SCHUFA – Wenn die Bonitätsprüfung negativ ausfällt

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Das Wichtigste zur SCHUFA

  1. Die SCHUFA speichert Daten von Verbrauchern in Deutschland, die ihr von Seiten ihrer Vertragspartner auf der entsprechenden Rechtsgrundlage (Art. 6 Abs. 1 Buchstabe f) DS-GVO) übermittelt werden, um Aussagen über ihre Zahlungsbereitschaft und Kreditwürdigkeit (Bonität) machen zu können.
  2. Jeder Verbraucher in Deutschland hat das Recht, einmal im Jahr seine persönliche SCHUFA-Auskunft kostenlos anzufordern.
  3. In der Regel wird eine SCHUFA-Auskunft immer angefordert, bevor ein Kredit aufgenommen, ein Konto eröffnet, ein Vertrag abgeschlossen oder eine Wohnung angemietet wird. Jedoch gibt es trotz negativer SCHUFA Wege, um an das Ziel zu kommen.

Detaillierte Infos zum Thema “SCHUFA”

SCHUFA bei Privatinsolvenz

Was ist SCHUFA?

Die SCHUFA speichert persönliche und finanzielle Daten von deutschen Verbrauchern, um Aussagen über ihre Zahlungsbereitschaft und Bonität machen zu können.

Die SCHUFA speichert persönliche und finanzielle Daten von Verbrauchern in Deutschland, um Aussagen über ihre Zahlungsbereitschaft und Bonität machen zu können.

Ein SCHUFA-Eintrag kann bei Vielen ein unwohles Gefühl auslösen. Doch was bedeutet SCHUFA genau? Welche Daten werden gespeichert? Was ist ein SCHUFA-Score und was ist zu tun, wenn negative SCHUFA-Einträge vorhanden sind?

Die SCHUFA Holding AG – Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung – ist die größte Wirtschaftsauskunft Deutschland. Sie speichert finanzielle Daten von Verbrauchern in Deutschland – beispielsweise die Anzahl der Girokonten, Kredit- und Leasingverträge, offene Forderungen sowie Telekommunikationsverträge und eidesstaatliche Versicherungen – um Aussagen über ihre Zahlungsbereitschaft und Kreditwürdigkeit (Bonität) machen zu können. Seit der Gründung im Jahr 1927 wird die SCHUFA privatrechtlich geführt und seit 2002 ist sie eine Aktiengesellschaft.

Darüber hinaus speichert die SCHUFA persönliche Daten wie Name, Geburtsdatum, Geschlecht und Anschriften. Laut eigenen Angaben verfügt die SCHUFA aktuell über 864 Millionen Daten zu 5,3 Millionen Unternehmen und 67,5 Millionen Bürgern.

Die Daten ermittelt die SCHUFA nur teilweise selbst, beispielsweise solche aus öffentlichen Quellen wie Schuldnerverzeichnissen oder Amtsgerichten. Andere Daten werden im Regelfall von Banken oder anderen Vertragspartnern an die SCHUFA geliefert, wofür allerdings die Einwilligung des Kunden erforderlich ist.

Die SCHUFA soll dem Schutz vor Zahlungsausfällen jeglicher Art dienen. Mithilfe der SCHUFA können sich kreditgebende Unternehmen und Einzelpersonen finanzielle Auskünfte ihres potenziellen Vertragspartners einholen, um seine Kreditwürdigkeit anhand seiner bisherigen Kredithistorie besser einschätzen zu können. Die SCHUFA gibt an, jeden Tag etwa 380.000 Auskünfte an 9.000 Partnerunternehmen oder an Privatpersonen weiterzugeben. Statistiken zufolge liegen zu über 90 Prozent aller gespeicherten Verbraucher ausschließlich positive Informationen vor.

