Zwangsvollstreckungsmaßnahmen: Wie Gläubiger an ihr Geld kommen

Was ist für Sie der beste Weg aus den Schulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Das Wichtigste zu Zwangsvollstreckungsmaßnahmen

  1. Lässt ein Gläubiger Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einleiten, ist dies ein Weg, damit seine offenen Forderungen beglichen werden.
  2. Eine Zwangsvollstreckung kann durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden. Oftmals führt ein Gerichtsvollzieher eine Pfändung beweglicher Sachen durch.
  3. Zusätzlich können auch Geldforderungen gepfändet werden oder eine Zwangsversteigerung in das unbewegliche Vermögen – hierzu gehören Immobilien – erfolgen.

Was sind Zwangsvollstreckungsmaßnahmen? Eine allgemeine Definition

Zu den Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gehört die Pfändung.

Zu den Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gehört die Pfändung.

Ganz allgemein gesprochen gilt Folgendes: Lässt ein Gläubiger Maßnahmen zur Zwangsvollstreckung einleiten, tut er dies, weil ein Schuldner nicht zahlt. Durch die Vollstreckung möchte der Gläubiger erreichen, dass er trotzdem an sein Geld kommt. Dabei setzt er auf die Hilfe des Staates.

Doch welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, damit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen ergriffen werden können? Damit ein Gerichtsvollzieher tätig werden kann, muss ein gerichtlicher Titel vorliegen. Ein solcher Titel ist etwa ein Vollstreckungsbescheid, ein Urteil oder ein Vergleich.

Arten der Zwangsvollstreckung

Es gibt verschiedene Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, welche zwar alle das gleiche Ziel verfolgen, sich jedoch in ihrer Form und der Vorgehensweise unterscheiden. Wir erklären im Folgenden, welche Arten es gibt, auf die Gläubiger zurückgreifen können.

Pfändung beweglicher Sachen

Zu den wichtigsten Zwangsvollstreckungsmaßnahmen zählt wohl die Pfändung von beweglichen Sachen durch einen Gerichtsvollzieher. Hierzu muss zusätzlich ein entsprechender Antrag gestellt werden.

Der Gerichtsvollzieher meldet sich zumeist vorher an und kommt dann direkt zur Wohnung bzw. zum Haus des Schuldners. Dort fordert er ihn zur Begleichung der offenen Forderung auf. Kommt der Schuldner dem nicht nach, durchsucht der Gerichtsvollzieher die Wohnung nach pfändbaren Gegenständen. Diese werden versteigert und der Erlös geht an den Gläubiger.

Sind die vom Gerichtsvollzieher durchgeführten Zwangsvollstreckungsmaßnahmen nicht erfolgreich, muss der Schuldner in der Regel eine Vermögensauskunft abgeben. In dieser muss er seine Vermögens- und Einkommenssituation offenlegen. So weiß der Gläubiger genau, ob etwas beim Schuldner zu holen ist.
Was ist für Sie der beste Weg aus den Schulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Pfändung von Geldforderungen

Lässt ein Gläubiger Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einleiten, kann es z. B. zu einer Kontopfändung kommen.

Lässt ein Gläubiger Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einleiten, kann es z. B. zu einer Kontopfändung kommen.

Unter diesem Überbegriff sind verschiedene Zwangsvollstreckungsmaßnahmen zusammengefasst. Hierzu gehören unter anderem die Gehalts- bzw. Lohnpfändung sowie die Kontopfändung. Bei Ersterem erhält der Gläubiger einen Teil des Arbeitseinkommens des Schuldners. Bei der Kontopfändung darf er direkt auf dessen Konto zugreifen.

Bei der Gehalts- bzw. Lohnpfändung muss der Schuldner nicht befürchten, dass der Gläubiger das gesamte Einkommen erhält. Vielmehr sorgt die Pfändungsfreigrenze dafür, dass er weiterhin seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Die Freigrenze steigt, wenn der Schuldner Unterhaltspflichten nachkommen muss.

Zwangsversteigerung in das unbewegliche Vermögen

Zum unbeweglichen Vermögen zählen unter anderem Grundstücke sowie Immobilien. Diese können im Rahmen einer Zwangsversteigerung veräußert werden. Die beim Verkauf erzielte Summe geht an die Gläubiger. Solche Zwangsvollstreckungsmaßnahmen werden vom zuständigen Amtsgericht durchgeführt.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt werden, damit eine Zwangsversteigerung durchgeführt werden kann:

  • Es muss ein Vollstreckungstitel vorliegen.
  • Das Vorhandensein einer ordnungsmäßen Vollstreckungsklausel wird vorausgesetzt.
  • Vollstreckungstitel und -klausel müssen zugestellt worden sein.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (39 Bewertungen, Durchschnitt: 4,40 von 5)
Loading...
Was ist für Sie der beste Weg aus den Schulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.