Privatinsolvenz: Welche Nachteile sind mit dem Insolvenzverfahren verbunden?

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Das Wichtigste zum Thema „Nachteile einer Privatinsolvenz“

  1. Trotz der in Aussicht stehenden Restschuldbefreiung bringt eine Privatinsolvenz auch Nachteile mit sich.
  2. Schuldner müssen in dieser Zeit den pfändbaren Anteil ihres Einkommens abgeben und zahlreichen Obliegenheiten und Pflichten nachkommen.
  3. Weitere Nachteile von Insolvenzverfahren sind deren öffentliche Bekanntmachung durch das Insolvenzgericht und entsprechend negative SCHUFA-Einträge.

Hürden auf dem Weg zur Restschuldbefreiung

Privatinsolvenz: Welche Nachteile und Vorteile bringt das Verfahren mit sich?
Privatinsolvenz: Welche Nachteile und Vorteile bringt das Verfahren mit sich?

Verbraucher, denen es nicht gelingt, ihre Schulden aus eigener Kraft zu bezahlen, sehen oft in der Privatinsolvenz die einzig richtige und mögliche Lösung. Vor allem die Aussicht auf die Restschuldbefreiung gilt als schlagendes Argument. Denn spätestens nach sechs Jahren werden Schuldner per Gerichtsbeschluss von ihren restlichen Altschulden befreit. Das sind jene Verbindlichkeiten, die bereits vor der Insolvenzeröffnung bestanden.

Dennoch ist die Frage berechtigt, ob eine Privatinsolvenz auch Nachteile mit sich bringt. Während des Insolvenzverfahrens muss der Schuldner auf einen Teil seines Einkommens verzichten und seinen Lebensstil einschränken. Außerdem ist die Erteilung der Restschuldbefreiung an gewisse gesetzliche Bedingungen geknüpft.

Der Schritt, die Verbraucherinsolvenz zu beantragen, sollte daher genau überlegt und die Frage nach anderen Lösungsmöglichkeiten beantwortet werden. Und eine Alternative zur Insolvenz gibt es durchaus:

Sie können außergerichtlich mit Ihren Gläubigern verhandeln und ihnen einen Vergleich zur Schuldenregulierung anbieten. Ein solcher Schuldenregulierungsplan kann z. B. eine Ratenzahlung in Verbindung mit einem teilweisen Schuldenerlass vorsehen. Der (gescheiterte) Versuch einer außergerichtlichen Einigung ist sogar Voraussetzung, um das private Insolvenzverfahren beantragen zu können.

Beim Ausarbeiten eines solchen Plans helfen übrigens die Schuldnerberatungsstellen weiter. Sie beraten zur Privatinsolvenz, zeigen deren Nachteile und Vorteile auf und erörtern mit Ihnen, ob die Insolvenz für Sie der richtige Weg ist.

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Welche Nachteile hat eine Privatinsolvenz?

Bis zur Restschuldbefreiung am Ende des Insolvenzverfahrens ist es ein langer, schwieriger Weg. In dieser Zeit muss der Schuldner den pfändbaren Teil seines Einkommens abgeben. Außerdem bringt eine Privatinsolvenz insbesondere folgende Nachteile mit sich:

  • Arbeitslose Verbraucher müssen sich um Arbeit kümmern und dürfen zumutbare Jobangebote nicht ausschlagen. Diese Pflicht wird im Insolvenzrecht Erwerbsobliegenheit genannt. Kommt der Schuldner dieser nicht nach, so riskiert er seine Restschuldbefreiung und aller Aufwand war umsonst.
  • Das Insolvenzgericht gibt Privatinsolvenzen öffentlich bekannt. Auch in der SCHUFA wird ein entsprechender Eintrag verzeichnet. Dieser bleibt bis zu drei Jahre nach Abschluss der Privatinsolvenz bestehen.
  • Weitere Nachteile betreffen die Kreditwürdigkeit des Verbrauchers. Denn als Folge des negativen SCHUFA-Eintrags sinkt seine Bonität. Für ihn wird es nun schwierig, eine neue Wohnung zu finden oder andere Verträge abzuschließen, beispielsweise für Strom oder Mobilfunk.
  • Schuldner müssen während des gesamten Verfahrens zahlreichen Auskunfts- und Mitwirkungspflichten nachkommen. So sind z. B. das Insolvenzgericht und der Treuhänder bzw. Insolvenzverwalter umgehend über jeden Wohnungs- und Arbeitswechsel zu informieren.

Die Privatinsolvenz ist übrigens nicht kostenlos für den Schuldner. Er muss mit seinem Vermögen für die Gerichtskosten und die Kosten des Treuhänders aufkommen.

Das Für und Wider der Privatinsolvenz: Nachteile und Vorteile zusammengefasst

Eine Schuldnerberatung erörtert mit Ihnen die Vor- und Nachteile einer Insolvenz.
Eine Schuldnerberatung erörtert mit Ihnen die Vor- und Nachteile einer Insolvenz.

Auch wenn eine Insolvenz Nachteile und eine schwierige Zeit mit sich bringt, kann sie doch im Einzelfall die richtige Lösung sein, um der Schuldenfalle dauerhaft zu entkommen. Ob die Verbraucherinsolvenz der richtige ist, hängt immer von der persönlichen Situation des jeweiligen Schuldners ab.

Für Menschen, deren finanzielle Lage sich in den nächsten Jahren voraussichtlich kaum verbessern wird, kann eine Privatinsolvenz trotz ihrer Nachteile durchaus sinnvoll sein. Dasselbe gilt für Verbraucher mit extrem hohen Schulden ohne jegliche Chance, diese zu begleichen.

Wer Durchhaltevermögen und ausreichend Selbstdisziplin besitzt, kann mithilfe eines Insolvenzverfahrens spätestens nach sechs Jahren ohne Schulden neu beginnen. Allerdings sollten Verbraucher in dieser Zeit und auch danach ihre Einnahmen und Ausgaben gut planen und neue Schulden vermeiden.

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