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Die SCHUFA-Klausel

Oft stoßen Verbraucher auf die SCHUFA-Klausel, mit der sie sich mit der Weitergabe ihrer Daten an die SCHUFA einverstanden erklären sollen. Das tritt unter anderem auf, wenn ein Kredit aufgenommen oder ein Handyvertrag abgeschlossen werden soll.

Grundsätzlich müssen die Verbraucher diese Klausel nicht unterschreiben. Jedoch besteht hier die Gefahr, dass der Vertrag dadurch nicht zustande kommt.

Seit Mai 2018 ist die SCHUFA-Klausel jedoch im Rahmen der DSGVO ersetzt worden.

Kostenlose SCHUFA-Selbstauskunft

Jeder deutsche Verbraucher kann einmal im Jahr eine SCHUFA-Auskunft kostenlos anfordern.

Jeder Verbraucher in Deutschland kann einmal im Jahr eine SCHUFA-Auskunft kostenlos anfordern.

Wann kann ich meine SCHUFA kostenlos anfordern? Laut § 34 des Bundesdatenschutzgesetzes (und seit Ende Mai 2018 der DSGVO) hat jeder Bürger in Deutschland seit dem 01. April 2010 das Recht, einmal im Jahr seine persönliche SCHUFA-Auskunft kostenlos anzufordern. Die Anfrage kann entweder schriftlich oder online auf der SCHUFA-Internet-Adresse erfolgen. Achten Sie darauf, wenn Sie online Ihre SCHUFA abfragen, dass Sie auf der Webseite nicht versehentlich die kostenpflichtige SCHUFA-Version beantragen. Diese kostet 29,95 Euro.

Die SCHUFA-Selbstauskunft erhalten Sie, wenn Sie davor das Formular ausgefüllt und dieses mit einer Kopie Ihres Personalausweises an die angegebene Adresse gesendet haben. Falls Sie fälschlicherweise einen SCHUFA-Eintrag haben, können Sie eine Berichtigung fordern und den fehlerhaften SCHUFA-Eintrag löschen lassen.

In der Regel dauert es eine bis vier Wochen, bis die angeforderten Daten beim Verbraucher ankommen. Schneller geht es jedoch, wenn die kostenpflichtige SCHUFA-Auskunft beantragt wird, nämlich nur zwei bis drei Tage. Wenn die SCHUFA-Auskunft online abgefragt wird, kann der Verbraucher innerhalb weniger Minuten seine Daten einsehen.

SCHUFA A- und B-Auskünfte

Die Auskünfte bei der SCHUFA lassen sich in zwei Kategorien einordnen:

  • A-Auskünfte: enthalten Informationen zu Bankverbindung, Kreditanfragen und Belastungen. A-Vertragspartner sind beispielsweise Banken, Leasingunternehmen und Bausparkassen.
  • B-Auskünfte: beinhalten Informationen darüber, ob der Vertragspartner sich in der Vergangenheit ordnungsgemäß verhalten hat, beispielsweise, ob er die Kreditraten pünktlich zurückgezahlt hat. B-Vertragspartner sind beispielsweise Versandhäuser oder Telefongesellschaften.

SCHUFA Scoring

Die SCHUFA ermittelt in einem mathematisch-statistischen Verfahren den Wert zur vergleichenden Bewertung von Verbrauchern.

Die SCHUFA ermittelt in einem mathematisch-statistischen Verfahren den Wert zur vergleichenden Bewertung von Verbrauchern.

Die SCHUFA gibt den Grad der Kreditwürdigkeit in Form eines Scores zwischen 1 und 100 an. Je höher der SCHUFA-Score-Wert, desto kreditwürdiger die Person oder das Unternehmen.

Der Score-Wert bezieht sich nicht auf die persönliche Kreditwürdigkeit der betroffenen Person, sondern gibt den Wert einer statistischen Vergleichsgruppe an. Die SCHUFA darf keine Angaben über Einkommen oder Job erfassen, stattdessen steht vor allem die Zahlungshistorie der betroffenen Person im Fokus. Aus diesem Grund könnte unter Umständen eine Kreditanfrage abgelehnt werden, obwohl die Person finanziell gut situiert ist.

