Wettschulden zur Fußball-WM – Eine Frage der Ehre oder auch des Geldes?

News vom 26. Juni 2018

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Wettschulden anlässlich der WM sind meistens Ehrenschulden und damit nicht einklagbar.

Wettschulden anlässlich der WM sind meistens Ehrenschulden und damit nicht einklagbar.

Morgen ist es soweit: Deutschland spielt gegen Südkorea um den Einzug ins Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft. Die Fans fiebern mit und spekulieren über den Spielausgang. Wetten dass Freunde und Kollegen untereinander sowie Sport-Fans in Wettbüros den einen oder anderen Euro auf bestimmte Fußballergebnisse setzen? Wettschulden zur Fußball-WM sind meistens Ehrenwetten, die nicht eingefordert werden können, es sei denn, der Spieleinsatz wurde bei einem legalen Sportwettenanbieter gemacht.

Ehrenschulden und einklagbare Wettschulden – bei der WM ist alles möglich

Im Volksmund heißt es: „Wettschulden sind Ehrenschulden“. Der Gesetzgeber sieht es ähnlich und lehnt eine Verbindlichkeit der meisten Wett- und Spielschulden ab. Sie können also getrost mit Ihren Freunden um einen Bierkasten oder 100 Euro wetten. Ihre Spielkumpanen würden vor dem Gericht scheitern, wenn sie versuchten, die Wettschulden zur WM einzuklagen. Umgekehrt kann ein bereits geleisteter Spieleinsatz auch nicht mehr zurückgefordert werden.

Die Grundlage hierfür bildet § 762 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB):

„Durch Spiel oder durch Wette wird eine Verbindlichkeit nicht begründet. Das auf Grund des Spieles oder der Wette geleistete kann nicht deshalb zurückgefordert werden, weil eine Verbindlichkeit nicht bestanden hat.“

Eine rechtliche Verpflichtung, Ihre Wettschulden zur WM zu begleichen, besteht also nicht. Dennoch könnten Sie Ihre Freunde verprellen und Unmut auslösen, wenn Sie sich nicht an Ihren Spieleinsatz halten. Überlegen Sie sich um der Freundschaft willen vorher, ob Sie Ihren Wetteinsatz auch einhalten können, wenn Sie verlieren.

Öffentliche Sportwetten sind Glücksspiel – nur legale Wettschulden anlässlich der WM sind einklagbar

Wettschulden zur WM sind nur einklagbar, wenn es sich um eine legale Wette bei einem lizensierten Anbieter handelt.

Wettschulden zur WM sind nur einklagbar, wenn es sich um eine legale Wette bei einem lizensierten Anbieter handelt.

Sportwetten gelten rechtlich als Glücksspiel. Öffentliches Glücksspiel bedarf nach §§ 3 Abs. 2, 4 Abs. 1 Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) einer behördlichen Erlaubnis. Anderenfalls macht sich der Wettanbieter strafbar nach §§ 284 f. Strafgesetzbuch (StGB). Spielschulden oder eben Wettschulden zur WM kann der Veranstalter dann nicht geltend machen.

Schließen Sie eine private Sportwette mit Freunden ab, so gilt dies nicht als öffentliches Glückspiel und ist damit auch nicht strafbar. Allerdings haben Sie keinen Anspruch auf Begleichung der Wettschulden zur Fußball-Weltmeisterschaft.

Legale Wetten können nur bei Wettanbietern mit entsprechender Lizenz abgeschlossen werden. Wer dort gewinnt, erhält auch das gewonnene Geld. Anderenfalls kann er die Schulden des Wettanbieters eintreiben und diesen entsprechend verklagen.

Umgekehrt müssen Sie Ihre Wettschulden zur WM auch fristgemäß bezahlen, wenn Sie verlieren. Tun Sie dies nicht, wird die Sportwette zum teuren Vergnügen: Denn Gläubiger können dann auch die Folgekosten zur Durchsetzung der Spielschulden geltend machen, z. B. die Kosten für das Mahnverfahren, Verzugszinsen, Anwaltskosten und ggf. Gerichtskosten.
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