Ist Weihnachtsgeld pfändbar? – So viel Geld bleibt übrig von der Sonderzahlung

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Das Wichtigste zur Pfändung von Weihnachtsgeld

  1. Kann Weihnachtsgeld gepfändet werden? Ja, allerdings nur bis zu einem bestimmten Betrag.
  2. Gemäß § 850 c Nr. 4 ZPO sind bis zu 500 Euro vom Weihnachtsgeld nicht pfändbar.
  3. Für die Berechnung der Pfändbarkeit vom Weihnachtsgeld sind die Höhe des Bruttogehalts und des Weihnachtsgeldes zu berücksichtigen.

Unterliegt Weihnachtsgeld der Pfändung von Arbeitseinkommen?

Gibt es auch beim Weihnachtsgeld einen Pfändungsfreibetrag?

Gibt es auch beim Weihnachtsgeld einen Pfändungsfreibetrag?

Die Vorweihnachtszeit ist für viele Arbeitnehmer ein Grund zur Vorfreude, wenn der Arbeitgeber ihnen ein Weihnachtsgeld zahlt.

Manche Verbraucher sind auf dieses Extrageld angewiesen, um besser über die Runden zu kommen, vor allem, wenn sie Schulden haben und versuchen wollen, dies abzubauen.

Doch was passiert mit dieser Jahressonderzahlung, wenn bei dem Arbeitnehmer eine Lohn- Gehaltspfändung läuft? Ist in diesem Fall auch sein Weihnachtsgeld pfändbar?

Die Antwort zur Pfändung gibt § 850 c Nr. 4 Zivilprozessordnung (ZPO):

„Unpfändbar sind Weihnachtsvergütungen bis zum Betrag der Hälfte des monatlichen Arbeitseinkommens, höchstens aber bis zum Betrag von 500 Euro.“

Wer sich fragt, ob Weihnachtsgeld pfändbar oder pfändungsfrei ist, ist gewöhnlich von einer Lohnpfändung betroffen. Das heißt, dass der Arbeitgeber den monatlichen Nettolohn berechnet und den Betrag an den Gläubiger überweist, der über die für den Arbeitnehmer geltende Pfändungsfreigrenze hinausgeht.

Der Arbeitgeber berechnet folglich nicht nur den Lohn, sondern auch dessen pfändbaren Anteil sowie den pfändungsfreien Betrag des Weihnachtsgelds. Hierbei kann es durchaus zu Fehlern kommen.

Weihnachtsgeld ist pfändungsfrei im Sinne von § 850a Nr. 4 ZOP, wenn es der Definition für Weihnachtsgeld entspricht. Hierfür muss ein zeitlicher Zusammenhang zu Weihnachten bestehen und die ahlung ungefähr im Zeitraum Zvom 15.11. bis zum 15.01. erfolgen. Außerdem hat die Sonderzahlung anlässlich des Weihnachtsfests zu erfolgen.

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Pfändung von Weihnachtsgeld und deren Berechnung

Greifen Sie zur Überprüfung der Pfändung von Weihnachtsgeld nicht zum Rechner, sondern wenden Sie sich an eine Schuldnerberatung.

Greifen Sie zur Überprüfung der Pfändung von Weihnachtsgeld nicht zum Rechner, sondern wenden Sie sich an eine Schuldnerberatung.

Die Berechnung zur Pfändung von Weihnachtsgeld erfolgt per Nettomethode oder mithilfe der Bruttomethode. Die zweite Methode ist jedoch gängiger. Doch wie viel ist demnach vom Weihnachtsgeld pfändbar? Die Berechnung der Pfändung von Weihnachtsgeld richtet sich nach zwei Werten, einerseits nach der Höhe des Bruttolohns und andererseits nach der Höhe des Weihnachtsgeldes.

  • Bis zu 500 Euro dieser Sonderzahlung dürfen Arbeitnehmer behalten. Ein darüber hinausgehendes Weihnachtsgeld ist pfändbar – egal wie viel der Beschäftigte verdient.
  • Bei einem monatlichen Bruttogehalt von weniger als 1.000 Euro dürfen Sie ein Weihnachtsgeld in Höhe der Hälfte Ihres Bruttoeinkommens behalten.
Wenn Sie daran zweifeln, dass die Pfändungsgrenze beim Weihnachtsgeld richtig berechnet wurde, sollten Sie fachkundigen Rat einholen, z. B. bei einer Schuldnerberatung. Diese ermittelt unter anderem, inwieweit Ihr Weihnachtsgeld pfändbar ist.

Kontopfändung: Darf auch mein Weihnachtsgeld gepfändet werden?

Achtung: Auch bei einer Kontopfändung ist Ihr Weihnachtsgeld in Gefahr. Prüfen Sie in diesem Fall unbedingt, ob der Freibetrag Ihres Pfändungsschutzkontos (P-Konto) ausreichend hoch ist, um auch das Weihnachtsgeld abzudecken.

Sollte dies nicht der Fall sein, können Sie beim Vollstreckungsgericht eine entsprechende Erhöhung des Freibetrags beantragen. Hierbei hilft Ihnen ebenfalls eine Schuldnerberatungsstelle.

Wurde das Geld einmal gepfändet und an den Gläubiger ausbezahlt, so bekommt der Schuldner diesen Betrag in den meisten Fällen nicht zurück. Deshalb sollten Sie so schnell wie möglich handeln und vorsorgen.

Übrigens ist Weihnachtsgeld auch pfändbar bei einer Privatinsolvenz. Auch dann gilt die oben erwähnte Regelung des § 850a Nr. 4 ZPO.

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