Es ist nicht in Einzelheiten bekannt, auf welche Berechnungsgrundlage der SCHUFA-Score zurückzuführen ist. Um kriminelle Einflussnahmen auf die Wertung zu verhindern, hält die SCHUFA alle Details zum Analyseverfahren und zur Berechnung des Wahrscheinlichkeitswertes geheim.

In einem mathematisch-statistischen Verfahren wird der Wert zur vergleichenden Bewertung von Verbrauchern ermittelt. Es werden dabei alle Daten herangezogen, die die SCHUFA über die Person gespeichert hat. Durch die gespeicherten Informationen aus der Vergangenheit wird eine Prognose zu dem zukünftigen Zahlungsverhalten der Person erstellt, wobei die Berechnung sich nur auf die aktuell vorhandenen SCHUFA-Einträge bezieht.

Die Daten, die für die Ermittlung des Scores verwendet werden, sind in der SCHUFA Selbstauskunft zu sehen. Es wird zwischen dem SCHUFA-Basisscore und dem Branchenscore unterschieden.

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Basisscore

Es gibt den sogenannten SCHUFA-Basisscore, der in der Selbstauskunft in Prozent – zwischen 0 % und 100 % – angegeben wird. Je niedriger der Basisscore-Wert, desto weniger kreditwürdig ist die betroffene Person:

  • Scorewert > 97,5 %: Sehr geringes Risiko.
  • 95 % – 97,5 %: Geringes bis überschaubares Risiko.
  • 90 % – 95 %: Zufriedenstellendes bis erhöhtes Risiko.
  • 80 % – 90 %: Deutlich erhöhtes bis hohes Risiko.
  • 50 % – 80 %: Sehr hohes Risiko.
  • Scorewert < 50 %: Sehr kritisches Risiko.

Der Basisscore wird jeweils nach drei Monaten neu berechnet. Es ist zu beachten, dass ein Wert von 100 % nie erreicht werden kann, da ein Sterberisiko stets berücksichtigt wird.

Branchenscore

Während der SCHUFA-Basisscore zum Bonitätscheck einer Person berechnet wird, wird der Branchenscore für unterschiedliche Vertragspartner auf Basis der in den letzten 12 Monate gespeicherten Daten berechnet.

Der Branchenscore ist ein Wert zwischen 0 und 10.000. Je niedriger die Zahl, desto größer das Risiko eines Ausfalls:

  • 9.863 – 9.999: 0,80 % Risikoquote
  • 9.772 – 9.862: 1,64 % Risikoquote
  • 9.709 – 9.771: 2,47 % Risikoquote
  • 9.623 – 9.708: 3,10 % Risikoquote
  • 9.495 – 9.622: 4,38 % Risikoquote
  • 9.282 – 9.494: 6,21 % Risikoquote
  • 8.774 – 9.281: 9,50 % Risikoquote
  • 8.006 – 8.773: 16,74 % Risikoquote
  • 7.187 – 8.005: 25,97 % Risikoquote
  • 6,391 – 7.186: 32,56 % Risikoquote
  • 4.928 – 6.390: 41,77 % Risikoquote
  • 1 – 4.927: 60,45 %

Mit offenen Negativmerkmalen:

  • 4.112 – 9.999: 48,47 %
  • 1.107 – 4.111: 77,57 %
  • 1 – 1.106: 96,08 %

Informationen, die den SCHUFA Score nicht beeinflussen

Es gibt Informationen, die den SCHUFA-Score nicht beeinflussen, andere Faktoren dagegen wirken sich negativ auf diesen aus.

Es gibt Informationen, die den SCHUFA-Score nicht beeinflussen, andere Faktoren dagegen wirken sich negativ auf diesen aus.

