Bonität: Was ist das und wie wird sie überprüft?

Was ist für Sie der beste Weg aus den Schulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Das Wichtigste zur Bonität

  1. Bonität bedeutet Kreditwürdigkeit und bezieht sich auf die Zahlungsfähigkeit einer Person oder eines Unternehmens.
  2. Eine Bonitätsprüfung kann bei der Kreditvergabe, der Eröffnung eines Girokontos, beim Mieten einer Wohnung oder bei Inanspruchnahme von Ratenzahlungen durchgeführt werden.
  3. Anhand der Bonitätseinstufung wird entschieden, ob Ihnen ein Kredit gewährt wird bzw. ob Sie einen Vertrag abschließen können oder nicht.

Weitere Ratgeber zum Thema Bonität
Bonitätsprüfung

Bonität: Eine Definition – Was genau ist Bonität eigentlich?

Was ist die Definition von Bonität?

Was ist die Definition von Bonität?

Die Bonität, deren Bedeutung Kreditwürdigkeit ist, bezeichnet die Zahlungsfähigkeit einer Privatperson oder eines Unternehmens. Vergibt beispielsweise eine Bank einen Kredit, prüft Sie vorher die Bonität einer Person und prognostiziert, ob diese fähig sein wird, ihren zukünftigen Zahlungsverpflichtungen vollständig und fristgerecht nachzukommen.

Hierbei wird aber nicht nur die finanzielle Situation einer Person begutachtet, sondern auch ihr Verhalten in Bezug auf Zahlungen in der Vergangenheit. Es wird zwischen der persönlichen und der wirtschaftlichen Bonität unterschieden.

Was bedeutet persönliche Bonität?

Hierbei wird geprüft, wie zuverlässig die entsprechende Person bezüglich ihrer Zahlungen handelt. Es kann zum Beispiel geprüft werden, ob in der Vergangenheit Rechnungen pünktlich und vollständig bezahlt wurden oder ob Schwierigkeiten bei Zahlungen auftraten und Rechnungen deshalb vielleicht nicht fristgerecht beglichen worden sind.

Was heißt wirtschaftliche Bonität?

Hier geht es hingegen um die Möglichkeiten der finanziellen Möglichkeiten einer Person. Hier wird geprüft, ob beispielsweise Schulden bestehen. Liegt eine Überschuldung vor, ist ein Zahlungsausfall wahrscheinlich.

Bonitätsprüfung: Eine Definition – Was ist eine Bonitätsprüfung?

Was bedeutet, dass eine Bonität vorausgesetzt wird? Bei einer Bonitätsprüfung wird Ihre Zahlungsfähigkeit geprüft. Der Prüfende will so feststellen, ob Sie dauerhaft zahlungsfähig sind. So soll vermieden werden, dass Zahlungen ausbleiben und das Risiko eines Zahlungsausfalls gemindert wird. Die Einstufung der Bonität erfolgt:

  • anhand von Positiv– und Negativmerkmalen
  • anhand eines Scorings über die Ausfallwahrscheinlichkeit

Das Resultat der Prüfung der Bonität ist ein Score (Wert). Dieser dient dem Prüfenden dann als Entscheidungsgrundlage.
Die Überprüfung erfolgt durch sogenannte Wirtschaftsauskunfteien. Diese geben die entsprechenden Auskünfte vor Vertragsabschlüssen oder Kreditvergaben an die Unternehmen weiter, die den Vertragsabschluss gemeldet haben.

Die bekannteste Auskunftei in Deutschland ist die Schutzgemeinschaft für Allgemeine Kreditsicherung (SCHUFA). Sie verfügt über eine der größten Datenbänke mit Daten über die Bonität von Privatpersonen und Unternehmen.

Wann erfolgt eine Bonitätsprüfung?

In vielen Situationen kann eine Bonitätsprüfung nötig sein. Sie wird immer dann notwendig, wenn es um eine Kreditvergabe geht oder wenn Zahlungen im Nachhinein getätigt werden sollen.

  • Bei der Kreditvergabe: Banken führen eine Bonitätsprüfung durch, bevor sie Personen einen Kredit gewähren.
  • Bei Eröffnung eines neuen Girokontos: Hierbei wird lediglich das Zahlungsverhalten der Vergangenheit überprüft. Dies ist vor allem bei Dispositionskrediten wichtig, wenn also eine begrenzte Überziehung des Kontos möglich ist.
  • Beim Mieten einer Wohnung: Wollen Sie eine Wohnung mieten, müssen Sie dem Vermieter in der Regel eine Bonitätsauskunft vorlegen. Dieser wird die Auskunft bei der Auswahl seiner Mieter berücksichtigen. Ein Vermieter ist darauf angewiesen, dass es Ihnen Ihre finanzielle Lage und Ihre Einkommenssituation ermöglicht, die Miete zuverlässig und fristgerecht zu zahlen. Andernfalls kann er einen Auszug erwirken.
  • Bei Ratenzahlung: Um einen Zahlungsausfall zu vermeiden, prüfen Versandhändler die Bonität ihrer Kunden, bevor sie einen Kauf auf Raten als Zahlungsart zulassen.
Was ist für Sie der beste Weg aus den Schulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Bonitätsprüfung: Wie läuft diese ab?

