich nachkommt.

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