Es werden Informationen über eine Person gespeichert, die bei der Berechnung der Bonität keine Rolle spielen. Diese sind Daten über die Herkunft, das Vermögen oder die Religion des Betroffenen.

Darüber hinaus werden für die Berechnung keine Informationen aus den sozialen Medien verwendet. Das Gleiche gilt für Geodaten. Demnach spielt der Wohnort des Verbrauchers in den meisten Fällen keine Rolle.

Faktoren, die sich negativ auf den SCHUFA Score auswirken

Es gibt eine große Anzahl von Dingen, die den SCHUFA Score negativ beeinflussen, beispielsweise:

  • Eidesstattliche Versicherungen
  • Haftbefehle
  • Unbezahlte Rechnungen
  • Überzogene Konten
  • Disponutzung
  • Spät oder nichtbezahlte Kreditraten
  • Häufige Wohnsitzwechsel
  • Niedriges Alter
  • Häufige Kreditaufnahmen
  • Viele Kreditanfragen.

Kürzel in der SCHUFA und ihre Bedeutungen

Um Ihre SCHUFA-Auskunft zu verstehen, werden die Kürzel im Folgenden aufgeführt:

  • GI: Girokonto
  • CC: Kreditkarte
  • TK: Telekommunikationskonto
  • SU: Suchauftrag
  • IA: Insolvenzantrag
  • CA: Kreditkarte in Abwicklung
  • WS: Widerspruch

Wie lange bleiben die Daten bei der SCHUFA gespeichert?

Wie lange die Daten bei der SCHUFA gespeichert bleiben, hängt von den jeweiligen Informationen ab:

  • Versandhauskonten werden gelöscht, sobald die Forderung beglichen wurde.
  • Kredite werden drei Jahre nach Eingang der Rückzahlung gelöscht.
  • Angaben über Kreditanfragen werden nach zwölf Monaten gelöscht.
  • Informationen über Forderungen werden nach drei Jahren gelöscht.
  • Unerledigte Sachverhalten werden nach vier Jahren gelöscht.

Wann kann ein negativer SCHUFA-Eintrag erfolgen?

Ein negativer SCHUFA-Eintrag kann nur erfolgen, wenn der Verbraucher vorher zweimal gemahnt wurde und die Forderungen von ihm unbestritten sind.

Ein negativer SCHUFA-Eintrag kann nur erfolgen, wenn der Verbraucher vorher zweimal gemahnt wurde und die Forderungen von ihm unbestritten sind.

Der Verbraucher kann keinen negativen SCHUFA-Eintrag bekommen, ohne, dass er im Vorfeld über die bevorstehende Übermittlung von Informationen an die SCHUFA informiert wird.

In der Regel werden offene Forderungen nur an die SCHUFA gemeldet, wenn der Verbraucher vorher zweimal gemahnt wurde und diese Forderungen von ihm unbestritten sind.

Generell gibt es in der Regel immer einen berechtigten Grund, warum der Betroffene einen negativen Eintrag erhält. Falls der Eintrag doch falsch oder fehlerhaft ist, kann dagegen vorgegangen werden. Die SCHUFA soll kontaktiert und ein Widerspruch eingelegt werden.

Kredit und SCHUFA

Möchte eine Person einen Kredit aufnehmen, muss sie in der Regel nachweisen, dass sie rückzahlungsfähig und zahlungswillig ist, da deutsche Banken per Gesetz dazu verpflichtet sind, die Bonität ihrer Kunden zu prüfen, bevor sie ein Darlehen vergeben. Häufig greifen Banken dafür auf Auskunfteien wie SCHUFA zurück. Im Fokus steht die Minimalisierung des Risikos eines Kreditausfalls, denn kann ein Kunde den Kredit nicht zurückzahlen, entstehen der Bank unter Umständen erhebliche wirtschaftliche Schäden. Eine SCHUFA-Abfrage ist aber für den Verbraucher auch sinnvoll, um festzustellen, ob er sich einen Kredit tatsächlich leisten kann.