Bonitätsprüfung: Was ist das?

Bonitätsprüfung: Was ist das?

Nicht immer läuft eine Überprüfung der Bonität gleich ab. Der genaue Ablauf ist abhängig davon, welchem Zweck der Bonitätscheck dient.
Bonitätsprüfung: Was wird geprüft? Folgende Daten werden bei der Überprüfung der Bonität berücksichtigt:

  • Informationen zu Krediten: Auskunfteien erfassen Informationen zu laufenden oder gekündigten Krediten, Kreditkarten oder Kreditlaufzeiten.
  • Informationen über Konten: Beispielsweise Informationen zu Bank- oder Girokonten, Dispositionskrediten, Versandhauskonten oder Kontokündigungen.
  • Informationen zu Verträgen: Zum Beispiel Informationen zu Vertragsabschlüssen, Vertragskündigungen und einzelnen Verträgen (Telefon- und Mobilfunkverträge, Leasingverträge oder Ratenzahlungsverträge.
  • Informationen über Schulden: Es wird geprüft, ob es zu Eintragungen in Schuldnerverzeichnissen gekommen ist. Außerdem speichern Auskunfteien zum Beispiel Informationen zu Mahnbescheiden, Insolvenzanträgen, Zwangsvollstreckungen und eidesstattlichen Versicherungen.
  • Auskunft über Zahlungsverhalten (persönliche Bonität): Diese wird in der Regel durch die Einholung der SCHUFA-Auskunft gegeben. Hier geht es darum, ob Rechnungen in der Vergangenheit pünktlich und komplett beglichen wurden und ob die Person eventuell Zahlungsschwierigkeiten hatte und es deshalb zu Verzögerungen oder gar Zahlungsausfällen kam.

Bonität prüfen bei Unternehmen

Die Bonitätsprüfung bei Firmen läuft anders ab als bei Privatpersonen. Die Bonität von Unternehmen wird durch Ratingagenturen eingeschätzt. Hier wird zwischen mandatierten Ratings und Sekundär-Ratings unterschieden.

  • Mandatierte Ratings: Hier wird eine Ratingagentur damit beauftragt, die Bonität eines bestimmten Unternehmens zu überprüfen. Hierbei werden auch unternehmensinterne Informationen miteinbezogen.
  • Sekundär-Ratings: Hier wird die Ratingagentur nicht beauftragt, sondern sie erstellen eine allgemeine Einschätzung der Bonität basierend auf öffentlich zugänglichen Informationen.

Scoring: Wie funktioniert die Bonitätseinstufung?

Worauf basiert eine Bonitätseinschätzung?

Worauf basiert eine Bonitätseinschätzung?

Es gibt heutzutage ein Scoring-System, in das Personen nach der Bonitätsprüfung eingeordnet werden. Jeder Person wird ein bestimmter Score zugeordnet und anhand des Scores wird die Zahlungsfähigkeit und das Risiko eines Zahlungsausfalls bewertet und somit eine Prognose ermöglicht. Bei einer Bonitätsprüfung durch die SCHUFA kommt das Scoring-System zum Beispiel zum Einsatz.

Es gibt übrigens kein einheitliches Scoring-System, das von allen Auskunfteien verwendet wird. Manche Unternehmen und Kreditinstitute legen außerdem auf unterschiedliche Faktoren wert. Die Bonitätseinstufung muss also nicht überall gleich ausfallen.

Was ist für Sie der beste Weg aus den Schulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Was ist ein Bonitätsindex?

Ein Bonitätsindex ist ein Maßstab zur Bewertung der Kreditwürdigkeit. Ähnlich wie das Scoring-System bewertet er mittels einer Einstufung die Zahlungsfähigkeit einer Person und prognostiziert die Ausfallwahrscheinlichkeit (Kreditunwürdigkeit).

Welche Merkmale beeinflussen die Bonität positiv?

Ein erfolgreicher Vertragsabschluss zeugt in der Regel von einer positiven Bonität. Dieser impliziert nämlich, dass alle Voraussetzungen für einen Vertragsabschluss gegeben waren und die finanzielle Situation der Person diesen zugelassen hat.

