Unterhalt: Welche Folgen Schulden hierbei haben können

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Das Wichtigste zu Unterhaltsschulden

  1. Kindesunterhalt- oder Trennungsunterhalt-Schulden entstehen, wenn der Unterhaltspflichtige nicht mehr in der Lage ist, Unterhalt zu zahlen.
  2. Die Verletzung der Unterhaltspflicht kann strafrechtliche Konsequenzen haben.
  3. Die Privatinsolvenz kann ein Weg aus den Schulden sein. Eine Restschuldbefreiung ist bei Unterhaltsschulden aber nicht möglich.

Unterhalt muss trotz Schulden gezahlt werden

Unterhaltspflicht: Unterhaltsschulden muss ein Schuldner zurückzahlen, auch wenn die Privatinsolvenz angemeldet wurde.

Unterhaltspflicht: Unterhaltsschulden muss ein Schuldner zurückzahlen, auch wenn die Privatinsolvenz angemeldet wurde.

Schulden beim Unterhalt kommen zustande, wenn Betroffene den Trennungsunterhalt oder den Kindesunterhalt nicht mehr zahlen können. Nach einer Trennung oder Scheidung muss der höher oder allein verdienende Partner dem anderen Unterhalt zahlen. Zudem muss Kindesunterhalt gezahlt werden, wenn aus der Ehe gemeinsame Kinder hervorgegangen sind.

Aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ergibt sich, dass Unterhalt gezahlt werden muss, auch wenn Schulden vorhanden sind. Kann der Unterhalt aber aufgrund der Zahlungsunfähigkeit der betroffenen Person nicht mehr gezahlt werden, entstehen Unterhaltsschulden.

Dies kann für den Unterhaltspflichtigen zum Problem werden, denn wird der Unterhalt nicht gezahlt, kann dies nicht nur zur dauerhaften Überschuldung führen, sondern kann auch strafrechtlich verfolgt werden.

Unterhaltsschulden: Das Jugendamt als Gläubiger

Kann der Unterhalt aufgrund von Schulden nicht gezahlt werden, springt das Jugendamt zunächst ein und zahlt einen Unterhaltsvorschuss. In der Folge hat der Unterhaltspflichtige Unterhaltsschulden beim Jugendamt. Das Jugendamt wird damit zum Gläubiger.

Schulden beim Jugendamt zu haben, kann schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Ist der Schuldner nämlich auf absehbare Zeit nicht in der Lage, die Schulden zurückzahlen, kann das Jugendamt einen vollstreckbaren Unterhaltstitel erwirken. Dies kann zum Beispiel ein Gerichtsbeschluss sein.

Eine Zwangsvollstreckung kann auch durchgeführt werden, wenn Sie jemandem Unterhalt schulden. Mit dem Vollstreckungstitel kann zum Beispiel eine Lohnpfändung wegen Unterhaltsschulden durchgeführt werden.
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Unterhalt wegen Schulden nicht zahlen: Was droht?

Kindesunterhalt und Schulden: Wird der Unterhalt nicht gezahlt, kann das strafbar sein.

Kindesunterhalt und Schulden: Wird der Unterhalt nicht gezahlt, kann das strafbar sein.

Wenn der Unterhalt aufgrund von Schulden nicht gezahlt werden kann, ist das eine Verletzung der Unterhaltspflicht und laut § 170 Strafgesetzbuch (StGB) strafbar. Als Strafe kommen eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren infrage.

Aus diesem Grund ist es wichtig, der Zahlung des Unterhalts bei der Begleichung Ihrer Schulden eine besondere Priorität zuzuordnen. Die Unterhaltsschulden sollten also vor allen anderen Forderungen beglichen werden, sobald die finanzielle Situation des Schuldners dies zulässt.

Unterhaltsschulden in der Privatinsolvenz

Zunächst sollten Sie versuchen mit dem Gläubiger zu verhandeln. Sie könnten zum Beispiel eine Rückzahlung der Schulden in Raten vereinbaren. Kann keine Einigung erzielt werden und besteht auch auf lange Sicht keine Aussicht darauf, dass die Schulden getilgt werden, so ist auch bei Unterhaltsschulden die Insolvenz ein möglicher Ausweg.

So ist es auch möglich, die Privatinsolvenz anzumelden, wenn Unterhaltsschulden beim Jugendamt bestehen. In der Privatinsolvenz werden Unterhaltsschulden wie alle anderen Schulden behandelt. Allerdings kann im Nachhinein bei Unterhaltsschulden keine Restschuldbefreiung stattfinden. Nach der Privatinsolvenz sind Unterhaltsschulden also nicht weg.

Wann sind beim Unterhalt die Schulden verjährt? Unterhaltsschulden verjähren 30 Jahre nachdem ein Unterhaltstitel erwirkt wurde.
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