Vor einer Kreditvergabe prüft die Bank unter anderem, ob der Kunde vergangene Darlehen bereits zurückgezahlt hat. Denn wenn die monatliche Rückzahlungsrate die finanziellen Möglichkeiten des Kunden übersteigt, besteht das Risiko einer Überschuldung.

Um eine Überschuldung zu vermeiden, können Verbraucher regelmäßig ihre Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen, um den Überblick nicht zu verlieren. Das können sie tun, indem Sie:

  • ein Haushaltsbuch führen
  • eine App nutzen, um ihre Finanzen zu verwalten
  • darauf verzichten, auf Raten zu kaufen, da sich die Beträge summieren und der Überblick verloren werden kann.

Wenn bereits eine Überschuldung vorliegt, können Sie sich informieren, wie Sie die Schulden abbauen können.

Da deutsche Banken immer mit der SCHUFA oder anderen Auskunfteien zusammenarbeiten, vergeben sie keinen Kredit ohne SCHUFA-Bonitätsprüfung.

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SCHUFAfreie Kredite

Da deutsche Banken in der Regel keinen Kredit ohne SCHUFA-Abfragen vergeben, greifen viele Verbraucher auf ausländische Geldinstitute zurück.

Da deutsche Banken in der Regel keinen Kredit ohne SCHUFA-Abfragen vergeben, greifen viele Verbraucher auf ausländische Geldinstitute zurück.

Häufig greifen Verbraucher auf ausländische Kreditinstitute zurück, da viele in der Regel einen Kredit ohne SCHUFA-Abfragen vergeben. Allerdings benötigen sie vor der Kreditvergabe trotzdem Informationen zu Einkommen, um feststellen zu können, ob sie bei einem Kreditausfall einen Teil des Arbeitslohnes pfänden können. Deshalb ist eine der Voraussetzungen für einen Kredit ohne SCHUFA ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Neben Angaben zum Arbeitsverhältnis und Einkommen möchten die ausländischen Banken wissen, ob in der Vergangenheit bereits Kredite aufgenommen und zurückgezahlt wurden.

Die Kredite, die ohne SCHUFA-Prüfung vergeben werden, sind meistens mit höheren Zinsen verbunden – teilweise noch höher als die Dispozinsen für die Überziehung des Girokontos. Darüber hinaus können Verbraucher die Kreditsumme und Laufzeit in der Regel nicht flexibel bestimmen. Ein Kredit ohne SCHUFA kann Erfahrungen zufolge normalerweise maximal eine Summe von 5.000 Euro haben.

Neben ausländischen Banken gibt es noch weitere Anbieter von Kredit ohne SCHUFA. Ob diese seriös sind, lässt sich anhand von verschiedenen Kriterien prüfen. Im Folgenden finden Sie häufige Indizien für einen betrügerischen Anbieter:

    • Wenn Gebühren verlangt werden, bevor der Kredit bewilligt wird.
    • Wenn die Vertragsunterlagen per Nachnahme versendet werden sollen und dafür Kosten anfallen.
    • Wenn der Kreditanbieter zum Darlehen noch Versicherungsverträge etc. verkaufen möchte.
    • Wenn die Kontaktaufnahme mit dem Anbieter immer nur kostenpflichtig ist.

Wenn zum Darlehen noch eine Insolvenzberatung angeboten wird.

Verbraucher sollten einen Kredit ohne den SCHUFA-Test nur in Notfall aufnehmen, da einerseits damit viele Risiken verbunden sind und es andererseits ein Warnsignal sein sollte, wenn sie von gewöhnlichen Banken keinen Kredit bekommen. Im Falle einer Überschuldung sollten Schuldnerberatungen in Anspruch genommen werden.