Welche Merkmale beeinflussen die Bonität negativ?

Es gibt einige Merkmale, die sich negativ auf die Bonität auswirken können. Dazu zählen vor allem das Vorhandensein von Schulden oder auch ein laufendes Privatinsolvenzverfahren, zu späte oder unvollständige Zahlungen, Mahnbescheide oder das vorzeitige Kündigen von Verträgen.

Übrigens: Negative Merkmale werden nach einer gewissen Zeit gelöscht. Hierbei werden von den Auskunfteien in der Regel gewisse Löschfristen eingehalten. In einigen Fällen kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Löschung bestimmter Einträge aber auch früher erfolgen.

Bonität: Ist eine Selbstauskunft sinnvoll?

Bonität: Kann eine Selbstauskunft erfolgen?

Bonität: Kann eine Selbstauskunft erfolgen?

Steht eine Bonitätsprüfung bevor, fragen sich viele Betroffene: Wie ist meine Bonität? Wie kann ich meine eigene Bonität prüfen? Im Grunde kann jeder Verbraucher seine Bonität abfragen. Es ist in jedem Fall ratsam, sich vor der Überprüfung eine Bonitätsabfrage zu tätigen und diese eigene Bonitätsprüfung auf Richtigkeit zu überprüfen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Auch wenn Daten auf dem aktuellen Stand gehalten werden sollten, Auskunfteien können Fehler machen oder kommen mit der Löschung von Einträgen nicht hinterher. Es können beispielsweise gewisse Daten veraltet sein, getilgte Kredite wurden noch nicht gelöscht oder unrechtmäßige Mahnbescheide werden aufgeführt.

In solchen Fällen können Sie von der Auskunftei verlangen, diese Einträge zu löschen. Diese wird im Anschluss eine Prüfung dieser Forderung durchführen und dann entscheiden, ob eine Löschung wirklich rechtens ist. Werden die Fehler korrigiert, steht einer Erhöhung der Bonität nichts mehr im Weg.

Ist eine Bonitätsprüfung auch online möglich?

Wenn es Ihnen per Post zu lange dauert, können Sie Ihre Bonität auch online abfragen. Es gibt einige Anbieter, die in Zusammenarbeit mit Auskunfteien Bonitätsauskünfte erstellen. Diese können dann online vom jeweiligen Verbraucher eingesehen werden und auch gleich, falls vorhanden, Fehler korrigiert werden lassen.

Bonitätsnachweis: Was ist das?

Der Vermieter verlangt in der Regel, dass Sie als Mietinteressent einen Bonitätsnachweis vorlegen. Die SCHUFA prüft Ihre Bonität und erstellt eine Bonitätsauskunft, die Sie als Nachweis bei dem Vermieter vorlegen können.

Welche Folgen hat die Einstufung der Bonität?

Bonitätsauskunft: Was ist das?

Bonitätsauskunft: Was ist das?

Ist Ihre Bonität negativ, kann sich das auf die Entscheidung zum Vertragsabschluss oder zur Kreditvergabe auswirken. Ist das Risiko eines Zahlungsausfalls zu hoch, kann es sein, dass es tatsächlich nicht zu einem Vertragsabschluss kommt.

Es kann aber auch dazu kommen, dass bei Vertragsabschluss gewisse Konditionen bezüglich der Zahlungsvorgänge festgelegt werden. Diese Konditionen sind dann abhängig von der Höhe Ihres Scorings. Sie dienen dazu, den Kreditgeber oder den Vertragspartner besser abzusichern und das Risiko eines Zahlungsausfalls so gering wie möglich zu halten.

Negative Bonität: Was kann ich tun?

Liegt eine schlechte Bonität vor, fragen sich Betroffene oft, was sie tun können, um die Bonität zu erhöhen. Ein wichtiger Faktor ist, dass Ihr Konto stets gedeckt sein sollte, Sie es also nie überziehen. So wird gewährleistet, dass Sie immer zahlungsfähig sind und Lastschriften jederzeit und ohne Probleme von Ihrem Konto eingezogen werden können. Können Sie Zahlungen fristgerecht und vollständig tätigen, ist eine positive Bonität das Ergebnis.

Achten Sie außerdem darauf, dass Sie nicht mehr als zwei Girokonten und Kreditkarten besitzen und niedrigere Rechnungen möglichst nicht per Ratenzahlung begleichen.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (31 Bewertungen, Durchschnitt: 4,10 von 5)
Loading...
Was ist für Sie der beste Weg aus den Schulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.