Statistik: Euro-Staaten machen weniger Schulden

News vom 26. April 2018

Dem Europäischen Statistikamt Eurostat zufolge machten Euro-Staaten weniger Schulden im Jahr 2017.

Dem Europäischen Statistikamt Eurostat zufolge machten Euro-Staaten weniger Schulden im Jahr 2017.

Das Europäische Statistikamt Eurostat teilte am Montag, den 23.04.2018 mit, dass alle 19 Euro-Länder im vergangenen Jahr ein gutes Wirtschaftswachstum verzeichnet und sich infolgedessen die Schuldensituation überall verbessert hat. Zwar gaben sie knapp 99 Milliarden Euro mehr aus als sie eingenommen haben, aber das entspricht einem Defizit von nur 0,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Im Jahr 2016 war das Defizit noch 1,5 Prozent, im Jahr 2015 sogar 2,0 Prozent.

Bei den Euro-Staaten sind die Schulden immer noch hoch

Zusammen hatten alle Euro-Staaten Schulden von knapp 9,7 Billionen Euro, welche 86,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes entsprechen.

Nach dem Maastricht-Vertrag sind zwar nur 60 Prozent erlaubt, aber insgesamt ist der gemeinsame Euro-Zonen-Schuldenstand in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Im Jahr 2014 betrug er noch 91,9 Prozent.

Der Maastricht-Vertrag ist der Vertrag über die Europäische Union, der am 01. November 1993 in Kraft trat und in sieben Titel gegliedert ist:

  • Titel I: Gemeinsame Bestimmungen.
  • Titel II-IV: Bestimmungen zur Änderung der Gründungsverträge der Europäischen Gemeinschaften.
  • Titel V: Bestimmungen über die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik.
  • Titel VI: Bestimmungen über die Zusammenarbeit in den Bereichen Justiz und Inneres.
  • Titel VII: Schlussbestimmungen.

Welche Euro-Staaten machen welche Schulden?

Welche Euro-Staaten machten 2017 Schulden?

Welche Euro-Staaten machten 2017 Schulden?

Die Defizite und Schuldenstände sind bei den einzelnen Mitgliedsstaaten sehr unterschiedlich: Während manche Länder Überschüsse erzielt haben, verstießen andere gegen die Defizit-Grenze des Maastricht-Vertrages.

Die nationalen Regierungen prognostizierten, dass alle Euro-Staaten im Jahr 2018 erstmals seit Bestehen der Währungsunion weniger als Drei-Prozent-Defizit machen werden und damit die Einhaltung des Maastricht-Vertrags gewährleistet ist.

Überschüsse im Staatshaushalt erzielten folgende Euro-Staaten:

  • Malta: + 3,9 Prozent.
  • Zypern: + 1,8 Prozent.
  • Luxemburg: + 1,5 Prozent.
  • Deutschland: + 1,3 Prozent.
  • Niederlande: + 1,1 Prozent.
  • Griechenland: + 0,8 Prozent.

Folgende Euro-Staaten haben gegen die Defizit-Grenze des Maastricht-Vertrages verstoßen:

  • Spanien: – 3,1 Prozent.
  • Portugal: – 3,0 Prozent.
  • Frankreich: – 2,6 Prozent.

Der Schuldenstand der Euro-Staaten sieht wie folgt aus:

  • Griechenland: Die Schulden betragen 178,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
  • Italien: 131,8 Prozent.
  • Portugal: 125,7 Prozent.
  • Belgien: 103,1 Prozent.
  • Spanien: 98,3 Prozent.
  • Deutschland: 64,1 Prozent.
  • Estland: 9.0 Prozent.



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