Kredit trotz SCHUFA

Viele trauen sich nicht, bei einer deutschen Bank eine Kreditanfrage zu stellen, weil Sie Angst haben, dass kein Kredit mit negativer SCHUFA vergeben wird. Jedoch ist es unter Umständen möglich, einen Kredit auch mit einem SCHUFA-Eintrag zu bekommen, zumal die Verbraucher die SCHUFA-Einträge löschen lassen können. Gesetzlich muss die SCHUFA bestimmte Löschfristen einhalten. Des Weiteren kann der Verbraucher einen negativen SCHUFA-Eintrag auch prüfen lassen, wenn er feststellt, dass dieser fehlerhaft ist.

Vor einer Kreditaufnahme ist es immer ratsam, verschiedene Angebote einzuholen und die Zinsen miteinander zu vergleichen. Es ist wichtig zu beachten, welche Informationen dabei an die SCHUFA weitergegeben werden. Im besten Fall sollte nur eine Konditionsanfrage gemeldet werden, die keine Auswirkungen auf den SCHUFA-Score hat. D.h., statt eine Kreditanfrage zu melden, sollte die Bank der SCHUFA lediglich mitteilen, dass die Angaben der Auskunftei benötigt werden, um ein Angebot erstellen zu können und dass es sich dabei nicht um eine abschließende Kreditprüfung handelt.

Girokonto ohne oder trotz SCHUFA

Wenn die SCHUFA negativ ist, ist es schwer, ein Girokonto zu eröffnen, geschweige denn, eine Kreditkarte zu bekommen.

Wenn die SCHUFA negativ ist, ist es schwer, ein Girokonto zu eröffnen, geschweige denn, eine Kreditkarte zu bekommen.

In Deutschland ist es beinah unmöglich, ein Konto ohne SCHUFA-Prüfung oder ein Konto trotz SCHUFA-Eintrag zu eröffnen, schließlich wollen die Banken Geld verdienen und Kunden, die nicht kreditwürdig sind, stellen für sie ein Risiko dar. Die meisten Banken fordern deshalb vor einer Girokonto-Eröffnung immer eine Einwilligung zur SCHUFA-Abfrage und lehnen dann Antragsteller ab, die negative SCHUFA-Einträge haben. Diese erhalten ggf. nur ein Guthabenkonto, welches mit hohen Gebühren verbunden ist.

Wer ein Guthabenkonto hat, kann dieses nicht überziehen. Es ist zudem in der Regel nicht möglich, einen Dispokredit oder eine Kreditkarte trotz SCHUFA-Eintrag zu bekommen. In seltenen Fällen wird eine Prepaid-Kreditkarte vergeben, die wie ein Guthabenkonto funktioniert: Der Kunde kann nur auf das verfügbare Kontoguthaben zugreifen.

Bevor Sie ein Girokonto ohne SCHUFA-Prüfung eröffnen können, ist es ratsam, sich vorab über die Gebühren zu informieren. Grundsätzlich ist es immer günstiger, bei Banken oder Sparkassen ein sogenanntes Basiskonto bzw. Bürgerkonto in Anspruch zu nehmen. In der Regel müssen Sie dabei mit monatlichen Kontoführungsgebühren von zwischen 5 Euro und 10 Euro rechnen.

Es gibt außerdem zahlreiche Anbieter, die offensiv mit „schufafreies Konto“ oder „schufafreie Kreditkarte“ werben. Davon soll jedoch Abstand genommen werden, da dieser Service generell mit vielen hohen Gebühren verbunden ist, unter anderem auch mit Gebühren für den Bargeldbezug oder die Kontokarten.

