Anstieg der Wohnkosten – Starke Belastung von Geringverdienern

News vom 22. Oktober 2018

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Anstieg der Wohnkosten: Geringverdiener sind davon viel stärker betroffen als Besserverdiener.

Anstieg der Wohnkosten: Geringverdiener sind davon viel stärker betroffen als Besserverdiener.

Wohnungsmangel, eine nicht funktionierende Mietpreisbremse, explodierende Mieten vor allem in den Großstädten: Die Lage für Mieter ist in Deutschland schon seit längerer Zeit angespannt. Eine Analyse von Zahlen des Sozio-oekonomischen Panels, der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durch Wirtschaftswissenschaftler der Berliner Humboldt-Universität und des University Colleges in London, zeigt eine bedenkliche Entwicklung auf. Wie die FAZ berichtet, sorgt der Anstieg der Wohnkosten für noch mehr soziale und finanzielle Ungleichheit innerhalb der Bevölkerung.

Wohnkostenlast ist ungleichmäßig verteilt

Der allgemein zu beobachtende Anstieg der Wohnkosten führt dazu, dass die Einkommensunterschiede in Deutschland im großen Maße verstärkt werden. Geringverdiener leiden also sehr viel mehr unter der aktuellen Lage auf dem Wohnungsmarkt als Besserverdiener. Das zeigt eine Analyse, bei der die realverfügbaren Einkommen verschiedener Einkommensgruppen vor und nach Abzug der Ausgaben für Wohnkosten verglichen wurden. Überprüft wurden die Daten für die Jahre 1993 bis 2013.

Dabei haben die Wissenschaftler festgestellt, dass das untere Fünftel der Einkommensbezieher im Jahr 1993 noch 27 Prozent ihres Einkommens für Wohnkosten ausgeben mussten. Im Jahr 2013 waren es bereits 39 Prozent. Eine andere Entwicklung zeigt sich für das obere Fünftel der Bevölkerung. Hier sank der Anteil sogar – von 16 auf 14 Prozent.

Der Anstieg der Wohnkosten führte dazu, dass Geringverdiener 2013 rund 39 Prozent  ihres Einkommens für Miete ausgeben mussten.

Der Anstieg der Wohnkosten führte dazu, dass Geringverdiener 2013 rund 39 Prozent ihres Einkommens für Miete ausgeben mussten.

Als Gründe dafür, dass der Anstieg der Wohnkosten gerade Geringverdiener stärker belastet, werden unter anderem die folgenden genannt:

  • Die Mieten stiegen in der Vergangenheit stärker an als die Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum. Personen mit einem geringeren Einkommen wohnen in Deutschland in der Regel eher zur Miete und sind damit stärker vom Anstieg der Wohnkosten betroffen.
  • Die Anzahl der Einpersonenhaushalte steigt seit Jahren an. Das führt dazu, dass die Wohnungsausgaben pro Kopf höher ausfallen – wobei Geringverdiener davon stärker betroffen sind.
  • Seit 2000 ziehen immer mehr Geringverdiener in die Städte, wo die Wohnkosten erheblich höher sind als auf dem Land.

Mögliche Folgen für Betroffene

Geringverdiener und Arbeitslose sind häufiger von Überschuldung betroffen als Personen, die über mehr Geld verfügen. Der Anstieg der Wohnkosten verschärft die Situation von Betroffenen noch weiter. Muss eine Person einen großen Teil ihres Einkommens für die Miete ausgeben, bleibt weniger Geld zum Ansparen übrig. Müssen dann unverhofft größere Ausgaben gestemmt werden, häufen viele Betroffene Schulden an. Im schlimmsten Falle stellen Schuldner sogar Mietzahlungen ein. Das kann zum Verlust der Wohnung führen.

Aus diesem Grund sollte die Zahlung der Miete stets höchste Priorität haben. Sind Sie überschuldet und wissen nicht, wie sie die Miete bezahlen sollen, kann Ihnen eine Schuldnerberatungsstelle weiterhelfen.
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