Ist Kindergeld pfändbar oder pfändungsfrei?

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Das Wichtigste zum Thema “Ist Kindergeld pfändbar?”

  1. In der Regel ist das Kindergeld pfändbar, da dieses als pfändbares Einkommen zählt. Gleiches gilt für Sozialleistungen sowie Unterhaltszahlungen.
  2. Um das Kindergeld sowie andere Geldeingänge vor einer Pfändung zu schützen, kann der Betroffene ein Pfändungskonto (P-Konto) einrichten. Der Schuldner darf nur ein P-Konto eröffnen, welches auch bei der Schufa eingetragen ist.
  3. Der Pfändungsfreibetrag liegt derzeit bei 1.140,00 Euro. Mit jedem Kind erhöht sich der Betrag um 430,00 Euro.

Darf das Kindergeld allgemein gepfändet werden?

Darf das Kindergeld allgemein gepfändet werden?

Hat jemand Schulden und kann diese nur teilweise oder gar nicht zurückzahlen, besteht die Gefahr, dass der Gläubiger einen Schuldtitel erwirkt und eine Pfändung veranlasst.

Pfändung ist eine Form der Zwangsvollstreckung, wobei vieles gepfändet werden können: Lohn, Gehalt, Konto und Gegenstände. In der Regel entscheidet der Gläubiger, auf welche Weise die Pfändung vorgenommen werden soll.

Die beliebtesten Arten der Pfändung sind Lohn- bzw. Gehalts- und Kontopfändungen. Bei Lohn- und Gehaltspfändungen wird der Lohn oder das Gehalt direkt vom Arbeitgeber des Schuldners an den Gläubiger übermittelt. Bei Kontopfändungen holt sich der Gläubiger das Geld von der Bank des Schuldners. Auf dem Konto können sich neben vorhandenen Ersparnissen Lohn- und Gehaltszahlungen, aber auch Zahlungen von Sozialleistungen befinden. Zu Sozialleistungen gehört auch das Kindergeld. Kann dieses gepfändet werden?

Fürchten Sie sich vor einer Kontopfändung? Ist das Kindergeld pfändbar ohne das sogenannte P-Konto? Die Regelung zur Pfändbarkeit von Kindergeld hat sich seit dem 1. Juli 2010 geändert. Bis dahin waren Sozialleistungen, unter anderem das Kindergeld, nicht pfändbar. Doch nach der Änderung können Betroffene ein Pfändungsschutzkonto einrichten (P-Konto), damit das Kindergeld nicht mehr pfändbar ist. Streng genommen ist die Pfändung von Kindergeld noch möglich, aber durch das P-Konto kann der Schuldner über einen pfändungsfreien Betrag verfügen. Zudem wird auf diese Weise sein Existenzminimum gesichert.
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Wie hoch ist der Pfändungsfreibetrag?

Können Sie die Pfändung von Kindergeld vermeiden?

Wie bereits thematisiert, kann Kindergeld gepfändet werden, da das Kindergeld als pfändbares Einkommen zählt. In welcher Höhe darf man Kindergeld pfänden? Wie hoch beträgt der Pfändungsfreibetrag? Wie verhält es sich mit dem Pfändungsschutzkonto?

Um das Kindergeld sowie andere Gelder, die sich auf dem Konto befindet, vor einer Pfändung zu schützen, muss der Betroffene bei der Bank ein Pfändungsschutzkonto einrichten. Grundsätzlich darf der Schuldner nur ein P-Konto eröffnen. Damit der Betroffene nicht mehrere Pfändungsschutzkonten eröffnen kann, wird das Konto in der Schufa eingetragen.

Ist das P-Konto eingerichtet, erstreckt sich der Schutz auf alle Geldeingänge, das heißt, dass alle Einzahlungen auf das P-Konto bis zu einem pfändungsfreien Betrag geschützt sind.

Wie viel kann man vom Kindergeld pfänden, wenn ein P-Konto eingerichtet ist? Wie hoch ist der pfändungsfreie Betrag?

In der Regel bekommt der Kontobesitzer einen Grundfreibetrag und auf Antrag zusätzlich weitere Freibeträge für jede Person, die der Unterhaltspflicht unterliegt. Derzeit liegt der Freibetrag bei 1.140,00 Euro. Das bedeutet, dass der Betroffene bis 1.140,00 Euro behalten darf. Erst wenn er mehr verdient, darf bei ihm gepfändet werden.

Wenn der Schuldner Anspruch auf Kindergeld hat, steigt der Pfändungsfreibetrag mit jedem Kind. Bei einem Kind erhöht sich der Pfändungsfreibetrag auf 1.570,00 Euro. Das Kindergeld ist dann erst pfändbar, wenn der Schuldner mehr als der Pfändungsfreibetrag zur Verfügung hat.
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