Ab Juni 2016 sind die Banken rechtlich dazu verpflichtet, auf Wunsch ein Basis- oder Bürgerkonto einzurichten. Ein Bürgerkonto ist jedoch nie schufafrei, es erfolgt in jedem Fall eine SCHUFA-Abfrage, jedoch darf der Antrag nur von der Bank abgelehnt werden, wenn dafür besondere Gründe vorliegen. Der Kunde wiederum hat dafür zu sorgen, dass das Konto immer gedeckt ist und dieses nicht zu missbrauchen.Lehnt die Bank den Kontoantrag ab, kann sich der Verbraucher an eine Schlichtungsstelle oder einen Ombudsmann wenden. Wenn er Recht erhält, muss die Bank ihm ein Konto zur Verfügung stellen. Diese Beschwerde verursacht für ihn keine Kosten. Im Zweifelsfall kann der Verbraucher auch einen Anwalt für Schulden konsultieren.

Vertrag trotz SCHUFA

Manchmal besteht der Wunsch, trotz SCHUFA einen Vertrag, beispielsweise für ein neues Handy, abzuschließen. Wenn Sie einen Handyvertrag trotz negativer SCHUFA bekommen möchten, sollten Sie ein paar Aspekte beachten. Im Folgenden werden Schritte gezeigt, wie Sie zu einem Handyvertrag kommen, obwohl Sie SCHUFA-Einträge haben:

  1. Die SCHUFA-Selbstauskunft im Vorfeld beantragen und sich selbst einen Überblick über die eigene Bonität verschaffen. Bereits da haben Sie die Chance, fehlerhafte oder falsche Einträge zu entdecken und ggf. um Korrektur oder Löschung zu bitten.
  2. Den günstigsten Handyvertrag wählen, denn je teurer der Vertrag, desto wichtiger ist die SCHUFA-Auskunft. Das Gleiche gilt für das Handy. Auf Zusatzoptionen sollte verzichtet werden.
  3. Einen Vertrag mit der kürzesten Laufzeit wählen und darauf achten, dass dieser jederzeit kündbar ist. Solche Verträge sind in der Regel zwar teurer, aber für den Anbieter weniger risikobehaftet. Folglich spielt die SCHUFA-Auskunft bei solch einem Vertrag auch keine große Rolle.
Bei SCHUFA-Problemen können Sie das sogenannte Kautionsmodell in Anspruch nehmen. Dabei zahlen Sie vor dem Vertragsabschluss einen festgelegten Betrag an den Anbieter, der den Vertrag beim Eingang der Kaution freischaltet. Die Kaution soll dem Anbieter eine Sicherheit geben, falls Sie eine Rechnung nicht zahlen. Nach Beendigung des Vertrages erhalten Sie die Kaution zurück, wenn Sie Ihre Rechnungen immer gezahlt haben.

Wohnung mieten trotz SCHUFA-Eintrag

Wenn Ihre SCHUFA negativ ist, gibt es noch andere Wege, eine Wohnung mieten zu können.

Wenn Ihre SCHUFA negativ ist, gibt es noch andere Wege, eine Wohnung mieten zu können.

In Deutschland wird in den meisten Fällen für die Bewerbung um eine Wohnung eine SCHUFA-Auskunft benötigt. Bevor Sie dem Vermieter Ihre Bewerbung vorlegen, können Sie zunächst eine SCHUFA-Selbstauskunft anfordern, um im Vorfeld sehen zu können, ob Sie negative Einträge haben und ob diese rechtmäßig sind. Im Falle einer negativen SCHUFA können Sie folgende Schritte gehen, um Ihre Bonität zu verbessern:

  1. SCHUFA-Eintrag löschen lassen: In der Regel werden sämtliche SCHUFA-Einträge drei Jahre nach vollständiger Tilgung automatisch gelöscht. Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, die Einträge vorzeitig löschen zu lassen, indem Sie den Gläubiger darum bitten, der SCHUFA zu melden, dass Sie Ihre Schulden vollständig abbezahlt haben.
  2. Mietschuldenfreiheitsbescheinigung abgeben: Anhand der Mietschuldenfreiheitsbescheinigung, die der Vorvermieter Ihnen ausstellt, können Sie nachweisen, dass Sie in der Vergangenheit Ihre Miete immer regelmäßig und pünktlich gezahlt haben. Da der Vermieter nicht verpflichtet ist, Ihnen diese Bescheinigung auszustellen, können Sie im Zweifelsfall Kontoauszüge als Belege verwenden.
  3. Mietbürgen vorweisen: Reicht Ihre eigene Bonität nicht aus, können Sie dem Vermieter mit einer Bürgschaft mehr Sicherheit geben. Es ist dabei wichtig, dass der Bürge kreditwürdig ist.
  4. Höhere Kaution anbieten: Indem Sie dem Vermieter eine höhere Kaution anbieten, zeigen Sie ihm, dass Sie zahlungsfähig sind. Der Vermieter darf dabei in der Regel nur Mietsicherheiten in Höhe von maximal drei Nettokaltmieten annehmen.
  5. Einen Mietvorschuss anbieten: Um dem Vermieter mehr Sicherheit zu geben, können Sie ihm bei negativer SCHUFA einen Mietvorschuss von drei Nettokaltmieten überweisen.
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SCHUFA-Auskunft für den Arbeitgeber?

Für viele Arbeitgeber ist es wichtig, dass der Mitarbeiter auch im Privatleben mit Geld umgehen kann. Dies könnte vor allem für eine Arbeit in Finanzbranchen von Bedeutung sein. Doch darf der Arbeitgeber direkt bei der SCHUFA nachfragen? Die Antwort lautet eindeutig „Nein“. Der Arbeitgeber darf ohne Einwilligung des Mitarbeiters seine Bonitätsdaten nicht einsehen. Jedoch können sie den Bewerber bitten, eine Selbstauskunft bei der SCHUFA einzuholen und diese vorzulegen. Zulässig ist es jedoch nur bei Arbeitsverhältnissen mit besonderer Vertrauensstellung.

Eine besondere Vertrauensstellung liegt wiederum vor, wenn es sich dabei beispielsweise um Jobs in der Finanzbuchhaltung oder dem Rechnungswesen handelt, bei denen eine Fehlbesetzung zu erheblichem wirtschaftlichem Schaden führen kann.

Es ist zu beachten, dass der Arbeitgeber nicht das Recht hat, die vollständige Auskunft einzusehen. Er kann lediglich eine allgemeine Information über die Bonität des Bewerbers verlangen.

Autofinanzierung ohne SCHUFA

Bei einer Autofinanzierung hat eine Konditionsanfrage zunächst keinen Einfluss auf den SCHUFA-Score.

Bei einer Autofinanzierung hat eine Konditionsanfrage zunächst keinen Einfluss auf den SCHUFA-Score.

Bei einer Autofinanzierung zahlt der Bankkunde monatlich einen gleichbleibenden Betrag und nach Ende der Laufzeit gehört das Auto ihm. Für den Fall, dass er zwischendurch die Rate nicht bezahlt, kann die Bank das Auto als Sicherheit verwerten und hat damit ein geringeres Ausfallrisiko.

Wenn der Kunde die Angebote einholt, handelt es sich in der Regel um eine Konditionsanfrage, die keinerlei Einfluss auf den SCHUFA-Score hat. Erst, wenn der Vertrag zur Autofinanzierung zustande kommt, wird eine Kreditanfrage ausgelöst und die Bank prüft die Bonität des Kunden bei der SCHUFA. Wenn mehrere Kreditanfragen gestellt werden, kann sich das negativ auf den SCHUFA-Score auswirken. Für eine Autofinanzierung wird in der Regel immer eine positive SCHUFA vorausgesetzt. Es gibt jedoch bei vielen Banken die Möglichkeit einer Autofinanzierung trotz negativer SCHUFA, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind:

  • Der Kreditnehmer muss volljährig sein.
  • Er muss einen Wohnsitz sowie ein Konto in Deutschland haben.
  • Er muss über ein regelmäßiges Einkommen verfügen.
  • Seine Bonität muss mindestens mäßig sein.
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